Freitag, 31. Dezember 2010

Jahreswechsel

Nur noch einige Stunden Zeit, das alte Jahr loszulassen. Vielleicht noch einmal dafür die Hari Gobinde - Meditation. Und zum Begrüßen des neuen Jahres hat Dayajot mir die Siri Akaal - Meditation mit der kräftigen Marschmusik vorgeschlagen. Die macht Sinn, schließlich endet am 11.11.2011 die Übergangsphase zum Wassermannzeitalter, die mit dieser Musik begleitet wird. 

Ich weiß manchmal nicht, was ich von diesen Zahlenspielen halten soll. Es klingt mystisch und interessant. Dann aber wieder auch abstoßend. Besonders wenn mir jemand erzählt, nur er wüßte, was die Zahlen bedeuten und könne Dir Dein Schicksal vorhersagen. Das erinnert mich an die männliche Puppe im Trenchcoat von der Sesamstrasse, die mir eine Zahl verkaufen will. "Psssst! Willst Du eine 5 kaufen?"

Bei Sant Subagh habe ich an dem Yogakurs "Die 10 Körper" teilgenommen. Es hat viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Zum Schluß haben wir mit den Zahlen dieser Körper gespielt und wir waren fasziniert wie gut das alles stimmte. Deshalb in dieser lockeren Haltung auf der Basis der 10 Körper ein paar Möglichkeiten das Jahr 2011 zu interpretieren:

Darin steckt die 11. Diese Zahl ist eine Ausnahme. Es stehen einem alle Möglichkeiten zur Verfügung. Alle Qualitäten der 10 Körper sind da. Es bedeutet aber auch die Möglichkeiten wahrzunehmen und manchmal sich dem Beugen müssen, was der göttliche Plan vorgesehen hat.

Die Quersumme von 2011 ist die 4.
Der vierte Körper ist der neutrale Geist. Und steht nicht für neutral = ohne Gefühle, sondern im Gegenteil für Mitgefühl und Demut. Wenn Dein vierter Körper ausgeglichen ist, hälst Du kurz inne (9 Sekunden) und findest dann die Orientierung. Du lässt Dich nicht in einen Streit verwickeln oder provozieren. Du bleibst im Mitgefühl und fühlst, was sich wirklich hinter allem verbirgt. Eine Meditation dafür ist: Einfache Sitzhaltung, rechte Hand liegt auf der linken, Augen schließen und im Geiste mit Konzentration auf das Stirnzentrum "Wahe guru" denken. Am Besten mit Hingabe der einzelnen Silben zu "Wha-hay gu-roo". Bedeutung: Grenzenlosigkeit und Identität aus dem Dunkel ins Licht.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Sat Nam   

Donnerstag, 30. Dezember 2010

PMS: Yoga kann helfen

Heute habe ich in einer Zeitschrift eine wirkungsvolle Übung gegen PMS, also Beschwerden vor der Menstruation gefunden:

Ausgangsposition ist die Babypose (im Fersensitz den Oberkörper nach vorne Beugen, Stirn auf den Boden, Arme nach hinten), dann ein Bein nach hinten austrecken. Tief ein- und ausatmen. Nach 1,5 bis 3 Minuten das Bein wechseln und wieder für 1,5 bis 3 min tief ein- und ausatmen. Es dehnt wunderbar den unteren Rücken und sorgt für gute Durchblutung.

Danach noch eine Weile wie eine Ente durch den Raum watscheln. In der Hocke einen Fuß vor den anderen setzen. Das sorgt für gute Laune.

Sat Nam

P.S.: Wer die ganze Yogareihe zu diesem Thema haben möchte, bitte Bescheid geben, dann maile ich sie gerne zu.



Mittwoch, 29. Dezember 2010

Fanatismus vs. Individualität

Heute habe ich mich mit einer Freundin über die Bedeutung von Bäumen unterhalten. Sie hatte gelesen, dass Birkenbäume Glück für die Ehe bedeuten. In all Ihren letzten Wohnungen mit ihrem Mann hatte sie "zufällig" immer Birkenbäume um sich herum. Nur jetzt im neuen Heim stehen harte Walnussbäume in der Nachbarschaft. Sie sind also nicht absägbar. Oder sie muss bei ihren neuen Nachbarn klingeln und sagen: "Entschuldigen Sie, könnten Sie bitte ihre Walnussbäume fällen? Ich möchte meine Ehe nicht in Gefahr bringen..." Das wäre der Beginn einer sehr guten Nachbarschaft.... Natürlich wird sie das nicht tun. Sie pflanzt in ihrem Garten einfach einen schönen Birkenbaum und geht sicherheitshalber einmal mehr mit ihrem Mann in ein romantisches Restaurant... ;-)

Es gibt überall Ideen, die vielleicht sogar stimmen, aber die Realität ist die Realität. Und bei all den gut gemeinten Hinweisen und Ratschlägen ist es immer wichtig den eigenen Weg zu gehen. Auch im Yoga gibt es zahlreiche Vorstellungen, wie ein gesundes und glückliches Leben leichter möglich wäre. Kein Alkohol, kein Nikotin, kein Fleisch sind nicht überraschend. Aber niemals die Haare schneiden oder niemals Körperhaare entfernen sind schon eine andere Nummer. Oder viel Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln essen sind auch gewöhnungsbedürftig. Auch beim kalten Duschen am frühen Morgen fühlt sich nicht jeder wohl. Es ist gut, die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen, und manchmal findet man heraus, dass einem neue Dinge viel besser gefallen als die Alten. Nur darf es kein Zwang werden, dem man sich verkrampft unterwirft. Und Toleranz gegenüber denen, die sich einfach besser mit ihren Regeln fühlen, ist ebenso wichtig. 


Sat Nam

   

Dienstag, 28. Dezember 2010

Glaube - Engel - Kinder

Meine Große bekommt langsam Zweifel mit dem Weihnachtsmann und dem Christkind. Es verunsichert sie und macht sie ein bisschen traurig. Dafür glaubt sie nun aber umso mehr an Engel. Schon vor einigen Wochen hat sie den Engeln einen Brief geschrieben und ich habe (im Auftrag der Engel) geantwortet. Nach den Weihnachtszweifeln hat sie nun wieder einen Brief an die Engel geschrieben. Jetzt habe ich den Salat. Wie lange soll das weitergehen. Beim ersten Brief habe ich mich noch ganz gut gefühlt. Aber jetzt passt es nicht mehr. Heute habe ich während der Meditation nach einer Antwort gesucht, was ich tun kann. Ganz klar hörte ich: "Sag' die Wahrheit!" Ich war erschrocken und zweifelte an dieser Eingebung. Wie soll ich das machen? Soll ich ihr einfach sagen: "Ach, übrigens, der Brief neulich war gar nicht von den Engeln sondern von mir. Lustig, gell?" Natürlich nicht. 

Heute ergab sich eine ruhige Zeit, wo wir zusammen auf dem Sofa ein Buch gelesen haben. Ich erklärte ihr, dass sie mit Engeln auch anders in Kontakt kommen kann als mit Briefe schreiben. Es ist ganz leicht. Sie kann alle Fragen der Welt stellen und braucht nur in sich hinein horchen. Dann kommen die Antworten. Ich erzählte ihr von der Meditation, die wir in Linden gemacht haben zu dem Thema Engel. Und das sie in einer anderen Welt leben, zu der wir am Leichtesten mit Meditation oder Träumen Zugang haben. Sie hörte mir fasziniert zu und wechselte dann das Thema. 

Mal sehen, wie sie das verarbeitet. 

Sat Nam

Montag, 27. Dezember 2010

Ra Ma Da Sa - Heil Mantra

Gestern hatte meine Große Halsweh. Die Lymphen waren angeschwollen und sie sah blass aus und fühlte sich schlapp. Vor einer Woche hatte sie das schon einmal und ging zwei Tage nicht in die Schule. Ich dachte: Schon wieder! Damals gab ich ihr Belladonna-Globuli. Diesmal wollte ich sie anders unterstützen und dachte an die Sat Nam Rasayn - Meditiation mit Nirankar in Linden. 

Sie legte ihren Kopf auf meine Hände in meinen Schoß und ich sang laut "Ra Ma Da Sa - Sa Se Sohong". Ich schloß die Augen, konzentrierte mich auf den Geschmack in meinem Mund, auf meinen inneren Klang und mein Körpergespür. Mein Kopf war leicht gesenkt, so dass ich gleichzeitig in die Kopfhaltung aus der Meditation "um mit Kindern Schritt zu halten" kam. Schon nach kurzer Zeit meldete sich klar und deutlich eine innere Stimme: "Sie ist nicht krank. Sie braucht nur Vitamin C." Ich war ein wenig erschrocken über diese Deutlichkeit und gleichzeitig froh. Heute ging es ihr schon viel besser und sie bekam zum Frühstücksbrot einen Apfel....

Sat Nam

Sonntag, 26. Dezember 2010

Übertragung auf Kinder

Heute hatten wir einen schönen Weihnachtstag bei Freunden. Wir waren rodeln, übergaben kleine Geschenke, aßen italienische Nudeln und sehr leckere selbst gebackenen Plätzchen. Insgesamt waren es drei Kinder und ein Baby. Die Kinder spielten drei Stunden lang in absoluter Harmonie. Wir vier Erwachsenen saßen bei den Keksen, genoßen die Ruhe und wunderten uns über diesen langen Zeitraum. Wir überlegten, analysierten ein wenig und kamen zum Ergebnis: Wir hatten selbst schon zwei Tage frei gehabt und haben noch fast zwei Wochen Urlaub vor uns. Keine Verpflichtungen, kein Blick auf die Uhr, einfach nur entspannt in den Tag hinein leben. Ohne große Gedanken, Pläne und Sorgen. Kein Wunder, dass sich diese Gelassenheit auch auf unsere Kinder übertrug...

Dieser Zustand ähnelt dem nach einer Yogastunde sehr. Schön, dass es etwas gibt, wo wir auch zu anderen Zeiten und Tagen "Weihnachtsgefühle" haben können...

Sat Nam
 

Samstag, 25. Dezember 2010

Feiertage verdauen mit Yoga

Essen, Essen, Essen und ... Verdauen...

Hier als Erinnerung eine kleine Übung, damit es leichter ist:

Der "yogische Verdauungsschnaps":

In der Rückenlage (das ist schon mal gut), Knie zur Brust ziehen und mit den Händen unterhalb der Knie die Beine umschlingen (ungewohnt, aber möglich). Nun die Nase zwischen die Knie (oder so dicht wie möglich) bringen. Tief ein und ausatmen oder noch besser Feueratem. Es ist anstrengend, aber sehr wirksam. Eine Minute lang ist gut, drei Minuten sind noch besser. Zum Schluß tief ein- und ausatmen. LANGSAM den Kopf wieder senken.


Hinweis: Bei Blähungen am besten die Übung alleine machen und danach kräftig lüften.... ;-)


Sat Nam

 

Freitag, 24. Dezember 2010

Heiligabend

Ich wünsche Euch allen einen schönen und besinnlichen heiligen Abend.

Am 27. November hatte Rai Kaur in Linden diesen Text nach dem Sadhana als Inspiration für den Tag vorgelesen, der uns alle berührt hat. An tiefe Gefühle zu gehen, passt besonders zu dem heutigen Tag.

"Liebet und vertrauet einander, denn Liebe und Vertrauen in einer Seele ermöglichen es ihr, zu blühen und sich zu entwickeln, damit sie Verantwortung auf sich nehmen und an Stärke und Größe zunehmen kann. Du kannst von einem Kind nicht verlangen, dass es erwachsen wird, wenn du alles für es machst. Es muss lernen, für sich selbst zu denken, seine eigene Entscheidungen zu treffen und sich nicht darauf zu verlassen, dass seine Eltern ihm alles Denken abnehmen. Es ist nicht leicht, zuzusehen, wie geliebte Menschen die falsche Entscheidung treffen, und dennoch muss dies zuzeiten geschehen, damit sie bestimmte Lektionen lernen können. Lektionen können auf einfache Art gelernt werden; wenn sie jedoch auf eine schwere Art gelernt wurden, vergisst man sie nie wieder. Sei also nie übermäßig beschützend; lerne, die Seelen, die sich in deiner Fürsorge befinden, freizugeben, wer und wie alt sie auch sind. Lass sie lernen, ihre Verantwortung selbst zu übernehmen und, was wichtiger ist, Freude daran zu haben, und helft einander zu wachsen."

Sat Nam

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Geschafft

Gerade haben wir Ralf vom Flughafen abgeholt. Kurz nachdem er zu Hause ist, spüre ich dieses Durchatmen. Ein Teil der Verantwortung für die Kinder kann ich nun auf seine Schultern verteilen... Wie der Moment nach einer Übungsreihe, wo ich mich auf die Matte sinken lasse und in die Tiefenentspannung gleite...

Sat Nam

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Es geht doch!

Heute habe ich es einfach mal anders probiert. Nachdem ich gestern geschrieben hatte, dass Yoga gegen Weihnachtstrubel nicht ausrichten kann, meldete sich eine innere Stimme und meinte: "Meinst Du wirklich?" Sie säte Zweifel in meine Überzeugung und wir schlossen einen Deal. Ich soll es doch wenigstens mal für einen Vormittag versuchen. Gestern Abend schwirrte es in meinem Kopf als ich daran dachte, was ich heute bis 12.00 Uhr alles erledigen will. Adresse herausfinden, Paket zur Post, Einkaufen bei Aldi und beim Biomarkt, Sauna und Weihnachtskarte nach Gröbenzell bringen. Wie soll das bitte von 8.30 bis 12.00 zu machen sein? Egal. Ich werde es mit Yogaeinstellung probieren:

Ich stand um 5.00 Uhr auf, duschte kalt und machte mein Yogaset "Grüne Energie". Immer wenn der Gedanke auftauchte "Mist, das schaffe ich niemals heute alles", dachte ich: "Jetzt nicht, jetzt mache ich Yoga." oder "Ich habe einen Deal. Yoga. Im Jetzt sein." oder einfach nur "Sat Nam". Natürlich gelang es mir nicht immer, aber ich bekam irgendwann immer die Kurve und verhinderte das Reinsteigen in die totale Panik. Als ich die Kleine im Kindergarten hatte, ging ich zurück und hatte 10 Minuten lang nichts anderes zu tun als meinen Körper nach Hause zu bewegen. Eine gute Gelegenheit für meinen Verstand die Hektikkurbel anzuschmeißen. Erst bemerkte ich es gar nicht, ich ging einfach nur schneller, verkrampfter und mit leicht angezogenen Schultern. Stop! Ich besann mich, atmete tief durch und ging ganz bewußt langsamer. Ich dachte: "Jetzt gehe ich nur nach Hause. Nur nach Hause. Nur nach Hause." Zu Hause ging es wieder los. "Laß das mit der Sauna, das kostet nur unnötig Zeit, Du schaffst die anderen Dinge sonst nicht." Stop! Nein. Mir tut das gut und das ist wichtig! Wenn es mir gut geht, bin ich entspannter, gelassener und habe mehr Frieden mit meinen Kindern und meiner Umwelt. Es ist für alle gut, wenn ich etwas für mich tue....

In dieser Art verlief der ganze Vormittag. Ich schaffte tatsächlich alles und bis auf einige kurze Panikattacken war ich relativ gelassen. Sonst hätte ich es auch nicht geschafft.... 

Ich korrigiere: Weihnachtstrubel ist mit Yoga leichter zu bewältigen. Es ist einfach nur ungewohnt.

Sat Nam

Dienstag, 21. Dezember 2010

Weihnachtshektik

Weihnachtskarten, Geschenke einpacken, schöne Lebensmittel einkaufen, an alles denken wollen, nichts vergessen wollen, pünktlich sein, ..... Ich versuche es jedes Jahr wieder: früher Geschenke einkaufen, früher Essen und Trinken besorgen, früher die Karten schreiben, früher ...... Doch dann schüttelt irgendjemand an dem Adventskalender und lässt ein Dutzend Tage einfach durchrauschen.... Ich weiß nicht warum, aber der 24. Dezember kommt immer viel zu früh... 

Yoga kann sehr viel, aber den Weihnachtstrubel kann es auch nicht aufhalten...


Sat Nam 

Montag, 20. Dezember 2010

Hari Gobinde - Wirkung

Seitdem ich die Hari Gobinde - Meditation (Alte Lasten hinter sich lassen) mache, fühle ich mich tatsächlich leichter, aber ich träume auch anders. Von einer viele Jahre zurückliegenden Beziehung tauchen Bilder auf. Letzte Nacht habe ich wieder davon geträumt, doch diesmal veränderte sich der Traum. Ich bekomme mehr Distanz und es schleicht sich mehr Frieden und Mitgefühl ein. Soweit bin ich in all den Jahren vorher, wo ich ab und zu davon träumte und verwirrt und verzweifelt aufgewacht bin, noch nie gekommen. Mein Unterbewußtes scheint sich tatsächlich durch die Meditation positiv zu verändern und mehr loszulassen. 

Einfach Wahnsinn wie effektiv und leicht das wirken kann....

Sat Nam

Sonntag, 19. Dezember 2010

Yoga auf dem Weihnachtsmarkt

Heute habe ich mit meinen Kindern den klassischen Supergau auf dem Weihnachtsmarkt erlebt. Wir sind gemeinsam mit meiner Mutter hingefahren. Mit guter Laune und Freude auf strahlende Beleuchtung, schöne Buden und leckeren Glühwein. Anfangs lief es auch noch gut. Die Kleine fuhr grinsend mit dem Karussel und die Große aß genußvoll gebrannte Mandeln. Dann schlenderten wir an den Buden vorbei und tranken Punsch. Wir gingen weiter und die Große fing an zu meckern und nörgeln, weil wir ihr einen bestimmten teuren und "hässlichen" Engel nicht kaufen wollten. "Wenn Ihr den blöd findet, dann finde ich den den ich zu Hause eben blöd." Alle anderen Dinge in den Verkaufsständen waren natürlich nun auch superdoof. Es dauerte nicht lange, da ließ sich die Kleine anstecken und weigerte sich auch nur einen weiteren Schritt zu machen. Sie kann nicht mehr und muss sofort getragen werden. Sie brüllte und machte sich steif. Die Große stand daneben und meckerte dazu: "Die Apfelschorle trink' ich nicht mehr, da hat die reingespuckt!" Ich fühlte mich hilflos. Morgen fährt meine Mutter doch schon wieder nach Hause, es sollte doch ein schöner Abschluss werden heute. Wut stieg in mir hoch. Für einen kurzen Moment dachte ich, so jetzt brülle ich am Besten los und schrei die beiden in Grund und Boden. Doch ich hielt inne, atmete tief durch und dachte an das geöffnete Herz in den Meditationen. Ich versuchte mich nur auf mein Fühlen zu konzentrieren. Hilflosigkeit, Ohnmacht und dann stieg die Traurigkeit hoch. Ja, es tut weh, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Es tut weh, wenn die eigenen Kindern zu Brüll-Löwen und Meckerschafen mutieren. Doch als mir dieser Schmerz bewußt wurde, wurde das beklemmende Gefühl in der Brust weniger. Ich konnte tiefer atmen und handelte einfach. Es war kalt, wir waren schon eine Weile da und es war Abendbrotzeit. Ich nahm die Kleine auf den Arm und wir gingen zum Auto zurück und fuhren nach Hause. Nach Aufwärmen und warmen Essen waren die Kinder wieder richtig zufrieden und ließen sich ganz leicht ins Bett bringen.... Es geht nicht immer so, ich schaffe es nicht immer so ruhig zu bleiben, aber es geht manchmal auch anders...

Sat Nam   

Samstag, 18. Dezember 2010

besondere Momente

Dayajot und ich haben Euch sehr vermisst beim Sadhana heute Morgen. Das Schöne war den Unterschied zu spüren. In Linden hatte das Sadhana eine ganz andere Intensität und Tiefe. Dieses Wissen steigert die Vorfreude auf das nächste Ausbildungswochenende im Januar.

Wir haben heute gemeinsam mit meiner Mutter schon den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Die Kleine hat dazu Oh-Tannebaum gesungen und uns wurde ganz warm ums Herz.... Familienverbundenheit ist auch etwas ganz besonderes.

Sat Nam

 

 

Freitag, 17. Dezember 2010

Unendlichkeit

In der Kryia zur grünen Energie gibt es mehrere Übungen die sich dem Thema "Unendlichkeit" widmen. Ich gebe zu, dass ich damit manchmal auf Kriegsfuß stehe. Mir schießen Gedanken durch den Kopf: Was macht denn das Leben für ein Sinn, wenn es eh alles wieder kommt. Ich will nicht noch einmal geboren werden. Vielleicht werde ich dann in einem Slum-Viertel in Rio de Janeiro aufwachsen und man wird mir mit sechs Jahren eine Niere rausschneiden und die meistbietend verhöckern.... Doch dann gibt es auch Momente, wo ich bei dem Wort "Unendlichkeit" tröstende Gefühle habe. Oh wie schön, dann habe ich ja unendlich viel Zeit zu begreifen und zu lernen. Und manchmal fühle ich sehr viel Liebe darin. Eben gerade sagte mir meine große Tochter: "Weißt Du eigentlich, Mama, dass Du immer meine Mama bleibst, auch wenn Du tot bist oder wenn ich tot bin. Und dass meine Schwester auch immer meine Schwester ist, auch wenn sie oder ich tot bin?!" Ich war sprachlos. Manchmal frage ich mich, ob sie sich vielleicht heimlich nachts in einen Ashram nach Indien beamt und sechs Stunden am Stück meditiert und mir dann solche Sätze ins Herz streut. Auf jeden Fall komme ich durch sie der Unendlichkeit ein Stück näher...

Sat Nam

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Kritisch

Mein Große wird langsam kritisch, was den Weihnachtsmann bzw. das Christkind angeht. Ein Mitschüler hat ihr erzählt, dass die Eltern in Wirklichkeit den Wunschzettel klauen und dann alles selbst kaufen... Ich habe geschwiegen und abgewartet. Gott sei Dank warf die Kleine den Kakaobecher um und es gab wichtigere Themen. Aber ich weiß, dass ich vorsichtig sein muss, was ich ihr erzähle. Das wird in kommenden Kinderyogastunden vielleicht auch einmal zur Sprache kommen. Einfach nur Lügen geht auch nicht. Sonst endet meine Tochter noch wie Sandra:

Fragt Sandra ihre Mutter: Du Mutti, stimmt es dass mich der Storch gebracht hat?

Antwortet die Mutter: Ja freilich!

Und stimmt es, dass auch dich der Storch gebracht hat?

Klar hat auch mich der Storch gebracht!

Und die Oma auch? fragt Sandra.

Natürlich die Oma auch, antwortet die Mutter !

Dann beginnt Sandra mit einem Aufsatz und schreibt:
In unserer Familie hat es seid drei Generationen keine normale Geburt gegeben!




Sat Nam

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Christmas Blues

Gerade eben hatte ich wieder einen sehr schönen Abend mit Freundinnen und mir wurde es ganz schwer ums Herz als wir uns verabschiedeten. Wir hatten darüber geredet, dass es sein könnte, dass wir nächstes Jahr wegziehen und sie hatten gefragt, wohin ich denn am liebsten gehen würde. Ich hatte geantwortet, am liebsten nach Lüneburg, was auch stimmt, was unser Herzenswunsch wäre. Gleichzeitig spüre ich in dem Falle auch den möglichen Verlust. Solche Abende in diesem Kreise wären dann viel seltener. 

Dafür sind unsichere Zeiten sehr gut. Sie machen leichter bewußt, wie wertvoll Freundschaften sind. Gerade jetzt mit der Hari Gobinde - Meditation, wo es darum geht Altlasten loszulassen, geht es eben auch darum, was wichtig ist und was man immer Gutes mitnimmt. Und wie sehr Verbindungen da sind, auch wenn Ort und Zeit weiter weg sind. Und dann ist bald Weihnachten, und es schneit, und Ralf kommt erst nächste Woche nach Hause, und meine Mutter kommt morgen und wir schmücken gemeinsam den Tannenbaum, und die Baumkugeln glitzern und die Kinderaugen leuchten und es duftet nach Tannengrün und nach Plätzchen aus dem Ofen und Diana Krall singt den Christmas Song und....

... ich muss jetzt dringend ins Bett.


Sat Nam

 

Dienstag, 14. Dezember 2010

Schneezauber

Die weiße Winterlandschaft erinnert mich sehr an Linden. Als wir an dem Yogawochenende dort waren und der erste Schnee fiel. Unser erstes langes Wochenende mit Übernachtung und dann Pulverschnee mit Sonne. Das Gefühl in der Gruppe ist richtig gut. Ich muss auch an die Schneeballschlacht denken. Damit ist für mich der Schnee dieses Jahr ein anderer, verbunden mit Euch. 

Ich hoffe, dass viele Zeit für diesen Samstag zum Vorweihnachtssadhana in Gröbenzell finden. Eine gute Gelegenheit sich wiederzusehen.

Sat Nam

 

Montag, 13. Dezember 2010

Das Ungewissen ertragen

Im Moment wissen wir aufgrund der unsicheren beruflichen Situation meines Mannes überhaupt nicht, wo wir nächstes Jahr wohnen werden. Ob wir umziehen und wohin es geht steht absolut in den Sternen. Natürlich gibt es einen Herzenswunsch wohin wir gerne gehen würden, aber bisher gibt es keine konkreten Anzeichen in diese Richtung. Mein Ego will die Kontrolle, will wissen, was passieren wird. Aber es kann machen, was es will, es gibt keine Antwort und es gibt auch nichts zu tun. Einerseits kostet es Kraft diese Ungewißheit zu ertragen, nichts planen zu können. Andererseits stecken wir schon seit einem Jahr in diesem Zustand und ich merke, dass ich immer besser damit umgehen kann. Mein tägliches Yoga hilft mir sehr dabei. Es erinnert mich immer wieder an die Leere, die zwar bedrohlich und ängstlich wirken kann, aber auch etwas sehr liebevolles hat. Es flüstert mir zu: Lass einfach los, lass Dich treiben. Es ist alles gut und es wird alles gut.

Elizabeth Gilbert beschreibt in ihrem Buch einen wunderbaren Traum: Sie ist am Strand. Die Wellen kommen und gehen wie sie wollen. Ein Yogi schaut sie an und bittet sie, sie solle das doch aufhalten. Sie versucht Skizzen für einen Staudamm zu zeichnen, doch das Wasser ist immer stärker und spült ihre Pläne immer wieder weg. Irgendwann gibt sie verzweifelt auf und der Yogi lacht: "Wie um alles in der Welt willst Du das kontrollieren?"


Sat Nam
 

Sonntag, 12. Dezember 2010

Altes Loslassen

Gestern bekam ich auch die tolle E-mail von Isabella Pargat Kaur mit der schönen Powerpoint-Präsentation zum Thema Loslassen. Erst später ist mir klar geworden, dass es ja wunderbar zu unserer Hausaufgabe (Altes Belastendes hinter sich lassen, Hari Gobinde) passt. Es ist wirklich gut immer mal wieder gründlich aufzuräumen und Altes, was man nicht mehr braucht, wegzugeben. Gerade zur Weihnachtszeit, wo das Bewußtsein groß ist für andere Bedürftige, die dringend etwas benötigen. 

Sat Nam 

Samstag, 11. Dezember 2010

Namen

Eben saßen wir zusammen beim Teekränzchen. Unsere Kleine kam mit ihrem Kuscheltier (kleiner Bär, der auf einem Mond sitzt, in dem eine Spieluhr eingearbeitet ist) dazu und strahlte: "Ich habe Schnuffel gefunden. Er war in meinem Zimmer!" Mein Mann meinte: "Aber der hieß doch sonst immer Mik-Bär (wegen Musik-Bär)!" Wir klärten ihn auf, dass sie ihn nach einer Begegnung mit ihrer 2jährigen Cousine (die ein Kuschltier namens Schnuffel hat) umbenannt hat. Damit hat sie ohne ein neues Kuscheltier zu bekommen nun auch einen Schnuffel. Mein Mann kennt allerdings den wahren Hintergrund zu Mik-Bär: "Ach so, ich weiß schon, Schnuffel ist sein spiritueller Name."

Genau!

Sat Nam 

Freitag, 10. Dezember 2010

Gedanken beruhigen - Test

Bei "Hari Gobinde" musste ich mir gar nicht vorstellen wie ich meine Gedanken durch Wegschicken wie störende Kinder beruhige. Meine eigenen Kinder in Fleisch und Blut forderten mich. Die Kleine rief "Mama, ich bin fertig, Du kannst mich abputzen!" und die Große hatte sich in ihrem Zimmer den kleinen Zeh angestoßen und brauchte dringend "Kügelchen". Nachdem die Einsätze beendet waren, sang ich weiter und spürte eine schöne angenehme Stille. So etwas von "Puh, dass haben wir erledigt". Ein friedliches Gefühl in diesem Moment des Loslassens, das anhält bis der nächste Gedanke "Habe ich eigentlich die Kerze in der Küche ausgeblasen?" kommt. Es ist unglaublich, was sich im Innersten alles abspielen kann und welche Sprünge im Kopf möglich sind. Welche Energie wir im Geist entfachen können. Wenn wir damit Strom erzeugen könnten....

Sat Nam

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Eat, Pray, Hari!

Zur Zeit lese ich das Buch von Elizabeth Gilbert "Eat, Pray, Love". Ich bin gerade bei dem Abschnitt, wo sie in Indien ankommt und in einem Ashram lebt. Sie beschreibt dort herrlich, wie ihr Geist sie während der Meditation immer wieder in Gespräche verwickelt und sie ist ratlos, weil sie nicht weiß, wie sie sich wirklich auf die "Leere" einlassen soll. Ein Mönch rät ihr, sie soll es wie mit kleinen Kindern machen, die gerade stören wollen. Und genau so schafft sie es. Wenn die Gedankenmaschine loslegt, sagt sie: "Jetzt nicht. Spielt draußen. Mami braucht Ruhe. Später bin ich wieder für Euch da." Ich finde diese Idee schön, allerdings kam mir dann der Gedanke: Das funktioniert im Alltag aber auch nicht immer... wie soll es dann in der Meditation klappen? Aber ein Versuch ist es wert. Morgen bei "Hari Gobinde" werde ich es testen.


Sat Nam

 

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Intuition?!

Es heißt oft, dass Yoga die Intuition verbessert. Klingt logisch, weil besonders durch die Meditationen das Spüren nach Innen geübt wird. Heute bin ich mit dem Auto von Fürstenfeldbruch nach Eichenau zurück gefahren und dachte mir, ach heute fährst Du mal den anderen Weg. Es war ein plötzlich auftauchender Gedanke an der Kreuzung, wo ich mich entscheiden musste. Fröhlich fuhr ich weiter und dachte, ha, dass war jetzt bestimmt ein intuitiver Einfall, wahrscheinlich ist auf der anderen Strecke gerade ein Wasserrohrbruch und die Straße ist unpassierbar. Ich drehte die Musik laut auf und fuhr beschwingt die Bundesstraße entlang. Bis ich ein blaues Blinklicht sah. Es hatte einen Unfall gegeben. Vollsperrung. Ich musste eine Viertelstunde Umweg fahren. Super. Wirklich toll diese Intuition! Verläßlich wie die Schneegarantie an Heiligabend. Ich war ein wenig genervt. Mein Denkapparat sprang an und hatte die tollste Einfälle. Wahrscheinlich ist auf der anderen Straße ein noch viel schlimmerer Unfall in den ich vielleicht verwickelt gewesen wäre, wenn ich dort lang gefahren wäre. Oder ich werde jetzt auf dieser Umleitung eine folgenschwere Begegnung haben, die mein Schicksal in ungeahnte Höhen beflügeln wird. Oder .... Oder.... Wahnsinn welche Ideen sich auf einer Umleitung auftun. Irgendwann hatte ich keinen Lust mehr auf diese Phantasien und träumte einfach nur noch vor mich hin. Natürlich auf die Art, dass ich trotzdem noch den Wagen auf der Straße vernünftig lenken konnte. 

Ich fuhr den Germannsberg hoch und dachte: Wow! Wir hatten Föhn und ich hatte einen herrlichen Blick auf die Alpen. Majestätisch streckten sie sich bis in den Himmel. Die Natur kann ein solch schöner Anblick sein. Egal ob mit oder ohne Intuition....

Sat Nam

Dienstag, 7. Dezember 2010

Wege aus dem grünen Schatten

Nachdem ich gestern ein bisschen gehadert habe mit der grünen Energie und ihren Nebenwirkungen, ging mir heute ein kleines Lichtlein auf. Ein Wort drängte sich auf: LEICHTIGKEIT Und es erinnert mich an den Spruch, ich wünsche Dir etwas Schweres: Leichtigkeit. Wie ein Schmetterling, der sich vom Wind treiben lassen kann. Es ist ohne die Schwere des Grübelns. 

Wenn ich morgens früh meine Übungen mache, brauche ich manchmal viel mehr Zeit als sonst. Obwohl mein Timer nicht plötzlich in ein Zeitloch gefallen ist und ich auch nicht später als sonst aufstehe, brauche ich manchmal 10 Minuten länger. Anfänglich war ich noch sehr verwundert. Mittlerweile weiß ich, was dann passiert ist. Ich habe zwischendurch gegrübelt. Mir schoß ein Gedanke in den Kopf und nachdem eine Übung zu Ende war, habe ich erst noch eine Weile weitergedacht bis ich die nächste Übung angefangen habe. Es ist unglaublich, wieviel Zeit dabei verloren geht, wenn man sich in Gedanken verliert. Meistens sind das Spiele die mit "Was wäre wenn...." oder "Wenn ich es so gemacht hätte..." beginnen. Am Besten komme ich daraus mit "Schaun wir mal, was da so kommt - Saaat Nam" und lasse es los. Genau in dem Augenblick kommt dann die Leichtigkeit und nimmt mich mit auf die Reise zur Lebendigkeit.

Sat Nam  

Montag, 6. Dezember 2010

grüner Schatten

Nachdem ich mich die ersten Tage mit der grünen Energie fast euphorisch gefühlt habe, kommt nun die Kehrseite zum Vorschein. Ja, wenn alles gut ist, was gibt es dann noch überhaupt zu tun? Langeweile, Gleichgültigkeit und Distanziertheit nehme ich nun auch war. Das alte auf Probleme und Ängste konzentrierte Muster war vertrauter. Das Neue ist nach wie vor gut, aber es hat auch Schattenseiten, die ich erst noch beleuchten muss. 

Heute kam meine Große von der Schule und sagte: "Mama, mir ist eben was komisches passiert....Ich bin den Weg mit der Abkürzung gegangen. Und als ich unter einem Baum war, hat sich plötzlich der Schnee gelöst und ist  *patsch* auf meinen Kopf gefallen.... Da war ich wie die Goldmarie!" 


Sie hat auf jeden Fall keinen Mangel an grüner Energie.


Sat Nam

Sonntag, 5. Dezember 2010

Grüne Energie abgewandelt für Kinder

Da die Übungsreihe von der grünen Energie aus 11 kurzen Asanas besteht, habe ich sie mit meinen beiden Kindern als Engelgeschichte ausprobiert (natürlich ohne Feueratem und mit stark gekürzten Zeiten): 
 
Als ersten reiten wir auf einer schnellen Wolke (Kamelritt) nach oben in die Engelsschule. Uh, ist das aber schön hoch und um uns herum wird alles ganz klein. Jetzt sind wir oben angekommen und landen auf unserem Popo (Bodydrops). Wir schauen uns um und sehen überall große Wolken auf denen wir erst einmal vorsichtig in der Hocke spazieren gehen (Krähe). Wir merken, dass es sich gut anfühlt und werden mutiger. Wir laufen nun auf ihnen herum (Laufen auf der Stelle). Wir werden langsamer, bleiben stehen und fühlen unser Herz. Auf einer besonders schönen Wolke sehen wir Seerosen blühen (Kundalini-Lotus). Welche Farbe hat Deine Blume? Am Wolkenrand sehen wir eine Tür leuchten. "Zu den Engeln" steht da drauf. Und daneben steht: "Sage dreimal Ong Sohong und die Tür öffnet sich." Tatsächlich die Tür geht auf! Und wir sehen eine riesengroßen Regenbogen. (Arme seitlich gestreckt, über uns stellen wir uns eine Regenbogen vor.) Ein frischer Bach fließt an uns vorbei. Wir verschränken unsere Hände in einfacher Sitzhaltung hinter den Nacken und senken unseren Kopf ins frische Wasser, und wieder hoch, und wir nehmen noch einen Schluck und wieder hoch. Uh, tut das gut! Und nun brauchen wir noch etwas frische Luft (Arme vorwärts hoch und runter). Jetzt steht ein Engel vor uns. Mit einer strahlenden Krone auf dem Kopf. (Hände über dem Kopf) Es fühlt sich schön an. Ein helles leuchtendes Licht strahlt von uns aus. Das war schön. Jetzt wollen wir wieder nach Hause. Die Tür müssen wir wieder öffnen. Diesmal müssen wir "Hari, Hari, Hari, Har" rufen. Die Tür öffnet sich und eine riesige Dusche mit grünem Wasser überschüttet uns. Damit kommen wir sicher zurück von den weißen Wolken ins saftige Grün einer Wiese auf der Erde.

... und jetzt gehen wir auf den grünen Weihnachtsmarkt....

Sat Nam
   

Samstag, 4. Dezember 2010

Grüne Energie

Gestern habe ich die Kryia mit dem Thema "Grüne Energie" angefangen. Es geht um ein Bewußtsein für Wohlstand und u.a. um das Anziehen guter Möglichkeiten. Die Übungsreihe ist sehr abwechslungsreich und macht mir Spaß. Danach habe ich richtig gute Laune. Ich spüre Dankbarkeit für mein Leben und blicke zuversichtlich in die Zukunft. Im Alltag richte ich mehr Augenmerk auf "kleine" Wunder. 

Heute stand ich im Supermarkt vor einem Regal und sah ein paar Tafeln Schokolade. Es war meine Lieblingssorte "Kardomom" von Gepa. Schon seit drei Wochen liegen die da. Ich konnte sie bisher nicht kaufen, da alle Tafeln starkt verknickt sind und die Kassiererin mir sagte, sie könne sie mir nicht günstiger geben. Die werden zurückgegeben, wenn der zuständige Händler kommt. Und der kommt nicht oft vorbei. Eine typische Aussage einer weisungsergebenen treuen Mitarbeiterin einer kleinen Filiale. Heute hockte eine kompetent wirkende Frau vor dem Regal und räumte im benachbarten Regal neue Ware ein. Sie fragte, ob ich Hilfe brauche. Ich war gerade mit meinem Lieblingsspiel beschäftigt und musterte die immer noch verknickte Schokolade. Sie folgte meinem Blick und ich erklärte, dass ich eine kaufen möchte, aber nicht kann, weil ich keine B-Ware für 1A-Preis bezahle. ... Ich bekam sie für weniger als die Hälfte.... Die Verpackung ist grün...

Falls ich heute Nacht von den Lottozahlen für nächsten Samstag träume, verrate ich sie Euch...;-)

Sat Nam 

Freitag, 3. Dezember 2010

Yoga in der Zulassungsstelle

Heute musste ich dringend zur PKW-Zulassungsstelle. Beschwingt fuhr ich nach einer Viertelstunde Autofahrt auf den Parkplatz. Erst als ich den Motor abstellte, fiel mir ein, dass ich meinen Personalausweis vergessen hatte. Mein erstes Chakra rief von ganz unten: "Schei...", mein Zweites suchte verzweifelt nach einem Riegel Schokolade, das Dritte wurde wütend ("Jetzt wieder extra nochmal nach Hause fahren!"), das Vierte maulte ("Mich mögen die hier sowieso nicht..."), das Fünfte hatte einen Kloß im Hals, das Sechste zweifelte ("Das hätte ich doch ahnen können.") und das Siebte betete. Zusammenfassend war ich also genervt. Seufzend drehte ich den Zündschlüssel wieder um und fuhr zurück. Plötzlich war die eben noch als schön empfundene Schneelandschaft total langweilig, das Auto vor mir eine lahme Schnecke und richtig gestreut hatten die die Straße sowieso nicht. Plötzlich ertönte meine Stimme vom letzten Ausbildungswochenende: "Du darfst Fehler machen!" Stimmt, da war doch was. Ich atmete tief durch und stellte das Radio an. Elvis rockte durch den Kanal. Ja, der sitzt jetzt auf einer Wolke im Himmel und sagt: "Weißt Du, Babe, mein Leben war eigentlich ganz cool, bis auf die eine Sache damals bei der Zulassungsstelle, als ich den Ausweis vergessen hatte..." ALL SHOOK UP!


Sat Nam

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Meditation für den Umgang mit Kindern

Heute Morgen habe ich die Meditation gemacht, die wir am Wochenende zum Thema "Um mit den Kindern Schritt halten können" geübt haben. Ich bin schwer beeindruckt über die Wirkung. Und ich weiß aus Gesprächen mit anderen Müttern, die diese Meditation ebenfalls machen, dass anderen auch so geht. Der Alltag ist mit den Kindern um ein Vielfaches entspannter. Ich weiß viel schneller, was sie wollen und vor allem, was sie gerade brauchen. Gerade mit meiner Kleinen hatte ich so manche Kämpfe. Zum Beispiel morgens beim Anziehen. Sie tobte oft rum, dass sie sich nicht anziehen könne, erfand die wildesten Ausreden dafür und steigerte sich mit Brüllen und Weinen hinein. Ich hatte bisher alles vom Kopf gesteuerte probiert. Sie durfte nicht eher frühstücken, bevor sie nicht angezogen war, etc.... In der Meditation hörte ich plötzlich meine innere Stimme, die sagte: Geduld, sie braucht Hilfe um das Langsame zu lernen. Das passt sehr gut zu ihr, denn sie ein sehr fröhliches, kreatives und schnelles Kind. Ich versuchte es heute Morgen anders. Ich hörte sie brüllen, dass sie den Schlafanzug nicht ausbekommt. Ich ging in die Hocke auf ihre Augenhöhe und sagte ihr, dass sie das schaffen kann. Sie sagte, nein, ich soll das für sie machen. Ich blieb ruhig. "Du kannst das." Sie wurde etwas ruhiger, aber ich spürte dass es sie rasant macht, dass es eben nicht so schnell geht, wie sie es will. "Fang' doch erst einmal mit dem einen Arm an." Sie seufzte, versuchte es aber. Es hat eine Weile gedauert, aber am Ende hatte sie ein kleines Erfolgserlebnis und es war ein viel schönerer Start in den Morgen... Mal sehen, was morgen passiert.

Sat Nam 

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Chakrenreiniger

Letzte Nacht hat mich der Virus doch noch erwischt. Dayajot meinte, ich kann nur die Einstellung dazu ändern. Es ist eine Grundreinigung des Körpers. Jetzt weiß ich auch, warum die Chakren auf den Zeichnungen immer wie Staubwedel aussehen. Bei mir wurde gerade ordentlich geputzt.


Trotzdem habe ich es heute nachmittag geschafft, den 120. Tag der Nabelkriya zu "vollenden". Ein gutes Gefühl. Vorher hatte ich schon arge Rückenschmerzen von dem ganzen Rumliegen, danach waren sie wie weggeblasen. Yoga hilft, auch wenn man angeschlagen ist. 

Sat Nam