Montag, 30. Mai 2011

... und Tschüss!

Der gestrige Abschlusstag war unglaublich. Jede von uns wurde noch zu einem persönlichen Gespräch gebeten, wo über die schriftliche Prüfung und über eine Meditationsempfehlung gesprochen wurde. Das war sehr schön. Sehr persönlich und mit viel Herz. Mir wurde empfohlen, noch stärker auf Entspannung zu achten. Auch mal weniger produzieren und dafür mehr sein. Dafür habe ich die Meditation "I am" erklärt bekommen. Harsukh Kaur hatte die gleiche Empfehlung und wir haben beschlossen, dass wir sie zeitgleich machen und uns darüber austauschen. Eine wunderbare Idee.

Der krönende Abschluss war die Übergabe des Zertifikats. Vor dem Wochenende wurden wir gebeten unsere Lieblingsmantramusik mitzubringen. Wir standen alle in alphabetischer Reihenfolge nebeneinander und schauten in den Raum. Dort standen im letzten Drittel die Ausbilderinnen und machten mit den Armen ein Tor. Dahinter stand eine Ausbilderin mit dem Zertifikat und einer Rose. Für jede wurde die entsprechende Musik gespielt und jede durfte auf ihre Art durch das Tor gehen. Einige rannten durch, eine machte einen Purzelbaum, einige lachten, einige weinten,... Es war unglaublich rührend in einer tiefen liebevollen Atmosphäre. Ich hatte das Gefühl, dass der ganze Raum vibriert. Nirankar Kaur meinte, dass das der Grund ist, warum wir diesen Moment nicht vergessen werden. 

Am Ende setzten wir uns noch in einen großen Kreis zusammen und gaben ein kurzes Feedback. Jede einzelne hat ihren eigenen Weg gefunden, auf ihre persönliche Art Kinderyogalehrerin zu sein. Und jede ist ein Geschenk für die Kinder. Ich habe bisher nichts Vergleichbares erlebt, wo sich Persönlichkeiten derart entdecken und entwickeln konnten. Es gab Schmerz und Tränen und es gab Lachen und strahlendes Leuchten. Letzteres wurde immer stärker und stabiler. 

Ich habe sehr viel Kreativität in mir entdecken dürfen. Ich habe gelernt, Ideen Raum zu geben und sie nicht gleich als Unsinn abzustempeln. Und das aber auch alles seine Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Gerade in der letzten Ausbildungswoche meldete sich in mir immer wieder eine Stimme, die sagte: Was ist, wenn alles gut ist, so wie es ist. Wie wäre das? Und dann werde ich ganz ruhig, atme tief ein und aus und denke, ja, was wäre denn dann? 

Dies ist mein letzter blogeintrag zu diesem Thema. Es wird sehr komisch für mich sein, wenn ich morgen nicht mehr den Laptop für den blog aufklappe. Wahrscheinlich bekomme ich Entzugserscheinungen und tippe wahllos mit den Fingern auf den Tisch.

Alles hat einmal ein Ende. Es war eine wunderbare Erfahrung für mich diesen blog zu schreiben. Besonders schön waren die Kommentare, die ich dazu bekommen habe. DANKE! Das tat sehr gut. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich über diesen blog mit vielen Menschen, die mir am Herzen liegen in Kontakt sein konnte. Und wenn ich sie dann traf oder mit ihnen telefonierte, war sofort viel mehr Nähe da, als ohne den blog. Das werde ich sehr vermissen. 


Ihr Lieben, fühlt Euch umarmt von mir!


Sat Nam
 

Sonntag, 29. Mai 2011

Wahe Guru !

Was für ein toller abschließender Prüfungstag... Leider bin ich viel zu müde, um einen anständigen letzten Blogeintrag zu schreiben.

Das mache ich morgen.

Sat Nam

Samstag, 28. Mai 2011

Prüfung bestanden!

Sowohl die praktische als auch die mündliche Prüfung habe ich heute bestanden!

In der praktischen mussten wir in einer kleinen Gruppe eine Kinderyogastunde nach bestimmten Vorgaben konzipieren: Sozialer Brennpunkt, hauptsächlich Jungen zwischen 6 und 10 Jahren, hohe Konfliktbereitschaft, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und soziale Kompetenz. Das waren anspruchsvolle Vorgaben, aber wir haben während der Aufgabe gemerkt, über welches Wissen und Erfahrung wir verfügen und konnten dementsprechend gut die Lösung erarbeiten. Das war ein gutes Gefühl.

Im mündlichen Teil habe ich mein Thema "Kinderyoga und Gedächtnistraining" dargestellt. Es kam sehr gut an und ich bekam sehr schönes Feedback (=lebendig, kreativ, herzlich...). Danke!

Vier andere Frauen haben auch bestanden und ebenfalls eine tolle Prüfung gemacht. Es war schön zu sehen, wie jede ihren eigenen Stil im Laufe der Ausbildung gefunden und demonstriert hat. Es war herrlich authentisch. 

Morgen werden noch die anderen geprüft und dann wird gefeiert!

Sat Nam

Freitag, 27. Mai 2011

Kinderyoga mit Meeresgöttin Rama Dasa

Heute habe ich mit den Kindern eine Übungsreihe gemacht, die thematisch zum 4. Körper (=neutraler Mind) passt. Eine kleine Meerjungfrau war traurig, weil sie sich entscheiden sollte zwischen zwei Freundinnen, die sich zerstritten hatten. Sie taucht hinab ins Meer und fragt die Meersgöttin Rama Dasa (Name wegen Guru Ram Das) um Rat. Die zeigt ihr, wie sie sich (durch Yogaübungen) erst einmal aus dem Drama der Entscheidung befreit und lernt auf ihr Herz zu hören und sich auf ihre Intuition zu verlassen. Ihr wird klar, dass sie sich gar nicht entscheiden will und beide Freundinnen gerne mag. Sie taucht wieder auf und erklärt ihren Freundinnen, dass sie sich nicht entscheiden wird und regt ein Gespräche zur Versöhnung an. 

Es war wunderschön zu erleben, wie die Kinder darauf eingegangen sind. Es waren auch schon einige anstrengende Übungen dabei, aber sie hatten auch Erfolgserlebnisse. In der anschließenden Meditation (Wahe Guru) öffnete sich wieder eine herzenswarme Energie, die mir wieder kleine Tränen der Rührung in meine Augen trieb. 

Eine gute Vorbereitung und Motivation für Morgen.

Sat Nam

Donnerstag, 26. Mai 2011

Mehr Ruhe kehrt ein

Letzte Nacht habe ich richtig gut geschlafen und ich fühle mich auch mental besser. Gesundheitlich bin ich zwar noch etwas angeschlagen, aber es geht. Ich bin einfach noch nicht weit genug mit SNR, als dass ich mir tiefer gehend selbst helfen kann. Eine Freundin sagte mir eben: Yogis sind ja auch nur Menschen... Wäre ja auch fürchterlich, wenn ich immer nur gelassen und locker auf dem Kissen sitzen würde....

Sat Nam

Mittwoch, 25. Mai 2011

Alpträume

Letzte Nacht bin ich schweißgebadet aufgewacht. Ich hatte geträumt, dass ich mich auf das falsche Thema für die Prüfung vorbereitet hatte und nun noch drei Minuten Zeit hatte, mich in einen englischen (!) Text einzulesen, denn ich dann vortragen sollte... Langsam glaube ich, dass sich durch diese bevorstehende Prüfung ein paar Türen zu meinem Unterbewusstsein öffnen und alte Ängste empor gespült werden. Wenn ich die Geburten meiner Kinder nicht mitzähle, dann ist meine letzte Prüfungssituation 12 Jahre her. Da hatten sich schon mehrere Schichten Spinnweben in den Speicherkammern gebildet... 

Das einzig gute an meinem Traum war, dass ich heute Vormittag stark motiviert war meinen Vortrag fürs Wochenende vorzubereiten. Auch meine Kinderyogastunde für Freitag ist schon fertig. Wir tauchen hinab in die Welt der Meerjungfrauen... Genau das Richtige bei dem Wetter. Wird bestimmt eine erfrischende Stunde. Freue mich schon sehr auf die Kids.

Sat Nam

Dienstag, 24. Mai 2011

Prüfungsangst und Zählen müsste man können

Heute ist der 244ste Eintrag. Die Prüfung ist aber erst am kommenden Wochenende. Ich hatte damals im Internet mit einem Kalenderrechner die Tagen ausrechnen lassen.... Entweder habe ich etwas falsch eingegeben oder falsch gelesen. Ich weiß es nicht. 

Schon seit einiger Zeit plagt mich eine leichte Heiserkeit, die in den letzten Tagen täglich stärker wird. Heute habe ich in einem Homöopathiebuch nachgeschlagen und bei einem bestimmten Mittel gelesen, dass typisch für diese Art von Heiserkeit auch Prüfungsangst ist. Upps. Mache ich mir vielleicht etwas vor? 

In einem Telefonat ist mir dann klar geworden, was es damit auf sich hat. Normalerweise bin ich ein Prüfungsmensch. Ich hatte in meinem Leben schon oft Prüfungsglück und habe wenig Probleme vor anderen Menschen zu sprechen bzw. mich zu zeigen. Doch diesmal ist etwas Grundlegendes anders: Ich habe wirklich keine Ahnung, was genau am Wochenende überhaupt passiert. Ich kann mich kaum vorbereiten. Außer auf meinen Vortrag "Kinderyoga und Lernen". Der Rest ist freier Flug. Und das ist es, womit ich noch keine Erfahrung habe. Das einzige, was in der e-mail von den Prüferinnen stand war: "Genieße die Aufregung." Also, liebe Yogis, es ist ja schön, wie gelassen und verständnisvoll ihr seid. Aber manchmal geht ihr mir gehörig auf den Keks. Die Aufregung genießen. Toll. Da fühle ich mich doch gleich viel besser.... 

Natürlich gibt es eine große Freude und Wertschätzung, weil ich weiß, dass am Wochenende das Finale ist und eine unglaubliche Zeit hinter uns liegt. Es ist der Abschluss, der vor uns liegt und das ist auch etwas, was Angst machen kann. Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich in einer Ausbildung bin oder diese abschließe. Einen Schlusspunkt setzen bedeutet Verantwortung. Ich kann dann sagen, ja das habe ich gemacht, das ist ab dann ein Teil von mir. Ich kann mich nicht mehr hinter "ich bin noch dabei, es zu lernen" verstecken, sondern ich bin es. Ein Prozess ist dann zu Ende. Abschiedsschmerz liegt in der Luft...

Sat Nam

   

Montag, 23. Mai 2011

Mitfühlen - Mitleiden

Am Samstag beim SNR haben wir gelernt, dass es nicht heilsam ist, wenn wir betroffen sind. Wenn jemand mit einem Problem zu mir kommt und ich nicht im neutralen Mitfühlen bleibe sondern ins Mitleiden gehe, verstärke ich das Problem nur. Mir ist bewusst geworden, dass mir das oft sehr schwer fällt. Ich lasse mich anstecken von fremden Ängsten. Es ist als würden sie mich in einen Sog ziehen. Ich vergesse dann die Weite und die Gelassenheit. Wie ein Magnet zieht es mich an und ich verliere einen Teil meiner Mitte. Ich verliere mich nicht ganz, aber ich verwechsle gesunden mitfühlenden Abstand mit Kälte. Ich denke, ich muss doch jetzt mitfühlen, sonst denkt der andere noch, mir ist das egal. Ich kippe hinein und gehe ins Mitleiden, beschäftige mich Tage später noch damit ohne helfen zu können. Das Bewusstsein darüber ist ein erster wichtiger Schritt zur Veränderung.  

Sat Nam

Sonntag, 22. Mai 2011

SNR - persönlicher Erfolg

Heute Vormittag bin ich mit einem Schraubenzieher abgerutscht und habe mir dabei eine Schnittwunde in den linken Finger gerammt. Es blutete und ich sah, wie der Finger anschwoll. Ich war wütend über mein Dummheit, schleuderte den Schraubenzieher weg, fluchte und stampfte auf. Dann atmete ich tief durch und dachte an SNR. Wollen wir doch mal sehen, ob es funktioniert. Ich öffnete mental den SNR - Raum und spürte mich in den Finger hinein. Zur Heilung fiel mir ein: Ruhe, Gelassenheit, Kühle, frische Luft, Luft rauslassen, Eisgletscher und dass sich das Schmerzgefühl über Ausdehnung verflüchtigt. Wie ein Wassertropfen, der in einen See eintaucht und Ringe bilden sich solange auf dem Wasser bis die Schwingung abgeklungen ist. Die Dinge, die mir einfielen waren Empfindungen die ich erfolgreich gegen Schmerz, Wut, Verkrampfung und Fokussierung auf einen Schmerzpunkt setzen konnte. Ich konnte zusehen wie sich der Finger erholte, die kurze Anschwellung löste sich auf, die Wunde schloss sich schnell und wenn ich ihn mir jetzt anschaue, erkenne ich kaum noch etwas von heute Morgen... 

Ich bin erstaunt und kann es nicht wirklich glauben. Aber vielleicht muss ich es auch gar nicht glauben. Wenn es funktioniert, ist es gut. Wenn nicht, schadet es nicht. Nur wenn ich waghalsige Experimente durchführe, wie aus dem 10 Stock springen und sehen, ob es dann auch klappt, wird es gruselig....

Sat Nam

Samstag, 21. Mai 2011

wichtiger Schritt im Sat Nam Rasayan (SNR)

SNR war heute ein toller Erfolg. Wir haben eine Prüfungssituation simuliert und haben alle bestanden. Ziel war es innerhalb von drei Minuten einen Muskel im Körper des Anderen rein durch Meditation zu entspannen. Es ist mit dem Verstand kaum vorstellbar, aber es funktioniert. Es ist auch nichts dramatisches dabei. Jede/r kann das leicht lernen. Ich kann jetzt direkt in einen neutralen entspannten Zustand gehen und diese Entspannung auf den verspannten Muskel übertragen, so dass der sich entkrampfen kann. Es erinnert mich an ein Kind, das sich gestoßen hat. Und auf dem Schoß der entspannten und tröstenden Mutter den Schmerz schnell überwindet. Oder wenn ich wütend und verzweifelt bin, dann auf jemanden treffe, der sich von meinen Emotionen nicht anstecken lässt und dennoch mitfühlend ist, entspanne ich ebenfalls.

Wir haben auch viel über Gelassenheit und die Vorstellung von Weite gesprochen und gefühlt. Es ist wie die Leichtigkeit eines Sommerabends. Die Hitze legt sich, frische angenehm kühle Luft umspielt meine Haut, ein paar Vögel zwitschern sich noch eine Gute-Nacht-Geschichte zu und ich sitze auf der Terrasse in meinem bequemen Stuhl und lasse meine Gedanken ins Unendliche schweifen.... 


Sat Nam


 

Freitag, 20. Mai 2011

Jahrhundertgewitter

Heute habe ich mit den Kindern eine abgewandelte Kryia für Erwachsene zum Thema positive Gedanken (= dritter Körper) gemacht. Zwei Freundinnen wohnen in zwei Häusern nebeneinander. Pixie liest in der Zeitung von einem Jahrhundertgewitter, glaubt das ihr Haus überschwemmt wird und verschanzt sich vor Angst zu Hause. Nabi genießt den schönen Sommertag und macht Übungen, die ihre Kraft stärken und ihr helfen, die Realität zu sehen. Der Himmel ist blau und das Weizenfeld vor ihrem Garten leuchtet goldengelb in der Sonne. Pixie nervt sie mit ihren "Horrormeldungen" und wird sauer, weil Nabi sich nicht von ihren Ängsten anstecken lässt. Es ist nicht so einfach für Nabi, aber durch die Übungen bleibt sie sich treu. Später kommt ein Gewitter auf, Nabi macht ihren Garten wetterfest und wartet im Trocknen auf das Ende. Danach vertragen sich die beiden wieder und genießen den Blick auf einen Regenbogen.

Die Vorbereitung auf die Stunde hat mir solch einen Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr dazu gekommen bin weitere Aushänge für den Schnuppertag zu machen. Später kam Dayajot Kaur vorbei und bot an, an dem Kindergarten, wo ihre Kinder hingehen, einen Aushang zu platzieren. So entwickeln sich die Dinge wieder weiter automatisch... Und ich stehe wieder staunend da ... Wie ein Kind, dass zum ersten Mal einen glitzernden Weihnachtsbaum sieht....

Sat Nam 

Donnerstag, 19. Mai 2011

Erstens kommt es anders ....

und zweitens als man denkt.... Nach der Yogastunde bei Sant Subagh Kaur wollte ich direkt zur Direktorin der Grundschule fahren und mit ihr über Kinderyoga reden. Doch dann kam ich nach dem Yoga mit zwei Teilnehmern ins Gespräch, die ernsthaft Interesse haben, dass jeweils ihre Kinder mal beim Kinderyoga schnuppern... "Zufällig" hatte ich natürlich Flyer und meinen Aushang dabei. Zeit zur Grundschule zu fahren hatte ich zwar danach nicht mehr, aber das war jetzt wichtiger. Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie das Leben so spielt.

Ich spürte aber auch, dass mein rechter Arm seit gestern Abend wieder schmerzte. Der ist so eine Art Wetterfrosch für mich in den letzten Jahren geworden. Wenn ich viel mit Power erreichen will, gehe ich manchmal über meine Grenzen. Ich achtete auf das Signal und handelte: Gemeinsam mit meinen Töchtern fuhren wir an den See und genossen den herrlichen Sommertag mit Planschen, Eis und Faulenzen. Jetzt geht es meinem Arm wieder besser...

Sat Nam 

Mittwoch, 18. Mai 2011

Kinderyoga-Schnuppertag

Durch die gestrige Erfahrung war ich motiviert und entschied mich stärker auf Aushänge zu setzen als auf Flyer. Ich bastelte eine Seite mit einer Einladung zum Kinderyoga-Schnuppertag in Puchheim für den 31. Mai. An zwei Kindergärten durfte ich sie an Infotafeln anbringen, die direkt vorne am Eingang stehen und nicht zu übersehen sind. Ich habe mich richtig gut danach gefühlt, vor allem weil es so leicht ging. Die Leiterinnen erlaubte zwar keine Probestunden in der Einrichtung, aber sie hatten nichts gegen die Benutzung ihres Infobretts. Ich weiß natürlich nicht, ob sich genügend für den Schnuppertag anmelden, aber ich habe es gewagt, wieder einen Schritt zu machen, auch wenn ich vielleicht dabei "verliere".... 

Morgen geht es zur Grundschule. Mal sehen, ob ich da etwas erreichen kann.

Sat Nam

Dienstag, 17. Mai 2011

Yoga - Marketing

Heute war ich in der Grundschule Puchheim. Vorher hatte ich im Internet recherchiert, dass die Konrektorin Sprechstunde hat. Von der Direktorin gab es keine Angaben. Doch ich wurde zur Chefin verwiesen, die heute wahrscheinlich keine Zeit hat. Etwas geknickt ging ich durch den Flur und lief fast einem Kind in die Arme, dass bei mir in den Osterferien zum Yoga war. Sie strahlte mich an und fragte, was ich denn hier machen würde. Ich erzählte ihr, dass es um das Kinderyoga geht und ich zur Chefin muss. Da schaute sie sich um und rief: "Da! Da vorne geht sie gerade lang. Da musst Du hin!" Es war so süß, wie sie sich freute. Ich ging in den nächsten Flur und passte die Direktorin ab. Sie hatte zwar keine Zeit, aber Donnerstagvormittag kann ich vorbei kommen. Immerhin ein weiterer Schritt. Ich ging zum Auto zurück und musste über diese Zufälle schmunzeln. Das steht in keinem Marketingbuch...

Sat Nam

 

Montag, 16. Mai 2011

Werbung für neue Kurse

Heute habe ich Flyer geschrieben und gedruckt für einen Mutter-Kind-Yoga-Kurs und einen Kinderyoga-Kurs, jeweils in Puchheim. Morgen will ich sie bei Kindergärten und in Kinderärzten verteilen. Auch zu einer Grundschule will ich gehen und fragen, ob ich dort eine Probestunde geben kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Kurse zu Stande kämen, bin aber sehr skeptisch, ob es mit den Flyern funktioniert. Meinen jetzigen Kurs verdanke ich Freunden, Mundpropaganda und Probestunden. Wenn mich nicht die Hebamme aus der Praxis, wo ich die Stunden geben kann, motiviert hätte, würde ich es gar nicht probieren. Aber wer weiß, was sich alles ergibt. Ich begegne auf jeden Fall meinen Ängsten vor Misserfolg und den Stimmen "Das habe ich Dir ja gleich gesagt, dass das nicht funktioniert" oder "Schade um die Zeit, die Du an den Flyern gesessen hast".....
Hilfreich fand ich den Satz im pdf-Dokument "Yoga und Selbständigkeit" (Download unter www.mantra-download.de): "Bei Werbung geht es erst einmal darum, sich der Öffentlichkeit zu zeigen." Der Rücklauf bei Flyern ist sehr gering. Aber es ist ein Anfang...

Sat Nam

 

Sonntag, 15. Mai 2011

Tücken der Technik, Klangwelten, Freunde

Die verloren geglaubten Frauenbäuche sind wieder aufgetaucht, das temporäre Verschwinden war ein Vorbote des Totalausfalls gestern. Es ging in unserem Viertel kein Telefon und kein Internet. Erst seid heute Nachmittag sind wir wieder online. Deshalb nun heute zwei blogs:

14. Mai 2011:

Zusammen mit Dayajot Kaur war ich in Gröbenzell auf einem Konzert im Yogazentrum Triveni. Es hieß Klangwelten. Wir haben uns in Decken gehüllt auf die Matten gelegt und uns beschallen lassen von Klangschalen, Didgeridoos und anderen Instrumenten, die ich noch in meinem Leben gesehen habe. Es war so herrlich entspannend. Unglaublich was Klang für eine Kraft hat und wie angenehm, dass es automatisch funktioniert. Ich brauche keine Yogaübungen machen oder meditieren, einfach nur die Klangwellen durch mich hindurch strömen lassen. Leider bin ich irgendwann eingeschlafen und habe einen eigenen Klang dazu gegeben: Ich habe geschnarcht... Hoffentlich war ich nicht zu laut. So weit ich weiß, hat niemand von mir Geld zurück gefordert....

15. Mai 2011:

Heute habe ich im Kreise meiner lieben Freundinnen meinen Geburtstag gefeiert (natürlich in einem indischen Restaurant). Es war mein erster Geburtstag, den ich hier in Eichenau feiere seitdem wir vor 5 Jahren hierher gezogen sind. Und es war so ein schöner Tag.

Ich war vorher etwas angespannt, weil sich nicht jede kannte und ich nicht wusste, wie es harmonieren würde. Als Auflockerung zog jede eine Karte mit einer Nummer, die auf einem Stein geschrieben an einem Platz am Tisch wieder zu finden war. Ich war unsicher, wie das ankommen würde, aber es war Gott sei Dank kein Problem und ich glaube, es war richtig, weil sich dadurch keine festen Gruppen bildeten.

Ich habe mich auch getraut zu sagen, wie sehr mich diese Feier berührt, weil ich damit weiß, dass ich nicht mehr dabei bin, mich in Eichenau einzuleben, sondern hier angekommen bin. Ich bin dankbar, welch wunderbaren Frauen ich hier kennengelernt habe und wie schön es ist, dass wir Freunde sind. Denn die sind (wie die Familie) das Wichtigste im Leben.

Sat Nam
 

Freitag, 13. Mai 2011

Frauenbäuche / Kinderyoga

Blog vom 12. Mai 2011: Gestern hatte ich einen blog über Frauenbäuche geschrieben, der leider heute nicht mehr zu sehen ist. Dann bekam ich eine Fehlermeldung vom blogger - Service, dass ich mich zur Zeit nicht anmelden kann. Jetzt kann ich mich anmelden, aber der blog von gestern ist verschwunden... in die wundersame Welt des unendlichen Internets.... Ich hoffe, er taucht noch wieder auf.

Heute habe ich in der Kinderyogastunde eine Kriya zum zweiten Körper unterrichtet. Es ging um einen Hasen, der sehr ängstlich ist und vor lauter Angst in unangenehme Situationen gerät. Irgendwann beschließt seine Mutter, dass es so nicht weitergehen kann und schickt ihn zur Hasenmeisterin Agathe, die in den Bergen lebt und helfen kann. Er lernt sich zu schützen und seinen Kräften zu vertrauen. Zum Schluss saust er den Berg in einer Hasenbahn hinunter und gerät in Turbulenzen. Agathe zeigt ihm, wie er ruhig bleibt und nicht panisch wird. Gestärkt und klar kommt er wieder nach Hause.

Dadurch dass ich diese Kriya gestaltet habe, kam ich noch tiefer in die Energie dieser Übungen hinein und kam selbst gestärkt und klar aus der Stunde. Ein sehr angenehmes Gefühl. Als hätte ich vom Quell des Urvertrauens getrunken...

Sat Nam

Donnerstag, 12. Mai 2011

Frauenbäuche

Gerade hatte ich ein interessantes Gespräch über Frauenbäuche. Durch die verbesserte Körperwahrnehmung durch das Yoga, trage ich immer seltener Jeanshosen und habe gerade festgestellt, dass ich in diesem Jahr noch nicht einmal eine Jeanshose angezogen habe. Einfach aus dem Grunde, weil sie mir zu eng sind, besonders am Bauch. Und gerade Frauenbäuche sind schon allein aufgrund der Menstruation bestimmten Schwankungen ausgesetzt. Ähnlich wie bei kleinen Kindern. Wenn die etwas gegessen haben, wölbt sich der Bauch als hätten sie gerade ein Meerschweinchen verschluckt. Nach spätestens zwei Stunden ist alles wieder glatt, was leider im Erwachsenenalter nicht mehr so schnell geht...

Im Nachhinein ist es mir fast peinlich, wie lange ich mich in enge Hosen gezwängt habe, dadurch nicht tief ein- und ausatmen konnte, genervt und frustriert war, etc... Ich brauchte erst die Erfahrung vom langen und tiefen Yogaatem bis ich wach wurde...

Sat Nam

Mittwoch, 11. Mai 2011

Geburtstag

Heute ist mein Geburtstag. Es ist mein letzter Dreißiger. Zeit Bilanz zu ziehen: Ich bin sehr zufrieden mit mir und meinem Leben. Durch das Yoga habe ich mich gut weiter entwickeln können und ich freue mich auf weitere Möglichkeiten. Am Anfang meines Yogalebens, das vor ungefähr 4 1/2 Jahren begann, betrat ich zuerst kleine Steine, die am Flussrand lagen und ich stiefelte immer wieder gerne auf das Festland zurück. Mit der Zeit unternahm ich immer weitere Schritte in die Yogawelt und hüpfte zu entfernt liegenden Steinen. Mittlerweile entdecke ich große feste Inseln im Yogameer und bewege mich klarer von einer zur anderen, finde Schätze und Erkenntnisse. Was für eine herrliche Fülle!

Ich habe meinen heutigen Geburtstag auch intensiver genossen. Viel stärker als sonst konnte ich fühlen, wie schön es ist, wenn so viele Menschen an einen denken. Telefonate, Briefe, e-mails, direkte Besuche mit lieben Worten und besonderen Geschenken.... Und auch mein Mann hat es extra einrichten können und stand schon mittags mit Blumen vor der Tür. Und meine Töchter sangen Lieder und freuten sich. 

Danke!

Sat Nam

Dienstag, 10. Mai 2011

Organisation von Kinderyogastunden

Gestern hatte ich ein Telefonat mit einem Kiga im Nachbarort Puchheim für eine Kinderyogaprobestunde. Ich möchte gerne in Puchheim einen Kinderyogakurs starten und wollte darüber Werbung machen. Leider wollen die das nicht. Da es schon der zweite Kiga mit ablehnender Haltung in Puchheim ist, ließ ich das Thema erst einmal los. Am Abend kam mir dann die Idee einen Mutter-Kind-Kurs vormittags dort anzubieten, weil der Raum in einer Hebammenpraxis ist. Heute Nachmittag rief mich die Hebamme an, über den ich den Raum mieten kann, und fragte nach, wann meine Kurse losgehen. Ich berichtete ihr und sie empfahl zwei andere Kigas in der Nähe anzufragen und für den Mutter-Kind-Kurs war sie auch offen und bot mir auch dafür einen festen Termin an. Dieses Telefonat hat mir sehr gut getan, es hat mich motiviert dort weiterzumachen und ich hätte niemals gedacht, dass sich die Hebamme dazu einfach so meldet. 

Bin gespannt, was das Universum noch so vor hat... :-)

Sat Nam

Montag, 9. Mai 2011

Das L im Kopf

Zu der Sa Ta Na Ma - Meditation gibt es die wichtige Anmerkung, dass wenn dabei Kopfschmerzen auftreten, die Konzentration auf das "L" im Kopf hilft. Mit diesem "L" ist eine Verbindungslinie gemeint: Vom dritten Auge (Punkt zwischen den Augenbrauen) in den inneren Mittelpunkt des Kopfes und von dort nach oben zum Scheitelpunkt hinaus. Mir hat diese Konzentrationshilfe schon mehrmals während der Meditation gut getan. Und seit heute nutze ich sie auch im Alltag. Ich habe festgestellt, dass wenn ich mich vom Kopf her überanstrenge (z.B. zu langes Arbeiten am Bildschirm) und ich einen Druck auf der Stirn spüre, die Konzentration auf das "L" wirklich hilft. Es ist wie eine Rückbesinnung auf sich selbst. Wenn ich mich zu sehr in die Arbeit am PC vertiefe, verkrampfe ich irgendwann und "vergesse" mich selbst. Durch die Erfahrungen in der SaTaNaMa - Meditation erkenne ich jetzt schneller, wann das Verkrampfen beginnt und kann noch rechtzeitig gegensteuern, d.h. bevor eine Schmerztablette ein Ausweg ist.

Den pragmatischen Nutzen vom Yoga im Alltag liebe ich wirklich sehr.

Sat Nam

Sonntag, 8. Mai 2011

Yoga und Muttertag

Gerade habe ich eine Rundmail von Snatam Kaur gelesen, die an den Motherday erinnert und auch die passende Meditation erklärt. Es ist das Adi Shakti - Mantra, dass einem mit der ursprünglichen weiblichen Energie verbindet, die uns stärkt und daran erinnert, wie wichtig es ist, dass wir für uns selbst sorgen und uns nicht im Aufopfern vergessen. 

Mein Mann konnte leider heute nicht bei uns zu Hause sein. Wir drei haben uns einen gemütlichen Tag gemacht. Wir haben uns gegen den "das Wetter ist so super, wir müssen unbedingt etwas unternehmen" - Sog gestellt und uns treiben lassen. Keine Termine, keine Planung, keine Unternehmungen. Einfach nur im Garten gesessen, gespielt, gealbert und entspannt. Ich fühle mich richtig fit.

Sat Nam 

Samstag, 7. Mai 2011

erste Kiyo-Stunde vom festen Kurs

Gestern nachmittag hatte ich die erste Kinderyogastunde vom festen Kurs bei mir zu Hause. Ich spürte gleich, dass es eine andere viel tiefere Energie war als im Ferienkurs. Und die Stunde, die ich vorbereitet hatte, passte gut dazu. Wir erlebten die Reise eines Sonnenblumenkerns, der aus der Sonnenblume fiel, Abenteuer erlebte und aus dem schließlich selbst eine Sonnenblume wuchs. Ich hatte eine Übungsreihe zum ersten Köper für Erwachsene genommen und sie für das Kinderyoga abgeändert. Nach der Entspannung meditierten wir mit Bewegung zu Ang Sang Wahe Guru. Es geht darum, dass alles in allem steckt und dass jede Zelle in uns das Große in sich hat. Deshalb die Geschichte mit dem Sonnenblumenkern. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und es war wieder eine große Freude in die strahlenden Kinderaugen sehen zu dürfen...

Sat Nam 

Freitag, 6. Mai 2011

Richtig und Falsch

Gestern traf ich eine Mutter, die erzählte, dass ihre Tochter ganz begeistert war von der Kinderyogastunde in der Schule. Leider kann sie ihre Tochter nicht anmelden, weil sie bereits dreimal die Woche am Nachmittag mit Musik und Sport verplant ist. Gerne hätte sie einmal die Woche Yoga dabei, weil es von der Entfernung viel besser liegt. Das Kind könnte sogar allein zu mir kommen. Es war ein schöner Plausch über den Gartenzaun und ich freute mich, dass es ihrer Tochter gefallen hat. Erst danach ging mir auf, dass ich in einem Punkt in unserem Gespräch etwas "Falsches" gesagt hatte. Sie hatte erwähnt, dass es aber auch etwas unruhig in der Stunde war und die Jungs Schmarn gemacht hätten. "Aber da habe ich (Mutter) ihr (Tochter) gesagt, dass die ja wahrscheinlich nicht zur regelmäßigen Stunde gehen würden." Da dies mein unsicherer Punkt war, reagierte ich mit altem Muster: "Ja, die Stunde war lebendig, aber es hielt sich im Rahmen." Für einen kurzen Moment sah ich in ein irritiertes Gesicht, dann ging der Plausch gemütlich weiter. Im Prinzip ist alles in Ordnung. Wir hatten ein nettes Gespräch und manchmal redet man eben aneinander vorbei. Doch in meinem Gehirn meldete sich eine Giftzelle zu Wort: Du hättest da anders reagieren müssen. So könnte sie denken, dass es in Deinen Stunden chaotisch läuft und sie bekommt Zweifel, ob sich ihre Tochter bei Dir wohlfühlen würde. Denn wenn ihre Tochter das so wahrgenommen hat, dann ist das entscheidend. Und wenn Du das runterspielst, passt es vielleicht nicht.... WAHNSINN! Vielleicht habe ich etwas "Falsches" gesagt, aber wie mühselig ist es darüber nachzudenken. Und vor allem Energie raubend sich danach womöglich "Vorwürfe" zu machen. Es ist ein altes Spiel, was ich gut kenne. Ich nenne es "Richtig oder Falsch - Wahn". Es ist in Ordnung, Ungleichheiten wahrzunehmen, aber dann ist es wichtig, es auch wieder loszulassen und sich nicht in Grübelfallen zu verstricken. 

Mir hilft dabei das "Guru Ram Das" - Mantra aus dem Sadhana. Es entspannt mich und flüstert mir zu "Du darfst Fehler machen. Du bist immer beschützt. Es ist alles gut."

Sat Nam 

Donnerstag, 5. Mai 2011

Sich erden

Heute war wieder schönes Yoga bei Sant Subagh Kaur. Wir haben ein Set für die Beweglichkeit der Wirbesäule gemacht und nach der Entspannung das wunderbare Mantra Sat Nam Sat Nam Wahe Guru Wahe Guru (von Jagjet Singh) gesungen. Dabei saßen wir in der einfachen Sitzhaltung und tippten zunächst mit dem Zeigefinger neben uns auf den Boden und führten dann die Zeigefinger vor unserem Kinn (Mondpunkt) wieder zusammen. Die Melodie ist so schön erfrischend und es geht in dem Mantra darum, sich zu erden. Gegen das Verzetteln und "Abdrehen". Stattdessen Verbindung mit dem Hier und Jetzt auf dieser Erde. Das tat wieder richtig gut.

Sat Nam

Mittwoch, 4. Mai 2011

Wichtige Erfahrungen

Zwei Probestunden habe ich heute Morgen in der Schule gegeben. Die erste Stunde war sehr lebhaft. Einige Jungs drehten etwas auf. Ich gab ihnen einen gewissen Freiraum und griff aber ein, wenn es zu stark wurde. Später stand die Lehrerin mit den Jungs bei mir. Sie wollten sich entschuldigen. Die Mädchen hatten sich "beschwert", dass die Jungs zu viele Faxen gemacht haben. Ich blieb ganz ruhig und sagte, dass es eine lebendige Stunde war und sie müssten sich nicht entschuldigen. Die Lehrerin war etwas erstaunt, begriff aber schnell, dass die Mädchen wohl etwas übertrieben haben. Es war eine eigenartige Situation für mich. Vielleicht hätte ich etwas eher eingreifen müssen. Nun habe ich eine wertvolle Erfahrung mehr. Dafür lief die zweite Stunde sehr gut. Der Funke sprang schnell über und sie wollten gar nicht aus der Entspannung heraus. Spannend war auch das Verhalten meiner großen Tochter, die ich sonst in meinen Kursen nicht unterrichte. In dieser Schulprobestunde wollte ich sie nicht als einzige ausgrenzen. Sie verhielt sich tatsächlich etwas eigenartig. Sie kommentierte meinen Unterricht und machte Vorschläge, was ich jetzt machen könnte. Bereits vor der ersten Übung meinte sie: "Du, Mama, zum Aufwärmen können wir doch jetzt ..." Es ist schön, dass sie eigene Ideen hat und ich bespreche mit ihr auch oft meine Stunden, aber es passt nicht in den Unterricht. Ich bin heilfroh, dass ich von Anfang an die Entscheidung getroffen habe, dass ich meine eigenen Kinder nicht unterrichte. In einem regelmäßigen Kurs wären wir irgendwann aneinander geraten und das wäre Schade gewesen. Ich bin dankbar, dass wir das Thema in der Ausbildung gründlich besprochen haben. So konnte ich von den Erfahrungen anderer stark profitieren.

Sat Nam

Dienstag, 3. Mai 2011

Leidensgenossin gefunden

Gestern Abend habe ich mit Andrea C. aus der Ausbildung telefoniert. Sie hatte bereits einen Kinderyogakurs bei sich zu Hause gegeben und ein bisschen pausiert. Sie sagt, ihr fehlen die Kinderyogastunden auch sehr und sie kann es kaum erwarten, wann es wieder losgeht. Es tat gut, sich darüber auszutauschen und dass es mir nicht nur allein so geht. Unglaublich, was einem Kinderyoga geben kann und wie schnell es einem fehlen kann.

Morgen habe ich Probestunde in der Grundschule. Ich bin schon ein wenig aufgeregt. Dort habe ich noch nie Kinderyoga unterrichtet. Es findet im Musikraum statt, was auf jeden Fall ein gutes Zeichen ist....

Sat Nam

Montag, 2. Mai 2011

Kinderyoga - Entzug

Heute kam ich mir etwas verloren vor. Nachdem ich letzte Woche 4 Tage hintereinander Kinderyoga unterricht hatte, stand ich nun da und fragte mich, was ich jetzt machen kann. Erst am Mittwoch ist eine Probestunde und am Freitag die richtige Kinderyogastunde. Ich würde am liebsten 5mal die Woche Kinderyoga geben. Aber die Realität ist nicht so. Ich habe die Kraft, die Freude und die Kreativität dafür. Wohin damit? Gott sei Dank habe ich die Gitarre. Das Spielen half mir mich besser zu fühlen. Mantren zu spielen tut mir unglaublich gut. 

Sat Nam

Sonntag, 1. Mai 2011

Das Leben durch die SNR-Brille

Der nächste Tag nach SNR ist immer ein ganz besonderer. Das habe ich schon die letzten Male festgestellt. Ich suche mir im Alltag bewusst kleine Oasen, wo ich in den meditativen Zustand vom Vortag gehe. Ich bin dann ganz im Jetzt und nehme z.B. den Duft eines Fliederbusches intensiv wahr. Da wir gestern viel mit dem 3. Chakra (Sitz der Kreativität und Kraft) gearbeitet haben, hatte ich ganz viel Lust Gitarre zu spielen und mich darin zu vertiefen. Wir haben auch mit dem Herzzentrum geübt und ich habe heute beobachtet, dass ich mehr auf das Fühlen im Herzen achte. Z.B. wenn ich mich mit jemanden unterhalte. Dadurch kann ich besser zuhören und gebe mehr Raum für wahren Austausch. So wie bei der Geschichte vom kleinen Prinzen, wo es heißt, dass man nur mit dem Herzen wirklich sehen kann.

Sat Nam

Samstag, 30. April 2011

Sat Nam Rasayan auf italienisch

Heute war ich beim Sat Nam Rasayan. Die Ausbildern war Simran Kaur, eine wunderbare Italienerin. Sie hat uns mit Hingabe, Leichtigkeit und Warmherzigkeit in den sensitiven Raum geführt. Voller Liebe und Demut hat sie uns erleben lassen, was alles mit SNR möglich ist. Zwischendurch hat sie interessante Meditationen mit uns gemacht und uns dabei das Gruppenerlebnis fühlen lassen. Dazu noch schöne Musik. Es war wie ein 5 Gänge-Menü in einem italienischen Restaurant. Allein der Sprache zu lauschen war schon angenehm. Dabei zu ahnen, was sie wohl meint und dann gespannt auf die Übersetzung ins Bayrische zu warten. Das allein schult bereits die Intuition.

Interessant war auch die Frage, was eigentlich Heilung bedeutet. Sie meint, es geht darum den Patienten zu dienen (und nicht dem Ego: was bin ich für ein toller Heiler). Ihn durch den eigenen meditativen Zustand mitzunehmen auf eine Bewusstseinsebene auf der Heilung möglich ist. Der Heiler hilft nur die Tür zu öffnen, der Rest passiert automatisch. 

Sat Nam 

Freitag, 29. April 2011

Ferienkurs ist beendet

Heute hatte ich die letzte Kinderyogastunde meines Ferienprogramms. Ich bin sehr zufrieden, dass daraus ein regelmäßiger Kurs entstanden ist, der ab nächste Woche startet. Es war sehr schön, dass ich vier Tage hintereinander Kinderyoga geben durfte. Ich könnte das gerne jede Woche machen. Am liebsten auch vormittags, dann könnte ich es besser mit dem Alltag mit den eigenen Kindern verbinden. Mal sehen, was sich noch alles ergibt....

Die Vielfalt die Kinderyoga bietet fasziniert mich immer mehr. Ich kann herrlich kreativ sein und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, gleichzeitig kann ich ihnen praktische Yogafakten mitgeben. So wie heute, als ich mit ihnen die SaTaNaMa - Meditation gemacht habe. Ich hatte die Musik von der "Yoga hat Dich lieb" - CD genommen, da die Version nur 6 Minuten dauert und mit Kinderstimmen gemacht ist. Anfangs fiel es einigen Kindern schwer, doch dann ließen sie sich darauf ein und wurden ruhiger. Vorher redeten sie etwas wild durcheinander, doch nach der Meditation waren sie viel klarer und entspannter. Es ist immer wieder schön zu erfahren wie das Yoga angenehm wirkt.

Sat Nam 

Donnerstag, 28. April 2011

Grüne Gurken

Gestern habe ich in der Kinderyogastunde mit der anderen Gruppe auch die kindgerechte "grüne Energie" gemacht. In der Entspannung habe ich ihnen dann davon erzählt, wo wir in der Natur grün finden und dann ist mir plötzlich bewusst geworden, dass der Baum und die Wiese, und die Gurken... immer grün werden, ohne dass sie dafür kämpfen müssen, einfach nur weil sie da sind. Die Sonne und der Regen sorgen dafür. Es war muksmäuschenstill und ich spürte wie die Kinder tiefer in die Entspannung sanken. Wie ein tiefes Seufzen, das sagt: Ach, dann ist ja alles gut...  Ich wusste vorher, dass der Baum ohne K(r)ampf grün wird, aber es war mir nicht so klar, wie sehr uns Menschen diese Wahrheit hilft, zu verstehen und zu vertrauen. 

Es ist schon ein großer Unterschied, ob ich Yoga praktiziere oder ob ich es zudem auch noch unterrichte. Da warten noch spannende Erfahrungen ...

Sat Nam

Mittwoch, 27. April 2011

Zufriedenheit

Heute nachmittag kommen wieder Kinder zum Yoga und ich freue mich sehr darauf. Voller Tatendrang bin ich aus dem Bett gehüpft und hatte während meines eigenen Yogas weitere Ideen, was wir alles in der Kinderyogastunde machen können. Es ist schön zu spüren, wie mir selbst das Yoga gut tut, und es ist noch schöner zu erleben, wie sehr es mich beflügelt selbst Yoga zu unterrichten. Die Dinge weiterzugeben, die mir selbst so sehr helfen und zu sehen, wie es bei anderen auch leuchtende Augen zaubern kann.

Meine innere Zufriedenheit steigt und ich habe mehr Kraft für meinen Alltag. Auch wenn meine eigenen Kinder nicht an meinem Unterricht teilnehmen können, profitieren sie von einer gut gelaunten Mama.

Sat Nam

Dienstag, 26. April 2011

Erwachsenenyoga für Kinder

In der heutigen Kinderyogastunde habe ich mit den Kindern die Reihe "die grüne (Glücks-) Energie" geübt. Sie ist normalerweise für Erwachsene, ich habe sie für die Kinder abgeändert. Kein Feueratem, keine langen Durchhalteübungen und eingebettet in eine Geschichte. Wir sind zu den Engeln ins Wolkenschloß gereist und haben Glücksenergie getankt. Sie haben prima mitgemacht. Ich selbst weiß wie gut die Kundalini-Yogasets wirken und wie effektiv sie sind, warum sollten wir sie den Kindern vorenthalten? 

Am Ende der Stunde kam ein Mädchen und hatte Glanzbilder von Pferden mitgebracht. Ich schlug vor, dass die Kinder beim nächsten Mal gerne ein oder zwei Bilder oder eigene Zeichnungen mitbringen dürfen und wir denken uns dazu Yogaübungen und eine Geschichte aus. Mal sehen, ob und was sie dabei haben werden.

Sat Nam

Montag, 25. April 2011

Snatam Kaur in Fürstenfeldbruck!

Snatam Kaur habe ich vor zwei Jahren in München erlebt und es war ein unglaubliches Konzert. Sie bat gleich zu Anfang, wir sollten bitte alle mitsingen, was nur wenige machten. Ich hatte auch nur gedacht, ich soll mitsingen, wo diese Frau so gnadenlos super schön singt, soll ich mitsingen? Nein. Doch sie blieb dabei und sagte immer wieder: "Each voice is a good voice." Solange bis wirklich jede/r mitmachte. Es war ein unglaubliches Klangerlebnis. Ihre Stimme und Energie erfüllte die ganze Halle und schien aus jeder unserer Tonlagen das Beste heraus zu filtern. Das Gefühl war ähnlich wie während einer Gongmeditation. Voller Frieden und Harmonie konnte ich mich total entspannen und ihre Musik genießen. 

Wunderbar, dass sie wieder nach Deutschland kommt.

Sat Nam

Sonntag, 24. April 2011

40ter Tag SaTaNaMa

Die SaTaNaMa - Meditation ist sehr wirksam. Schon seit ein paar Tagen beobachte ich, dass sie ihren Weg in mein Bewusstsein gefunden hat. Wenn ich zum Beispiel ins Grübeln komme, ob sich etwas in Richtung a oder in Richtung b entwickelt, kommt mir diese Meditiation in den Sinn oder ich tippe die entsprechende Bewegung mit den Fingern. Und das beruhigt meine Gedanken und meine Nerven. Ich bin schon ganz neugierig, wie sie es sich wohl noch entwickeln wird, wenn ich sie noch einen weiteren Zeitraum mache. 

SaTaNaMa passt sehr gut zu Ostern. Es geht um den Prozeß des Lebens. Das alles irgendwann vergeht, aber auch immer wieder kommt. Das kann ich fürchten oder darin Trost und Gelassenheit finden. 

Sat Nam

Samstag, 23. April 2011

may the long time ....

... sunshine upon you - all love surround you... Dieses Abschlusslied in der Yogastunde ging mir bisher meist auf die Nerven, weil mir die Melodie oft nicht gefiel. Zu langsam und zu langatmig. Das habe ich auch bei der schriftlichen Prüfung angegeben. Doch jetzt habe ich einfach mit der Gitarre eine eigene Version gespielt, die mit weniger als den vorgegebenen Akkorden auskommt, die ich aber mit mehr Rythmus spiele. Endlich gefällt sie mir. Ich übe sie und hoffe, dass ich sie bis zur nächsten Kinderyogastunde flüssig spielen kann.

Möge die ewige Sonne auf Dich scheinen - Liebe Dich umhüllen - Und das Licht in Deinem Inneren weise Dir den Weg...

Yoga macht einfach Spaß!

Sat Nam

Freitag, 22. April 2011

Atmung und Wut

Aufgrund der Erfahrung der letzten Tage habe ich stärker auf meine Atmung geachtet. Sowie Unruhe entstand (ich verfolgte eine Sandmatschspur quer durchs Haus und entdeckte die Kleine auf der Toilette sitzend, wie sie die triefige Matschepampe von den Beinen kratzte, der sich über den ganzen Badezimmerboden verteilte) und ich die eigene Anspannung spüren konnte, atmete ich tief ein und aus. Nach einem kräfigen Atemzug ist es mir nicht mehr möglich, mich wirklich aufzuregen oder in etwas hineinzusteigern. Es geht schlichtweg nicht. 

Es ist so einfach. Und doch so schwer, weil es ein neuer Weg ist, den ich bisher zu selten gegangen bin. Ab jetzt werde ich diesen kleinen Trampelpfad zu einer Autobahn ausbauen...


Sat Nam


 

Donnerstag, 21. April 2011

Streß und Schnupfen

Schnupfen - Atemwege - Atmen - Tiefdurchatmen - Tief einatmen - Atmen halten - Lang ausatmen = Gelassenheit = Ruhe = mehr Kraft = stärkeres Immunsystem. Obwohl ich es weiß, bin ich in den letzten Tagen wieder in meine bekannte Schnupfen-Streß-Falle getappt. Ich hatte mich in meinen persönlichen Perfektionismus gesteigert. Dabei habe ich das tiefe Atmen vergessen. Obwohl ich täglich Yoga mache und all dies weiß, ist das Muster so vertraut, dass ich es erst einmal wieder ausleben musste.

Ach, wie schön, Yoginis sind auch nur Menschen... ;-)

Sat Nam

Mittwoch, 20. April 2011

weiter geht's...

... in die zweite Kinderyogastunde zu Hause. Diesmal war ich nicht mehr so angespannt wie gestern. Dafür bin ich aber verschnupft und nicht ganz fit. Doch ich gab mein Bestes und vertraute dem Universum, es wird schon gehen. Und tatsächlich es war eine sehr harmonische und liebevolle Gruppe. Ein kleiner Junge mit großen Kulleraugen war dabei, der fasziniert vom Kinderyoga war. Am Ende griff er meine Hand und ich begleitete ihn nach draußen. Er fragte, wer den hier alles wohnen würde und erzählte ihm von meinen beiden Töchtern. Er wurde ganz still und etwas traurig: "Dann hast Du ja gar keinen Jungen!" Nein, aber dafür das Kinderyoga.

So, jetzt muss ich ins Bett und meine Erkältung auskurieren.

Sat Nam 

Dienstag, 19. April 2011

erste Kinderyogastunde zu Hause

Heute war es soweit. Ich hatte meine erste Kinderyogastunde bei mir zu Hause. Ich war den ganzen Vormittag sehr angespannt, putzte das Haus als würde der Papst persönlich kommen. Ich wollte für die Eltern einen guten Eindruck machen... Die Stunde verlief sehr gut, ich bin schon viel routinierter und es ist schön, im eigenen Yogaraum zu unterrichten. Gemütlicher und kuscheliger als in einer Turnhalle. Einfach mehr angenehme Nähe zu den Kindern.  


Morgen kommt die nächste Gruppe :-)


Sat Nam

 

Montag, 18. April 2011

Vom Umgang mit Energielöchern

Heute habe ich gemerkt, dass ich nach dem Powerwochenende erst einmal einen Gang runterschalten muss. Endschleunigen hieß mein Mantra. Schlaf aufholen und die Erfahrungen und Eindrücke verdauen... Gleichzeitig ist mir bewusst geworden wie geschickt Miriam den Tag so lenkte, dass unser Energielevel auf einem guten Niveau blieb. Immer wenn ein Energieloch aufkam, brachte sie tolle Übungen ein, wo wir uns locker bewegen konnten und Spaß hatten. 

Heute Morgen saß ich mit den Kindern zusammen am Tisch, sie malten und bastelten. Ich bearbeitete die Prüfungsfragen am Laptop. Es lief gut. Nach einer Dreiviertelstunde spürte ich, dass es anstrengender wurde. Mein Affe rief: "Los, komm, eine Aufgabe noch." Die Kleine wurde nörgelig und zappelte an mir herum. Erst wies ich sie zurück. Doch dann dachte ich an das WE und mir fiel ein, dass sich bei uns jetzt auch ein Energiemangel zeigte. Anstatt mich (und mein Umfeld) zu quälen, stand ich auf und tobte mit ihr durch die Gegend. Es ist genau wie in einer Kinderyogastunde. Powervolle Bewegungen und Konzentration sind im Wechsel sehr wichtig. Wenn ich konzentriert am Laptop arbeite, brauche ich Pausen in denen ich mich bewege und nicht in denen ich jammere und mir mit Durchhalteparolen das Leben schwer mache. 

Sat Nam

Sonntag, 17. April 2011

neue Idee

Das war das letzte Ausbildungswochenende. Hurra und Schnief... Da wir uns noch ein Wochenende zur Prüfung sehen, ist es noch nicht ganz dramatisch. Ich hatte auch heute wieder sehr viel Spaß und Inspiration. Mir ist die Idee gekommen einen Kinderyogakurs für Erwachsene anzubieten. Insbesondere für Eltern, Erzieher und Lehrer, die erfahren wollen wie sie ihre Kinder und Schüler unterstützen können, um sich besser zu entspannen, zu konzentrieren und ihren Körper zu stärken. Mal sehen, wie ich sich das entwickelt.

Sat Nam

Samstag, 16. April 2011

sehr gutes Rollenspiel

An dem heutigen Ausbildungstag gab es wieder viel Beeindruckendes. Sehr spannend war Miriams Auftritt als Kinderyogalehrerin auf einem gespielten Elternabend in einem Kindergarten. Wir durften in die Rolle von Eltern schlüpfen und sie mit Fragen bombardieren. Sie war sehr klar in ihren Antworten und hat uns gezeigt, dass wir keiner Frage ausweichen müssen, sondern einfach nur authentisch die eigene Meinung darstellen brauchen. 

Morgen sind wir gefordert und stellen uns dem "Elternabend". Dies wird mit Video aufgezeichnet und anschließend ausgewertet.

Eine interessante Erfahrung wartet auf uns...

Sat Nam

Freitag, 15. April 2011

Yogaraum - Einweihung

Heute habe ich meinen Yogaraum eingeweiht. Die Wände sind frisch gestrichen und die Möbel sind bis auf eine Kommode rausgeräumt. Mit meiner Großen habe ich neulich Bilder für die Wände kreiert. Wir haben klassische Kinderyoga-Asanas mit Tusche gemalt: Einen Vulkan, Blumen, eine Sonne, einen Baum, etc... Diese Blätter habe ich nun aufgehängt. Jetzt ist es ein richtiger Kinderyogaraum. Ich habe mich in die Mitte gesetzt, mich eingestimmt und mit der Gitarre Kinderyogalieder gespielt. Ein sehr angenehmes Gefühl. Tief einatmen. Tief ausatmen. Einen wichtigen Schritt bin ich nun weiter.

Ich freue mich sehr, wenn es nächste Woche mit den Kursen losgeht.

Und ich freue mich auf Morgen, wenn ich alle von der Ausbildung sehe und wir wieder in die Yogatiefen tauchen.

Sat Nam

Donnerstag, 14. April 2011

Kampf und Frieden

Vor zwei Tagen war ich mit meinen beiden Kindern im Nachbarort bei der Osteopathin zur alljährlichen Kontrolle. Neben an war gerade ein Treffen von Müttern mit ihren Neugeborenen und der Hebamme. Der Raum ist sehr schön. Zufällig kamen wir ins Gespräch und ich erfuhr, dass ich ihn für 10 Euro die Stunde nachmittags mieten kann. Ideal für Kinderyoga. Heute morgen kam mir die Idee, ich könnte einen Kurs dort halten. Heute Nachmittag rief ich zwei Kindergärten in der Nähe an und bot eine kostenlose Probestunde, um mich dort zu zeigen und Werbung für Kinderyoga zu machen. Der erste Kiga wimmelte mich ab. "Zu viele andere Projekte, die gerade laufen." Beim zweiten Kiga hatte ich mehr Glück. Die Leiterin machte sich eine Notiz, versprach nach den Ferien mit ihrem Team zu sprechen und ich sollte mich am 5. Mai wieder melden. 

Es war schön zu erleben, wie ich von dem morgendlichen Impuls in die Handlung kam. Es war aber auch nervig, weil ich bis zu dem Telefonat mit dem Affen gekämpft hatte und erst nach dem Gespräch wirklich in den inneren Frieden kam. Ich bin noch neu in dem "Geschäft" und brauche Erfahrung. Was mir geholfen hat, war das Mantra "Ang Sang Wahe Guru".

Sat Nam

Mittwoch, 13. April 2011

Mutter meldet ihr Kind trotzdem an

Gestern hatte ich von der Mutter und ihren abwertenden Kommentaren über Kinderyoga geschrieben. Heute Morgen kommt sie auf mich zu und sagt: "Sie (ihr Kind) will unbedingt kommen zu dem Kurs in den Ferien. Also, ich melde sie jetzt an." - "Gerne, allerdings ist der Kurs bereits ausgebucht." Großes Stauen, ungläubiges Gesicht. "Aber ich mache einen zweiten Kurs auf." - "Wann ist der?" Ich gebe ihr die Daten. Sie sind O.K. "Ich brauche allerdings noch zwei Anmeldungen damit der Kurs stattfindet." - "O.K." Stille. "Also ich hab' mit Yoga überhaupt nichts am Hut!" sagt sie forsch und stemmt ihre Hände in die Hüften. "Nein, muss man auch nicht. Meine Tochter bastelt auch leidenschaftlich gerne und ich kann mich da nicht wirklich für begeistern." Und dann haben wir gelacht.


Vielleicht habe ich die Frau falsch eingeschätzt, vielleicht redet sie gerne ein bisschen genervt oder ist von ihrem Kind genervt, das offenbar einen starken Willen hat.

Ich ging weiter ins Ortzentrum, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Sofort meldete sich der Affe auf der Rückbank: Und was machst Du, wenn sich niemand mehr anmeldet? Vielleicht solltest Du Dir einen größeren Raum suchen, dann kannst Du alle auf einmal unterrichten, denn es sind ja jetzt 13 und.... Stopp! Anschnallen! Freitag. Ich entscheide, was zu tun ist, wenn es Freitag ist. Bis dahin, lass ich mich treiben und vertraue, dass sich schon alles so ergibt, wie es gut ist. Der Affe fing nach einer Weile immer wieder an, aber mit dem "Mantra" Freitag, schnallte ich ihn wieder fest.

Bei Rossmann traf ich eine Frau, die ich flüchtig kenne, von der ich weiß, dass sie eine Tochter im Kinderyoga-Alter hat. Doch die Frau war sehr in Eile. Ja, ich hätte ihr ein Gespräch "aufzwingen" können, hätte ihr einen Vortrag über Kinderyoga halten können... Nein. Das wollte ich nicht. Ich will vertrauen und voller Liebe sein. Ich dachte an den Spruch, der heute Morgen an meinem Yogitee-Beutel klebte: "Behandle die anderen so, wie Du selbst behandelt werden willst." Ich möchte nicht, wenn ich es eilig habe, dass mich jemand "volllquatscht"... Ich ging nach Hause. Mein Affe zweifelte: Vielleicht wäre sie diejenige gewesen, die Dir noch gefehlt hätte zu dem Kurs. FREITAG! VERTRAUEN! Auf der Straße traf ich noch eine Mutter, mit der ich aber nie mehr als "Hallo" ausgetauscht habe. Ähnliche Situation wie vorher. Ich blieb geschmeidig. Früher (vor meinem Yoga-Leben) hätte ich mich bei beiden zum Affen gemacht.

Zu Hause tat ich konzentriert und gelassen Dinge, die erledigt werden mussten. Das Telefon klingelte, eine gute Freundin meldete ihr Kind an! 15 Minuten später klingelte es wieder, der Vater von einem Sohn, der in der Montessori-Schule in meinem Yogaunterricht war, meldete ihn an. Der zweite Ferienkurs findet statt...

Danke, liebes Universum.

Affe: Jetzt brauchst Du nur noch 5 Kinder, dann ist der zweite Kurs vollständig. SAT NAM (Affe ist wieder angeschnallt...)
 
Sat Nam 

Dienstag, 12. April 2011

Angst vor Kinderyoga

Heute Morgen im Kiga zeigte ein Kind, das gestern beim Kinderyoga-Schnupperkurs dabei war, auf mich und sagte zu ihrer Mutter: "Mama! Das ist die vom Yoga!" Das Mädchen strahlte und fiel mir gestern auf, weil sie mit Hingabe dabei war und lebendig mitmachte. Die Mutter sagte zu mir: "Ja, sie hat geschwärmt, es hat ihr sehr gefallen. Aber dann saß sie den ganzen Abend da und sang: "Ich bin glücklich - Ich bin gut"." Und dann fügte sie mit schnippischen Unterton dazu: "Ich weiß nicht, ob ich das aushalte. Nachher sitzt sie die ganze Zeit so rum und macht Om." Ich war überrascht, traurig, ein bisschen wütend und ein wenig amüsiert. Ich erzählte, welchen Bedeutung "Ich bin glücklich" hat (wenn es um sie herum laut ist, sie sich gestresst gefühlt, kann sie sich daran erinnern und spüren, dass es da noch etwas gibt, was unabhänigig davon ist und sich wieder besser fühlen). Ich glaube, dass hat sie etwas beruhigt, aber sie hatte keine Zeit mehr und ging.

Ich war enttäuscht. Da hatten wir eine schöne Yogastunde zusammen und das Kind wollte gerne weiter machen, doch dann bekommt die Mutter Angst. Ich kann Probestunden geben, Flyer verteilen und an mir "arbeiten". Mehr kann ich nicht tun. Wenn dann die Kinder kommen, bin ich dankbar, wenn nicht, dann gibt es unzählige Gründe, die nichts mit mir zu tun haben. Es gibt auch Gründe, die direkt mit mir in Zusammenhang stehen, die ich beeinflussen kann. Aber wichtig ist auch zu wissen, dass ein großer Teil nicht direkt zu regeln ist. Gott sei Dank, sonst wäre ich 24 Stunden rund um die Uhr beschäftigt...

Sat Nam
   

Montag, 11. April 2011

Yoga im Kindergarten

Eben habe ich eine Probestunde im Kindergarten für 5jährige gegeben. Sie durften ihr Kuscheltier mitbringen und es in der Entspannung auf ihren Bauch legen, um zu sehen und zu spüren wie sich durch das Ein- und Ausatmen ihr Bauch bewegt. Es war so niedlich zu sehen, wie sie im Kreis saßen mit ihren Krokodilen, Kängeruhs, Eisbären, Hasen, etc... Sie waren sehr motiviert und brauchten fast überhaupt keinen Anstoß. Ich hatte mit Ihnen eine Reise in den Zauberwald (Danke Siggi und Andrea für Eure Stunde und die Kopien [Ich liebe besonders das Faultier]) gemacht, wo sie sich in verschiedene Tiere verwandeln können. Erst hinterher ist mir die Idee gekommen, dass wir statt der vorgegebenen Tiere, die mitgebrachten Kuscheltiere als Verwandlungsobjekt nehmen können. 

Ich war wieder fasziniert, wie gut sich die Kinder nach den Übungen entspannen konnten. Muksmäuschenstill lagen sie auf ihren Decken und lauschten der Fantasiereise. Da ich die Reise "Der Zaubervogel" (Siggi u. Andrea: Wo gibt es die?) nicht hatte, ging ich mit ihnen einfach das vorher Erlebte durch und erzählte, dass ihr Kuscheltier jetzt die Übungen macht. Praktischerweise sind sie somit auch wieder hinaus gereist aus dem Zauberwald. 

Nach der Stunde hatte ich wieder dieses wohlig warme Gefühl im Bauch und im Herzen. Ein Gefühl von Vertrauen und Staunen. Die Welt mit Kinderaugen sehen können und gleichzeitig zu wissen, wie toll Kinderyoga ist und wie sehr es den Kindern gut tut. Die leuchtend strahlenden Gesichter und wie fröhlich die Kinder hinaus hüpfen.

Ich bin dankbar für jede Kinderyogastunde, die ich geben kann.

Sat Nam   

Sonntag, 10. April 2011

Die Mantra-Maler

Der Yogaraum ist nun fertig gestrichen. Beim Malen hörte ich die ganze Zeit Mantra-Musik und sang oft mit. Anfangs war ich gar nicht entspannt, weil Farbspritzer auf den Teppich gelandet waren, ich nach unten ging um Wasser zu holen um dann zu sehen, dass die Treppe auch voller Farbklekse war... An meinen Schuhsohlen klebte noch etwas. Aber dann kam ich immer mehr in den Yoga-Move und strich entspannt mit Wahe Guru..... Das wäre vielleicht eine Marktlücke. Eine Yoga-Malerfirma. Die Maler singen die gewünschten Mantren und streichen so die Energie mit in den Raum. Mal etwas anderes als Zigarettenrauch und Radio mit gruseligen Schreckensnachrichten... Dafür lieber Räucherkerzen und Yogitee. Firmenname: Die Mantra-Maler. Heilenergie für Ihren Wohnraum.

Morgen gebe ich eine Probe-Kinderyogastunde im Kindergarten mit Vorschulkindern. Freue mich sehr, bin aber auch ein wenig aufgeregt, weil ich dort zum ersten Mal Yoga gebe.

Sat Nam 

Samstag, 9. April 2011

Renovieren auf Yoga-Art

Heute haben wir das Gästezimmer ausgeräumt und verwandeln es jetzt in einen Yogaraum, was günstig wird, weil keine Möbel notwendig sind. Morgen will ich die Wände frisch streichen und habe heute mit dem Abkleben der Ränder begonnen. Bei handwerklichen Arbeiten neige ich manchmal dazu, hektisch zu werden. Ich will es ganz schnell erledigen. Das passt nicht zu einem Yogaraum. Deshalb legte ich die ganze Zeit Mantra-Musik auf. Wahe - Guru von verschiedenen Interpreten ließ ich zwei Stunden lang laufen. Die Wirkung war spürbar. Ich klebte das Band Schritt für Schritt auf die Teppichleiste, ohne auf die Uhr zu schauen oder genervt um mich zu blicken ("Das alles muss noch gemacht werden!"). Durch die Musik war ich wie in Trance und tat einfach nur das, was gemacht werden musste. Wenn ich in die Hocke musste, dachte ich an die Yoga-Frösche, wenn ich mich nach oben strecken musste, an den Baum. Und zwischendurch sang ich immer wieder mit. 

Es tut gut, so entspannt zu arbeiten, es ist viel weniger anstrengend. Zwischendurch hielt ich inne. Als wir vor fünf Jahren eingezogen sind, hätte ich mit dem Kopf geschüttelt, wenn mir jemand gesagt hätte, ich würde hier mal Kinderyoga unterrichten. 

Mal sehen, wie morgen das Streichen läuft...

Sat Nam 

Freitag, 8. April 2011

Wechsel den Stoff

Als wir gestern bei Sant Subagh Kaur eine Kryia zum Stoffwechsel ausgeübt haben, sagte sie: "Stoffwechsel kannst Du auch umdrehen. Wechsel den Stoff. Im übertragenen Sinne: mach' es mal anders. Traue zum Beispiel Deinem ersten Eindruck, Deinem ersten Impuls und handle einfach danach." Und ich dachte, ja, mehr handeln, machen und sein, ohne die ganze Analysemaschine. Und das auch nach außen kommunizieren. Wenn mich jemand fragt, warum ich mich für y entschieden habe, kann ich einfach sagen: "Weil ich ein gutes Gefühl hatte." Und dann die Stille aushalten, vielleicht auch den irritierenden Blick oder sogar einen schnippischen Unterton: "Aha, Dein Gefühl? (Hä?)" Herrlich ist das in Gesprächen zwischen Frau und Mann. Oft redet und erklärt die Frau und der Mann hört zu (oder tut so). Plötzlich greift der Mann ein Argument auf und erklärt, das dies unlogisch sei. Die Frau ist wütend oder verunsichert oder beides. Vielleicht probiert sie es beim nächsten Mal anders, traut ihrem Gefühl, verstrickt sich nicht in endlosen Diskussionen und erklärt weniger, erzählt einfach klar und entspannt... Wechsel den Stoff!

Sat Nam

Donnerstag, 7. April 2011

Den Affen mit Yoga zähmen

Heute hatten wir in der Yogastunde bei Sant Subagh Kaur das Thema erster Impuls und der Weg zur Handlung. Besonders wir Frauen neigen dazu dem ersten Impuls nicht zu trauen, sondern zu hinterfragen und analysieren bis wir irgendwann gar nicht mehr handeln können ohne uns schlecht zu fühlen, weil es die perfekte Lösung nicht gibt. Dazu hat sie eine Kopie aus dem Yogabuch für die zweite Ausbildungsstufe gegeben. Darin gab es einen tollen Vergleich mit dem Affen im Auto. Ich sitze am Lenkrad und will einfach nur fahren, aber der Affe tobt durchs Auto und lenkt mich ab. Wie die Gedanken, die einem in manchen Phasen ständig durch den Kopf gehen und einen lähmen. Wenn ich zu sehr auf die Rattermaschine achte, sprich mich in den Bann des Affen ziehen lasse, baue ich irgendwann einen Unfall. Ich konzentriere mich nicht auf das Hier und Jetzt, also auf die Straße, die vor mir liegt, sondern auf den zappeligen Affen. 

Wie schnalle ich den Affen fest an? Durch Yoga und Meditation lerne ich die innere Ruhe und Konzentration kennen. Wenn ich es regelmäßig mache, kann ich es immer besser in den Alltag integrieren. Nun muss ich mich nicht ständig auf das Yogakissen setzen und meditieren, wenn der Affe tanzen will. Einfach ein Mantra summen oder in den CD-Player (des Autos) legen kann auch schnell helfen. Es gelingt mir natürlich nicht immer, aber es ist gut zu wissen, das es eine Alternative zum Affentheater gibt.

Sat Nam 

Mittwoch, 6. April 2011

Kinderyogakurs ist ausgebucht!

Unglaublich, aber wahr. Es sind heute noch zwei Anmeldungen gekommen. Damit habe ich jetzt 10 Kinder, die zu dem Osterferienyogakurs kommen, und ich bin zuversichtlich, dass der regelmäßige Freitagskurs auch stattfindet. 

Jetzt meldet sich natürlich wieder die andere Seite: Klappt das auch mit den Kindern? Ist die Altersstruktur die richtige Mischung? Ist der Raum auch groß genug für 10 Kinder? .........brrrrrrrrrrrrr 

Es ist egal, wie gut oder nicht gut die Lage ist, das innere hidden self meldet sich immer und hat Spaß daran Endlosschleifen im Kopf zu legen. Stop! 

Ich muss ins Bett.

Sat Nam
 

Dienstag, 5. April 2011

Hurra! Mein erster Kinderyogakurs ist fast ausgebucht.

Ich kann es kaum glauben, aber es ist wahr. Heute kamen noch 4 (!) Anmeldungen auf einmal dazu. Es sind jetzt 8 fest angemeldete und zwei Mütter wollen noch ihre Kinder fragen. Bei 10 Kinder ist meine räumliche Grenze. Damit findet der Osterferienkurs statt. Und das Interesse für einen festen 10maligen Kurs bis zu den Sommerferien ist auch schon vorhanden.

Ein Stein fällt mir vom Herzen. Ich habe bisher in meinem Leben beruflichen Erfolg und Mißerfolg kennengelernt, deshalb bin ich dankbar, dass ich als Kinderyogalehrerin "arbeiten" darf.

Jetzt genieße ich den Frieden in mir.

Sat Nam 

Montag, 4. April 2011

Mutig sein

Ich habe mich heute getraut und bin zur Direktorin in die Grundschule (in die meine Große geht). Dass ich gerne eine kostenlose Kinderyogaprobestunde geben würde, um mich in Eichenau als frisch gebackene Kinderyogalehrerin (seit den Praxisstunden in der Montessori-Schule fühle ich mich jedenfalls so) zu etablieren, erzählte ich ihr. Sie war sehr nett, war dem Kinderyoga sehr aufgeschlossen gegenüber, muss aber noch in der Gemeinde nachfragen, wie es rechtlich ist. Vor dem Gespräch hatte ich viel Widerstände in mir. Das wird sowieso nichts. Die findet das bestimmt total blöd, wahrscheinlich lacht sie darüber... etc. Es war ein Wahnsinn, was mir da alles durch den Kopf spukte. Mein innerer Miesepeter hatte sogar den Drang plötzlich ganz dringend einkaufen gehen zu müssen, das wäre viel wichtiger im Moment. Auch das Badezimmer müsste umgehend geputzt werden... Doch ich blieb bei meinem Ziel. Danach war das Gefühl umso schöner. Ich hatte es getan und es war gar nicht schlimm. Der Zahnarzt hat gar nicht gebohrt. 

Die letzten Ausbildungsmonate habe ich an meinem Innersten gearbeitet, dann ging ich das erste Mal nach außen durch das Praktikum und jetzt gehe ich mutig weiter. Stelle mich selbst und das Kinderyoga vor. Eine ganz andere Phase ist das. Abenteuerlust und Selbstzweifel kämpfen miteinander. Yogaübungen, meditieren und Gitarre spielen helfen mir sehr um diese Spannung auszuhalten.

Sat Nam

Sonntag, 3. April 2011

Die Kerze

Gestern Abend habe ich einem Naturwissenschaftler zugehört, der mir die schlimmst möglichen Fälle im AKW in Japan erklärt hat. Das Ergebnis war, dass er mich mit seinen Schilderungen beruhigen konnte. Es kann nicht in die Luft fliegen und für weltweite Radioaktivität sorgen. Egal, was passiert, es bleibt ein grausames, aber lokales Problem. Ich finde es gut, dass durch diese Katastrophe wieder eine grundlegende Diskussion über Kernkraft und "sichere" AKW's angestoßen wurde, aber es gibt keinen Grund zur Panik. 

Dabei ist mir klar geworden, dass meine derzeitige Ängste auch nur lokale Teile meines Lebens betreffen. Es geht nicht darum sie zu ignorieren, es geht darum, sich nicht von ihnen überschwemmen zu lassen. Ob mein Yogakurs stattfindet oder nicht, bedroht nicht mein Leben. Wo mein Mann zukünftig einen Job findet, wird nicht mein ganzes Leben beeinflussen. 

Yoga hilft mir, immer wieder in die Mitte zu kommen. In Kontakt zu bleiben mit dem, was in mir und unabhängig von äußeren Umständen ist. Vielleicht geht es im Leben immer wieder darum, die Kerze in uns finden, die immer brennt.


Sat Nam

Samstag, 2. April 2011

120 Tage Kryia und Meditationen

Ich habe es geschafft! 120 Tage täglich die Kryia "Die grüne Energie" und die Meditationen "Hari Gobinde" und "um mit den Kindern Schritt zu halten". Es war relativ leicht, weil die Übungen Spaß gemacht haben und nicht zu schwer waren. 

Durch die grüne Energie habe ich ein Gefühl für das Vertrauen ins Univesum bekommen. Die ersten Teile der Reihe sind für die unteren Chakren und die anderen sind Herz öffnend. Es war nicht immer leicht für meine Familie, weil auch 2 Minuten Body Drops (Beine lang, mit den Fäusten vom Boden abstützen und den Popo mit den Beinen hochstemmen) dabei waren. Immer wenn ich wieder auf meiner Matte landete gab ein kleines Rumpeln auf dem Boden. Und es war auch drei Minuten auf der Stelle laufen dabei, was auch nicht gerade leise ist. Aber sie haben sich nie wirklich beschwert. Seit der Übungsreihe achte ich mehr auf Lebensmittel, die grün sind und baue sie bewusster in mein Essen mit ein.

Durch die "Hari Gobinde", die von alten Ballast befreit, habe ich gelernt, der Vergangenheit weniger Bedeutung zu geben. Bei der Meditation endet jede Strophe mit dem Heben der Hände nach oben und nach hinten, geradeso als würde ich etwas nachhinten abwerfen. Das hat sich in mir verankert und ich spüre schneller, wenn ich mich in Grübeleien über Vergangenes verliere und denke an das Mantra und an die Handbewegung. Motto: Hey, lass es los, es ist vorbei. Ohne dabei kaltherzig zu werden, sondern als Wegweiser für die Konzentration auf den Augenblick.


Die Meditation "um mit den Kindern Schritt zu halten" ist phänomenal. In der einfachen aufrechten Sitzhaltung beuge ich den Kopf nach vorne und halte an jeder Hand die Daumen mit den Zeigefingern zusammen. Beim Einatmen dachte ich Sa Ta, beim Ausatmen Na Ma. Auch wenn es nicht immer einfach war, mich 11 Minuten darauf zu konzentrieren, spüre ich trotzdem täglich den Erfolg. Ich kann mich viel besser in meine und andere Kinder hineinversetzen. Wenn ein Kind vor mir steht und wütend oder traurig ist, senke ich meinen Kopf genau wie in der Meditation, zusätzlich gehe ich oft in die Hocke, um mich mit dem Kind auf Augenhöhe zu treffen. Und dann geht es oft sehr leicht. Es ist, als würde eine Antenne auf meinem Kopf sein und durch das Runterbeugen berühre ich die Antenne von dem Kind auf seinem Kopf und wir verstehen uns besser. Es ist die bisher wirkungsvollste Meditation die ich für das Kinderyoga kennengelernt habe.


Yoga macht mein Leben definitv einfacher und leichter.

Sat Nam

 

Freitag, 1. April 2011

Chattara Chakara

Als ich gestern meinen Praktikumsbericht schrieb, stieß ich auf die Frage, ob es Situationen gab, wo ich Angst hatte. Es war die Situation kurz vor dem Unterricht, wo die Sportlehrerin die Kinder fragte, wer Lust auf Yoga hat. Obwohl ich fünfmal die Erfahrung machte, dass sich mehr als 10 Kinder gemeldet haben, hatte ich jedesmal Angst, dass sich niemand melden würde. Genauso geht es mir jetzt mit meinem geplanten Yogaferienkurs (Werden sich genügend anmelden?), der beruflichen weiterhin unsicheren Situation meines Mannes und dem AKW in Japan. Auch wenn die Ängste unterschiedlich stark ausgeprägt sind, so sind sie da. 

Zufällig fiel mir ein Zettel aus meiner Yogatasche in die Hände. Es stand ein Lied von der vorletzten Yogastunde bei Sant Subagh Kaur darauf. Wir hatten uns dazu "warm" getanzt und mir gefiel es sehr. Ich fand es auf mantra-download.de und lud es auf meinen PC. Ich drehte das Lied (Mantra "Chattara Chakara" von Satkirin Kaur) laut auf, tanzte dazu und fühlte mich viel besser. Ich hörte es den ganzen Tag nebenbei. Gerade eben schaute ich nach, was denn das Mantra bedeutet: ".... sehr wirksam gegen Furcht..." Manchmal ist es gespenstisch wie gut die Intuition funktioniert....

Sat Nam

Donnerstag, 31. März 2011

Zweifel und Vertrauen

Nach meiner letzten Kinderyogastunde im Praktikum habe ich den Kindern Flyer mitgegeben, wo ich einen Kurs für drei Mal in den Osterferien anbiete in der Hoffnung, dass sich daraus ein wöchentlicher längerer Kurs entwickelt. Jetzt spüre ich große Unsicherheiten. Werden sich genügend anmelden? Wenn nicht, wie gehe ich dann weiter vor? Was kann ich jetzt noch tun? Mache ich es richtig? Ich kann nur werben und abwarten. Voller Vertrauen hoffen und die Dinge so annehmen, wie sie kommen. Das gelingt mir zeitweise. Dann bin ich aber auch wieder niedergeschlagen und denke, das wird sowieso nichts, um dann im nächsten Moment zu denken: Na klar wird das funktionieren. Kinderyoga ist durch und durch gut für die Welt und ich weiß, dass ich ein Teil dazu beitragen kann. Ich befinde mich auf der Achterbahn der Gefühle. Rauf und runter, rauf und runter.... Hoffe, ich pendle mich langsam in der Mitte ein.

Sat Nam