Heute Morgen war ich bei der Meditation später dran als sonst. Obwohl ich wußte, wie lange sie dauert und alles noch im Rahmen ist, ich also noch alles schaffen kann (Kinder rechtzeitig wecken, Frühstück machen, Brotboxen füllen, etc.), ging ich schon mit einer gewissen Gereiztheit hinein. Ich war ärgerlich auf mich selbst, weil ich so spät dran war. Ich war sogar etwas früher als sonst aufgestanden, hatte mich aber vertrödelt. Während der Meditation ist mir bewußt geworden, dass ich das häufiger mache. Ich habe Luft, also eigentlich genug Zeit, doch anstand es zu genießen, mache ich noch schnell etwas anderes. Den Puffer sinnvoll und effektiv nutzen. Dabei verliere ich schnell meine Mitte und gerate in den Strudel von "und das könnte jetzt auch noch schnell machen". Ich verfluchte wieder einmal den Timer. Warum er denn nicht schneller gehen könnte, ich habe schließlich nicht mehr soviel Zeit!
Das Ergebnis ist ein Druck im innen, der sich nach außen in Hektik und Befehlstönen gegenüber den Kindern entlädt. Und genau dann kippe ich das Müsli neben die Schüssel, suche ewig den Haustürschlüssel, finde meinen Schal nicht und verflixt, warum sind die Kinder noch nicht angezogen? Meine Kleine trat die Notbremse und versteckte sich in der Garberobe. Aaaaaaa!
Es geht: Ich kann Yoga machen, meditieren und trotzdem total in Streß geraten. Funktioniert auch. Sogar richtig gut.
Sat Nam
Hallo liebe Jagatpal, ich freue mich, das du so fleißig deinen Blog schreibst und man nicht allein ist auf hoher See. Jeder Tag birgt neue Überraschungen und schickt dich in Höhen und Tiefen. In dieser Woche war ich fast nur Yoga mäßig unterwegs und ich frage mich wie meine Kinder das wuppen. Gleich breche ich zum Ausbildungs Wochenende auf und bin dann mal wieder 2 1/2 Tage weg...
AntwortenLöschenDas Tempo ist sehr hoch und der Alltag muß sich noch einpendeln. Wie soll man da nur ruhig bleiben? In der Meditaion kann ich mich dann so versenken, daß alles zur Nebensache wird. Doch kurze Zeit später, renn ich wieder im Hamsterrad.
Sat Nam Astrid Sat Parvan Kaur
Liebe Sat Parvan Kaur,
AntwortenLöschenes tut gut zu wissen, dass Du das Hamsterrad auch so gut kennst. Gerade mit Kindern dreht sich das Rad sehr schnell.
Als ich das letzte Ausbildungswochenende nur abends zu Hause war und Ralf mit den Kindern alleine, den sie im Moment in der Woche nicht sehen, dachte ich auch: Jetzt haben wir an dem Wochenende gar kein gemeinsames Familienleben gehabt. Doch für meine Kinder war das gar nicht so schlimm. Ich glaube, sie spüren ganz genau, dass das Yoga uns gut tut und das die Mama gut gelaunt mit frischer Energie nach Hause kommt. Auch wenn die getankte Gelassenheit nicht unendlich lang anhält.
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß am Wochenende!
Alles Liebe
Sat Nam
Jagatpal Kaur