Samstag, 30. April 2011

Sat Nam Rasayan auf italienisch

Heute war ich beim Sat Nam Rasayan. Die Ausbildern war Simran Kaur, eine wunderbare Italienerin. Sie hat uns mit Hingabe, Leichtigkeit und Warmherzigkeit in den sensitiven Raum geführt. Voller Liebe und Demut hat sie uns erleben lassen, was alles mit SNR möglich ist. Zwischendurch hat sie interessante Meditationen mit uns gemacht und uns dabei das Gruppenerlebnis fühlen lassen. Dazu noch schöne Musik. Es war wie ein 5 Gänge-Menü in einem italienischen Restaurant. Allein der Sprache zu lauschen war schon angenehm. Dabei zu ahnen, was sie wohl meint und dann gespannt auf die Übersetzung ins Bayrische zu warten. Das allein schult bereits die Intuition.

Interessant war auch die Frage, was eigentlich Heilung bedeutet. Sie meint, es geht darum den Patienten zu dienen (und nicht dem Ego: was bin ich für ein toller Heiler). Ihn durch den eigenen meditativen Zustand mitzunehmen auf eine Bewusstseinsebene auf der Heilung möglich ist. Der Heiler hilft nur die Tür zu öffnen, der Rest passiert automatisch. 

Sat Nam 

Freitag, 29. April 2011

Ferienkurs ist beendet

Heute hatte ich die letzte Kinderyogastunde meines Ferienprogramms. Ich bin sehr zufrieden, dass daraus ein regelmäßiger Kurs entstanden ist, der ab nächste Woche startet. Es war sehr schön, dass ich vier Tage hintereinander Kinderyoga geben durfte. Ich könnte das gerne jede Woche machen. Am liebsten auch vormittags, dann könnte ich es besser mit dem Alltag mit den eigenen Kindern verbinden. Mal sehen, was sich noch alles ergibt....

Die Vielfalt die Kinderyoga bietet fasziniert mich immer mehr. Ich kann herrlich kreativ sein und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, gleichzeitig kann ich ihnen praktische Yogafakten mitgeben. So wie heute, als ich mit ihnen die SaTaNaMa - Meditation gemacht habe. Ich hatte die Musik von der "Yoga hat Dich lieb" - CD genommen, da die Version nur 6 Minuten dauert und mit Kinderstimmen gemacht ist. Anfangs fiel es einigen Kindern schwer, doch dann ließen sie sich darauf ein und wurden ruhiger. Vorher redeten sie etwas wild durcheinander, doch nach der Meditation waren sie viel klarer und entspannter. Es ist immer wieder schön zu erfahren wie das Yoga angenehm wirkt.

Sat Nam 

Donnerstag, 28. April 2011

Grüne Gurken

Gestern habe ich in der Kinderyogastunde mit der anderen Gruppe auch die kindgerechte "grüne Energie" gemacht. In der Entspannung habe ich ihnen dann davon erzählt, wo wir in der Natur grün finden und dann ist mir plötzlich bewusst geworden, dass der Baum und die Wiese, und die Gurken... immer grün werden, ohne dass sie dafür kämpfen müssen, einfach nur weil sie da sind. Die Sonne und der Regen sorgen dafür. Es war muksmäuschenstill und ich spürte wie die Kinder tiefer in die Entspannung sanken. Wie ein tiefes Seufzen, das sagt: Ach, dann ist ja alles gut...  Ich wusste vorher, dass der Baum ohne K(r)ampf grün wird, aber es war mir nicht so klar, wie sehr uns Menschen diese Wahrheit hilft, zu verstehen und zu vertrauen. 

Es ist schon ein großer Unterschied, ob ich Yoga praktiziere oder ob ich es zudem auch noch unterrichte. Da warten noch spannende Erfahrungen ...

Sat Nam

Mittwoch, 27. April 2011

Zufriedenheit

Heute nachmittag kommen wieder Kinder zum Yoga und ich freue mich sehr darauf. Voller Tatendrang bin ich aus dem Bett gehüpft und hatte während meines eigenen Yogas weitere Ideen, was wir alles in der Kinderyogastunde machen können. Es ist schön zu spüren, wie mir selbst das Yoga gut tut, und es ist noch schöner zu erleben, wie sehr es mich beflügelt selbst Yoga zu unterrichten. Die Dinge weiterzugeben, die mir selbst so sehr helfen und zu sehen, wie es bei anderen auch leuchtende Augen zaubern kann.

Meine innere Zufriedenheit steigt und ich habe mehr Kraft für meinen Alltag. Auch wenn meine eigenen Kinder nicht an meinem Unterricht teilnehmen können, profitieren sie von einer gut gelaunten Mama.

Sat Nam

Dienstag, 26. April 2011

Erwachsenenyoga für Kinder

In der heutigen Kinderyogastunde habe ich mit den Kindern die Reihe "die grüne (Glücks-) Energie" geübt. Sie ist normalerweise für Erwachsene, ich habe sie für die Kinder abgeändert. Kein Feueratem, keine langen Durchhalteübungen und eingebettet in eine Geschichte. Wir sind zu den Engeln ins Wolkenschloß gereist und haben Glücksenergie getankt. Sie haben prima mitgemacht. Ich selbst weiß wie gut die Kundalini-Yogasets wirken und wie effektiv sie sind, warum sollten wir sie den Kindern vorenthalten? 

Am Ende der Stunde kam ein Mädchen und hatte Glanzbilder von Pferden mitgebracht. Ich schlug vor, dass die Kinder beim nächsten Mal gerne ein oder zwei Bilder oder eigene Zeichnungen mitbringen dürfen und wir denken uns dazu Yogaübungen und eine Geschichte aus. Mal sehen, ob und was sie dabei haben werden.

Sat Nam

Montag, 25. April 2011

Snatam Kaur in Fürstenfeldbruck!

Snatam Kaur habe ich vor zwei Jahren in München erlebt und es war ein unglaubliches Konzert. Sie bat gleich zu Anfang, wir sollten bitte alle mitsingen, was nur wenige machten. Ich hatte auch nur gedacht, ich soll mitsingen, wo diese Frau so gnadenlos super schön singt, soll ich mitsingen? Nein. Doch sie blieb dabei und sagte immer wieder: "Each voice is a good voice." Solange bis wirklich jede/r mitmachte. Es war ein unglaubliches Klangerlebnis. Ihre Stimme und Energie erfüllte die ganze Halle und schien aus jeder unserer Tonlagen das Beste heraus zu filtern. Das Gefühl war ähnlich wie während einer Gongmeditation. Voller Frieden und Harmonie konnte ich mich total entspannen und ihre Musik genießen. 

Wunderbar, dass sie wieder nach Deutschland kommt.

Sat Nam

Sonntag, 24. April 2011

40ter Tag SaTaNaMa

Die SaTaNaMa - Meditation ist sehr wirksam. Schon seit ein paar Tagen beobachte ich, dass sie ihren Weg in mein Bewusstsein gefunden hat. Wenn ich zum Beispiel ins Grübeln komme, ob sich etwas in Richtung a oder in Richtung b entwickelt, kommt mir diese Meditiation in den Sinn oder ich tippe die entsprechende Bewegung mit den Fingern. Und das beruhigt meine Gedanken und meine Nerven. Ich bin schon ganz neugierig, wie sie es sich wohl noch entwickeln wird, wenn ich sie noch einen weiteren Zeitraum mache. 

SaTaNaMa passt sehr gut zu Ostern. Es geht um den Prozeß des Lebens. Das alles irgendwann vergeht, aber auch immer wieder kommt. Das kann ich fürchten oder darin Trost und Gelassenheit finden. 

Sat Nam

Samstag, 23. April 2011

may the long time ....

... sunshine upon you - all love surround you... Dieses Abschlusslied in der Yogastunde ging mir bisher meist auf die Nerven, weil mir die Melodie oft nicht gefiel. Zu langsam und zu langatmig. Das habe ich auch bei der schriftlichen Prüfung angegeben. Doch jetzt habe ich einfach mit der Gitarre eine eigene Version gespielt, die mit weniger als den vorgegebenen Akkorden auskommt, die ich aber mit mehr Rythmus spiele. Endlich gefällt sie mir. Ich übe sie und hoffe, dass ich sie bis zur nächsten Kinderyogastunde flüssig spielen kann.

Möge die ewige Sonne auf Dich scheinen - Liebe Dich umhüllen - Und das Licht in Deinem Inneren weise Dir den Weg...

Yoga macht einfach Spaß!

Sat Nam

Freitag, 22. April 2011

Atmung und Wut

Aufgrund der Erfahrung der letzten Tage habe ich stärker auf meine Atmung geachtet. Sowie Unruhe entstand (ich verfolgte eine Sandmatschspur quer durchs Haus und entdeckte die Kleine auf der Toilette sitzend, wie sie die triefige Matschepampe von den Beinen kratzte, der sich über den ganzen Badezimmerboden verteilte) und ich die eigene Anspannung spüren konnte, atmete ich tief ein und aus. Nach einem kräfigen Atemzug ist es mir nicht mehr möglich, mich wirklich aufzuregen oder in etwas hineinzusteigern. Es geht schlichtweg nicht. 

Es ist so einfach. Und doch so schwer, weil es ein neuer Weg ist, den ich bisher zu selten gegangen bin. Ab jetzt werde ich diesen kleinen Trampelpfad zu einer Autobahn ausbauen...


Sat Nam


 

Donnerstag, 21. April 2011

Streß und Schnupfen

Schnupfen - Atemwege - Atmen - Tiefdurchatmen - Tief einatmen - Atmen halten - Lang ausatmen = Gelassenheit = Ruhe = mehr Kraft = stärkeres Immunsystem. Obwohl ich es weiß, bin ich in den letzten Tagen wieder in meine bekannte Schnupfen-Streß-Falle getappt. Ich hatte mich in meinen persönlichen Perfektionismus gesteigert. Dabei habe ich das tiefe Atmen vergessen. Obwohl ich täglich Yoga mache und all dies weiß, ist das Muster so vertraut, dass ich es erst einmal wieder ausleben musste.

Ach, wie schön, Yoginis sind auch nur Menschen... ;-)

Sat Nam

Mittwoch, 20. April 2011

weiter geht's...

... in die zweite Kinderyogastunde zu Hause. Diesmal war ich nicht mehr so angespannt wie gestern. Dafür bin ich aber verschnupft und nicht ganz fit. Doch ich gab mein Bestes und vertraute dem Universum, es wird schon gehen. Und tatsächlich es war eine sehr harmonische und liebevolle Gruppe. Ein kleiner Junge mit großen Kulleraugen war dabei, der fasziniert vom Kinderyoga war. Am Ende griff er meine Hand und ich begleitete ihn nach draußen. Er fragte, wer den hier alles wohnen würde und erzählte ihm von meinen beiden Töchtern. Er wurde ganz still und etwas traurig: "Dann hast Du ja gar keinen Jungen!" Nein, aber dafür das Kinderyoga.

So, jetzt muss ich ins Bett und meine Erkältung auskurieren.

Sat Nam 

Dienstag, 19. April 2011

erste Kinderyogastunde zu Hause

Heute war es soweit. Ich hatte meine erste Kinderyogastunde bei mir zu Hause. Ich war den ganzen Vormittag sehr angespannt, putzte das Haus als würde der Papst persönlich kommen. Ich wollte für die Eltern einen guten Eindruck machen... Die Stunde verlief sehr gut, ich bin schon viel routinierter und es ist schön, im eigenen Yogaraum zu unterrichten. Gemütlicher und kuscheliger als in einer Turnhalle. Einfach mehr angenehme Nähe zu den Kindern.  


Morgen kommt die nächste Gruppe :-)


Sat Nam

 

Montag, 18. April 2011

Vom Umgang mit Energielöchern

Heute habe ich gemerkt, dass ich nach dem Powerwochenende erst einmal einen Gang runterschalten muss. Endschleunigen hieß mein Mantra. Schlaf aufholen und die Erfahrungen und Eindrücke verdauen... Gleichzeitig ist mir bewusst geworden wie geschickt Miriam den Tag so lenkte, dass unser Energielevel auf einem guten Niveau blieb. Immer wenn ein Energieloch aufkam, brachte sie tolle Übungen ein, wo wir uns locker bewegen konnten und Spaß hatten. 

Heute Morgen saß ich mit den Kindern zusammen am Tisch, sie malten und bastelten. Ich bearbeitete die Prüfungsfragen am Laptop. Es lief gut. Nach einer Dreiviertelstunde spürte ich, dass es anstrengender wurde. Mein Affe rief: "Los, komm, eine Aufgabe noch." Die Kleine wurde nörgelig und zappelte an mir herum. Erst wies ich sie zurück. Doch dann dachte ich an das WE und mir fiel ein, dass sich bei uns jetzt auch ein Energiemangel zeigte. Anstatt mich (und mein Umfeld) zu quälen, stand ich auf und tobte mit ihr durch die Gegend. Es ist genau wie in einer Kinderyogastunde. Powervolle Bewegungen und Konzentration sind im Wechsel sehr wichtig. Wenn ich konzentriert am Laptop arbeite, brauche ich Pausen in denen ich mich bewege und nicht in denen ich jammere und mir mit Durchhalteparolen das Leben schwer mache. 

Sat Nam

Sonntag, 17. April 2011

neue Idee

Das war das letzte Ausbildungswochenende. Hurra und Schnief... Da wir uns noch ein Wochenende zur Prüfung sehen, ist es noch nicht ganz dramatisch. Ich hatte auch heute wieder sehr viel Spaß und Inspiration. Mir ist die Idee gekommen einen Kinderyogakurs für Erwachsene anzubieten. Insbesondere für Eltern, Erzieher und Lehrer, die erfahren wollen wie sie ihre Kinder und Schüler unterstützen können, um sich besser zu entspannen, zu konzentrieren und ihren Körper zu stärken. Mal sehen, wie ich sich das entwickelt.

Sat Nam

Samstag, 16. April 2011

sehr gutes Rollenspiel

An dem heutigen Ausbildungstag gab es wieder viel Beeindruckendes. Sehr spannend war Miriams Auftritt als Kinderyogalehrerin auf einem gespielten Elternabend in einem Kindergarten. Wir durften in die Rolle von Eltern schlüpfen und sie mit Fragen bombardieren. Sie war sehr klar in ihren Antworten und hat uns gezeigt, dass wir keiner Frage ausweichen müssen, sondern einfach nur authentisch die eigene Meinung darstellen brauchen. 

Morgen sind wir gefordert und stellen uns dem "Elternabend". Dies wird mit Video aufgezeichnet und anschließend ausgewertet.

Eine interessante Erfahrung wartet auf uns...

Sat Nam

Freitag, 15. April 2011

Yogaraum - Einweihung

Heute habe ich meinen Yogaraum eingeweiht. Die Wände sind frisch gestrichen und die Möbel sind bis auf eine Kommode rausgeräumt. Mit meiner Großen habe ich neulich Bilder für die Wände kreiert. Wir haben klassische Kinderyoga-Asanas mit Tusche gemalt: Einen Vulkan, Blumen, eine Sonne, einen Baum, etc... Diese Blätter habe ich nun aufgehängt. Jetzt ist es ein richtiger Kinderyogaraum. Ich habe mich in die Mitte gesetzt, mich eingestimmt und mit der Gitarre Kinderyogalieder gespielt. Ein sehr angenehmes Gefühl. Tief einatmen. Tief ausatmen. Einen wichtigen Schritt bin ich nun weiter.

Ich freue mich sehr, wenn es nächste Woche mit den Kursen losgeht.

Und ich freue mich auf Morgen, wenn ich alle von der Ausbildung sehe und wir wieder in die Yogatiefen tauchen.

Sat Nam

Donnerstag, 14. April 2011

Kampf und Frieden

Vor zwei Tagen war ich mit meinen beiden Kindern im Nachbarort bei der Osteopathin zur alljährlichen Kontrolle. Neben an war gerade ein Treffen von Müttern mit ihren Neugeborenen und der Hebamme. Der Raum ist sehr schön. Zufällig kamen wir ins Gespräch und ich erfuhr, dass ich ihn für 10 Euro die Stunde nachmittags mieten kann. Ideal für Kinderyoga. Heute morgen kam mir die Idee, ich könnte einen Kurs dort halten. Heute Nachmittag rief ich zwei Kindergärten in der Nähe an und bot eine kostenlose Probestunde, um mich dort zu zeigen und Werbung für Kinderyoga zu machen. Der erste Kiga wimmelte mich ab. "Zu viele andere Projekte, die gerade laufen." Beim zweiten Kiga hatte ich mehr Glück. Die Leiterin machte sich eine Notiz, versprach nach den Ferien mit ihrem Team zu sprechen und ich sollte mich am 5. Mai wieder melden. 

Es war schön zu erleben, wie ich von dem morgendlichen Impuls in die Handlung kam. Es war aber auch nervig, weil ich bis zu dem Telefonat mit dem Affen gekämpft hatte und erst nach dem Gespräch wirklich in den inneren Frieden kam. Ich bin noch neu in dem "Geschäft" und brauche Erfahrung. Was mir geholfen hat, war das Mantra "Ang Sang Wahe Guru".

Sat Nam

Mittwoch, 13. April 2011

Mutter meldet ihr Kind trotzdem an

Gestern hatte ich von der Mutter und ihren abwertenden Kommentaren über Kinderyoga geschrieben. Heute Morgen kommt sie auf mich zu und sagt: "Sie (ihr Kind) will unbedingt kommen zu dem Kurs in den Ferien. Also, ich melde sie jetzt an." - "Gerne, allerdings ist der Kurs bereits ausgebucht." Großes Stauen, ungläubiges Gesicht. "Aber ich mache einen zweiten Kurs auf." - "Wann ist der?" Ich gebe ihr die Daten. Sie sind O.K. "Ich brauche allerdings noch zwei Anmeldungen damit der Kurs stattfindet." - "O.K." Stille. "Also ich hab' mit Yoga überhaupt nichts am Hut!" sagt sie forsch und stemmt ihre Hände in die Hüften. "Nein, muss man auch nicht. Meine Tochter bastelt auch leidenschaftlich gerne und ich kann mich da nicht wirklich für begeistern." Und dann haben wir gelacht.


Vielleicht habe ich die Frau falsch eingeschätzt, vielleicht redet sie gerne ein bisschen genervt oder ist von ihrem Kind genervt, das offenbar einen starken Willen hat.

Ich ging weiter ins Ortzentrum, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Sofort meldete sich der Affe auf der Rückbank: Und was machst Du, wenn sich niemand mehr anmeldet? Vielleicht solltest Du Dir einen größeren Raum suchen, dann kannst Du alle auf einmal unterrichten, denn es sind ja jetzt 13 und.... Stopp! Anschnallen! Freitag. Ich entscheide, was zu tun ist, wenn es Freitag ist. Bis dahin, lass ich mich treiben und vertraue, dass sich schon alles so ergibt, wie es gut ist. Der Affe fing nach einer Weile immer wieder an, aber mit dem "Mantra" Freitag, schnallte ich ihn wieder fest.

Bei Rossmann traf ich eine Frau, die ich flüchtig kenne, von der ich weiß, dass sie eine Tochter im Kinderyoga-Alter hat. Doch die Frau war sehr in Eile. Ja, ich hätte ihr ein Gespräch "aufzwingen" können, hätte ihr einen Vortrag über Kinderyoga halten können... Nein. Das wollte ich nicht. Ich will vertrauen und voller Liebe sein. Ich dachte an den Spruch, der heute Morgen an meinem Yogitee-Beutel klebte: "Behandle die anderen so, wie Du selbst behandelt werden willst." Ich möchte nicht, wenn ich es eilig habe, dass mich jemand "volllquatscht"... Ich ging nach Hause. Mein Affe zweifelte: Vielleicht wäre sie diejenige gewesen, die Dir noch gefehlt hätte zu dem Kurs. FREITAG! VERTRAUEN! Auf der Straße traf ich noch eine Mutter, mit der ich aber nie mehr als "Hallo" ausgetauscht habe. Ähnliche Situation wie vorher. Ich blieb geschmeidig. Früher (vor meinem Yoga-Leben) hätte ich mich bei beiden zum Affen gemacht.

Zu Hause tat ich konzentriert und gelassen Dinge, die erledigt werden mussten. Das Telefon klingelte, eine gute Freundin meldete ihr Kind an! 15 Minuten später klingelte es wieder, der Vater von einem Sohn, der in der Montessori-Schule in meinem Yogaunterricht war, meldete ihn an. Der zweite Ferienkurs findet statt...

Danke, liebes Universum.

Affe: Jetzt brauchst Du nur noch 5 Kinder, dann ist der zweite Kurs vollständig. SAT NAM (Affe ist wieder angeschnallt...)
 
Sat Nam 

Dienstag, 12. April 2011

Angst vor Kinderyoga

Heute Morgen im Kiga zeigte ein Kind, das gestern beim Kinderyoga-Schnupperkurs dabei war, auf mich und sagte zu ihrer Mutter: "Mama! Das ist die vom Yoga!" Das Mädchen strahlte und fiel mir gestern auf, weil sie mit Hingabe dabei war und lebendig mitmachte. Die Mutter sagte zu mir: "Ja, sie hat geschwärmt, es hat ihr sehr gefallen. Aber dann saß sie den ganzen Abend da und sang: "Ich bin glücklich - Ich bin gut"." Und dann fügte sie mit schnippischen Unterton dazu: "Ich weiß nicht, ob ich das aushalte. Nachher sitzt sie die ganze Zeit so rum und macht Om." Ich war überrascht, traurig, ein bisschen wütend und ein wenig amüsiert. Ich erzählte, welchen Bedeutung "Ich bin glücklich" hat (wenn es um sie herum laut ist, sie sich gestresst gefühlt, kann sie sich daran erinnern und spüren, dass es da noch etwas gibt, was unabhänigig davon ist und sich wieder besser fühlen). Ich glaube, dass hat sie etwas beruhigt, aber sie hatte keine Zeit mehr und ging.

Ich war enttäuscht. Da hatten wir eine schöne Yogastunde zusammen und das Kind wollte gerne weiter machen, doch dann bekommt die Mutter Angst. Ich kann Probestunden geben, Flyer verteilen und an mir "arbeiten". Mehr kann ich nicht tun. Wenn dann die Kinder kommen, bin ich dankbar, wenn nicht, dann gibt es unzählige Gründe, die nichts mit mir zu tun haben. Es gibt auch Gründe, die direkt mit mir in Zusammenhang stehen, die ich beeinflussen kann. Aber wichtig ist auch zu wissen, dass ein großer Teil nicht direkt zu regeln ist. Gott sei Dank, sonst wäre ich 24 Stunden rund um die Uhr beschäftigt...

Sat Nam
   

Montag, 11. April 2011

Yoga im Kindergarten

Eben habe ich eine Probestunde im Kindergarten für 5jährige gegeben. Sie durften ihr Kuscheltier mitbringen und es in der Entspannung auf ihren Bauch legen, um zu sehen und zu spüren wie sich durch das Ein- und Ausatmen ihr Bauch bewegt. Es war so niedlich zu sehen, wie sie im Kreis saßen mit ihren Krokodilen, Kängeruhs, Eisbären, Hasen, etc... Sie waren sehr motiviert und brauchten fast überhaupt keinen Anstoß. Ich hatte mit Ihnen eine Reise in den Zauberwald (Danke Siggi und Andrea für Eure Stunde und die Kopien [Ich liebe besonders das Faultier]) gemacht, wo sie sich in verschiedene Tiere verwandeln können. Erst hinterher ist mir die Idee gekommen, dass wir statt der vorgegebenen Tiere, die mitgebrachten Kuscheltiere als Verwandlungsobjekt nehmen können. 

Ich war wieder fasziniert, wie gut sich die Kinder nach den Übungen entspannen konnten. Muksmäuschenstill lagen sie auf ihren Decken und lauschten der Fantasiereise. Da ich die Reise "Der Zaubervogel" (Siggi u. Andrea: Wo gibt es die?) nicht hatte, ging ich mit ihnen einfach das vorher Erlebte durch und erzählte, dass ihr Kuscheltier jetzt die Übungen macht. Praktischerweise sind sie somit auch wieder hinaus gereist aus dem Zauberwald. 

Nach der Stunde hatte ich wieder dieses wohlig warme Gefühl im Bauch und im Herzen. Ein Gefühl von Vertrauen und Staunen. Die Welt mit Kinderaugen sehen können und gleichzeitig zu wissen, wie toll Kinderyoga ist und wie sehr es den Kindern gut tut. Die leuchtend strahlenden Gesichter und wie fröhlich die Kinder hinaus hüpfen.

Ich bin dankbar für jede Kinderyogastunde, die ich geben kann.

Sat Nam   

Sonntag, 10. April 2011

Die Mantra-Maler

Der Yogaraum ist nun fertig gestrichen. Beim Malen hörte ich die ganze Zeit Mantra-Musik und sang oft mit. Anfangs war ich gar nicht entspannt, weil Farbspritzer auf den Teppich gelandet waren, ich nach unten ging um Wasser zu holen um dann zu sehen, dass die Treppe auch voller Farbklekse war... An meinen Schuhsohlen klebte noch etwas. Aber dann kam ich immer mehr in den Yoga-Move und strich entspannt mit Wahe Guru..... Das wäre vielleicht eine Marktlücke. Eine Yoga-Malerfirma. Die Maler singen die gewünschten Mantren und streichen so die Energie mit in den Raum. Mal etwas anderes als Zigarettenrauch und Radio mit gruseligen Schreckensnachrichten... Dafür lieber Räucherkerzen und Yogitee. Firmenname: Die Mantra-Maler. Heilenergie für Ihren Wohnraum.

Morgen gebe ich eine Probe-Kinderyogastunde im Kindergarten mit Vorschulkindern. Freue mich sehr, bin aber auch ein wenig aufgeregt, weil ich dort zum ersten Mal Yoga gebe.

Sat Nam 

Samstag, 9. April 2011

Renovieren auf Yoga-Art

Heute haben wir das Gästezimmer ausgeräumt und verwandeln es jetzt in einen Yogaraum, was günstig wird, weil keine Möbel notwendig sind. Morgen will ich die Wände frisch streichen und habe heute mit dem Abkleben der Ränder begonnen. Bei handwerklichen Arbeiten neige ich manchmal dazu, hektisch zu werden. Ich will es ganz schnell erledigen. Das passt nicht zu einem Yogaraum. Deshalb legte ich die ganze Zeit Mantra-Musik auf. Wahe - Guru von verschiedenen Interpreten ließ ich zwei Stunden lang laufen. Die Wirkung war spürbar. Ich klebte das Band Schritt für Schritt auf die Teppichleiste, ohne auf die Uhr zu schauen oder genervt um mich zu blicken ("Das alles muss noch gemacht werden!"). Durch die Musik war ich wie in Trance und tat einfach nur das, was gemacht werden musste. Wenn ich in die Hocke musste, dachte ich an die Yoga-Frösche, wenn ich mich nach oben strecken musste, an den Baum. Und zwischendurch sang ich immer wieder mit. 

Es tut gut, so entspannt zu arbeiten, es ist viel weniger anstrengend. Zwischendurch hielt ich inne. Als wir vor fünf Jahren eingezogen sind, hätte ich mit dem Kopf geschüttelt, wenn mir jemand gesagt hätte, ich würde hier mal Kinderyoga unterrichten. 

Mal sehen, wie morgen das Streichen läuft...

Sat Nam 

Freitag, 8. April 2011

Wechsel den Stoff

Als wir gestern bei Sant Subagh Kaur eine Kryia zum Stoffwechsel ausgeübt haben, sagte sie: "Stoffwechsel kannst Du auch umdrehen. Wechsel den Stoff. Im übertragenen Sinne: mach' es mal anders. Traue zum Beispiel Deinem ersten Eindruck, Deinem ersten Impuls und handle einfach danach." Und ich dachte, ja, mehr handeln, machen und sein, ohne die ganze Analysemaschine. Und das auch nach außen kommunizieren. Wenn mich jemand fragt, warum ich mich für y entschieden habe, kann ich einfach sagen: "Weil ich ein gutes Gefühl hatte." Und dann die Stille aushalten, vielleicht auch den irritierenden Blick oder sogar einen schnippischen Unterton: "Aha, Dein Gefühl? (Hä?)" Herrlich ist das in Gesprächen zwischen Frau und Mann. Oft redet und erklärt die Frau und der Mann hört zu (oder tut so). Plötzlich greift der Mann ein Argument auf und erklärt, das dies unlogisch sei. Die Frau ist wütend oder verunsichert oder beides. Vielleicht probiert sie es beim nächsten Mal anders, traut ihrem Gefühl, verstrickt sich nicht in endlosen Diskussionen und erklärt weniger, erzählt einfach klar und entspannt... Wechsel den Stoff!

Sat Nam

Donnerstag, 7. April 2011

Den Affen mit Yoga zähmen

Heute hatten wir in der Yogastunde bei Sant Subagh Kaur das Thema erster Impuls und der Weg zur Handlung. Besonders wir Frauen neigen dazu dem ersten Impuls nicht zu trauen, sondern zu hinterfragen und analysieren bis wir irgendwann gar nicht mehr handeln können ohne uns schlecht zu fühlen, weil es die perfekte Lösung nicht gibt. Dazu hat sie eine Kopie aus dem Yogabuch für die zweite Ausbildungsstufe gegeben. Darin gab es einen tollen Vergleich mit dem Affen im Auto. Ich sitze am Lenkrad und will einfach nur fahren, aber der Affe tobt durchs Auto und lenkt mich ab. Wie die Gedanken, die einem in manchen Phasen ständig durch den Kopf gehen und einen lähmen. Wenn ich zu sehr auf die Rattermaschine achte, sprich mich in den Bann des Affen ziehen lasse, baue ich irgendwann einen Unfall. Ich konzentriere mich nicht auf das Hier und Jetzt, also auf die Straße, die vor mir liegt, sondern auf den zappeligen Affen. 

Wie schnalle ich den Affen fest an? Durch Yoga und Meditation lerne ich die innere Ruhe und Konzentration kennen. Wenn ich es regelmäßig mache, kann ich es immer besser in den Alltag integrieren. Nun muss ich mich nicht ständig auf das Yogakissen setzen und meditieren, wenn der Affe tanzen will. Einfach ein Mantra summen oder in den CD-Player (des Autos) legen kann auch schnell helfen. Es gelingt mir natürlich nicht immer, aber es ist gut zu wissen, das es eine Alternative zum Affentheater gibt.

Sat Nam 

Mittwoch, 6. April 2011

Kinderyogakurs ist ausgebucht!

Unglaublich, aber wahr. Es sind heute noch zwei Anmeldungen gekommen. Damit habe ich jetzt 10 Kinder, die zu dem Osterferienyogakurs kommen, und ich bin zuversichtlich, dass der regelmäßige Freitagskurs auch stattfindet. 

Jetzt meldet sich natürlich wieder die andere Seite: Klappt das auch mit den Kindern? Ist die Altersstruktur die richtige Mischung? Ist der Raum auch groß genug für 10 Kinder? .........brrrrrrrrrrrrr 

Es ist egal, wie gut oder nicht gut die Lage ist, das innere hidden self meldet sich immer und hat Spaß daran Endlosschleifen im Kopf zu legen. Stop! 

Ich muss ins Bett.

Sat Nam
 

Dienstag, 5. April 2011

Hurra! Mein erster Kinderyogakurs ist fast ausgebucht.

Ich kann es kaum glauben, aber es ist wahr. Heute kamen noch 4 (!) Anmeldungen auf einmal dazu. Es sind jetzt 8 fest angemeldete und zwei Mütter wollen noch ihre Kinder fragen. Bei 10 Kinder ist meine räumliche Grenze. Damit findet der Osterferienkurs statt. Und das Interesse für einen festen 10maligen Kurs bis zu den Sommerferien ist auch schon vorhanden.

Ein Stein fällt mir vom Herzen. Ich habe bisher in meinem Leben beruflichen Erfolg und Mißerfolg kennengelernt, deshalb bin ich dankbar, dass ich als Kinderyogalehrerin "arbeiten" darf.

Jetzt genieße ich den Frieden in mir.

Sat Nam 

Montag, 4. April 2011

Mutig sein

Ich habe mich heute getraut und bin zur Direktorin in die Grundschule (in die meine Große geht). Dass ich gerne eine kostenlose Kinderyogaprobestunde geben würde, um mich in Eichenau als frisch gebackene Kinderyogalehrerin (seit den Praxisstunden in der Montessori-Schule fühle ich mich jedenfalls so) zu etablieren, erzählte ich ihr. Sie war sehr nett, war dem Kinderyoga sehr aufgeschlossen gegenüber, muss aber noch in der Gemeinde nachfragen, wie es rechtlich ist. Vor dem Gespräch hatte ich viel Widerstände in mir. Das wird sowieso nichts. Die findet das bestimmt total blöd, wahrscheinlich lacht sie darüber... etc. Es war ein Wahnsinn, was mir da alles durch den Kopf spukte. Mein innerer Miesepeter hatte sogar den Drang plötzlich ganz dringend einkaufen gehen zu müssen, das wäre viel wichtiger im Moment. Auch das Badezimmer müsste umgehend geputzt werden... Doch ich blieb bei meinem Ziel. Danach war das Gefühl umso schöner. Ich hatte es getan und es war gar nicht schlimm. Der Zahnarzt hat gar nicht gebohrt. 

Die letzten Ausbildungsmonate habe ich an meinem Innersten gearbeitet, dann ging ich das erste Mal nach außen durch das Praktikum und jetzt gehe ich mutig weiter. Stelle mich selbst und das Kinderyoga vor. Eine ganz andere Phase ist das. Abenteuerlust und Selbstzweifel kämpfen miteinander. Yogaübungen, meditieren und Gitarre spielen helfen mir sehr um diese Spannung auszuhalten.

Sat Nam

Sonntag, 3. April 2011

Die Kerze

Gestern Abend habe ich einem Naturwissenschaftler zugehört, der mir die schlimmst möglichen Fälle im AKW in Japan erklärt hat. Das Ergebnis war, dass er mich mit seinen Schilderungen beruhigen konnte. Es kann nicht in die Luft fliegen und für weltweite Radioaktivität sorgen. Egal, was passiert, es bleibt ein grausames, aber lokales Problem. Ich finde es gut, dass durch diese Katastrophe wieder eine grundlegende Diskussion über Kernkraft und "sichere" AKW's angestoßen wurde, aber es gibt keinen Grund zur Panik. 

Dabei ist mir klar geworden, dass meine derzeitige Ängste auch nur lokale Teile meines Lebens betreffen. Es geht nicht darum sie zu ignorieren, es geht darum, sich nicht von ihnen überschwemmen zu lassen. Ob mein Yogakurs stattfindet oder nicht, bedroht nicht mein Leben. Wo mein Mann zukünftig einen Job findet, wird nicht mein ganzes Leben beeinflussen. 

Yoga hilft mir, immer wieder in die Mitte zu kommen. In Kontakt zu bleiben mit dem, was in mir und unabhängig von äußeren Umständen ist. Vielleicht geht es im Leben immer wieder darum, die Kerze in uns finden, die immer brennt.


Sat Nam

Samstag, 2. April 2011

120 Tage Kryia und Meditationen

Ich habe es geschafft! 120 Tage täglich die Kryia "Die grüne Energie" und die Meditationen "Hari Gobinde" und "um mit den Kindern Schritt zu halten". Es war relativ leicht, weil die Übungen Spaß gemacht haben und nicht zu schwer waren. 

Durch die grüne Energie habe ich ein Gefühl für das Vertrauen ins Univesum bekommen. Die ersten Teile der Reihe sind für die unteren Chakren und die anderen sind Herz öffnend. Es war nicht immer leicht für meine Familie, weil auch 2 Minuten Body Drops (Beine lang, mit den Fäusten vom Boden abstützen und den Popo mit den Beinen hochstemmen) dabei waren. Immer wenn ich wieder auf meiner Matte landete gab ein kleines Rumpeln auf dem Boden. Und es war auch drei Minuten auf der Stelle laufen dabei, was auch nicht gerade leise ist. Aber sie haben sich nie wirklich beschwert. Seit der Übungsreihe achte ich mehr auf Lebensmittel, die grün sind und baue sie bewusster in mein Essen mit ein.

Durch die "Hari Gobinde", die von alten Ballast befreit, habe ich gelernt, der Vergangenheit weniger Bedeutung zu geben. Bei der Meditation endet jede Strophe mit dem Heben der Hände nach oben und nach hinten, geradeso als würde ich etwas nachhinten abwerfen. Das hat sich in mir verankert und ich spüre schneller, wenn ich mich in Grübeleien über Vergangenes verliere und denke an das Mantra und an die Handbewegung. Motto: Hey, lass es los, es ist vorbei. Ohne dabei kaltherzig zu werden, sondern als Wegweiser für die Konzentration auf den Augenblick.


Die Meditation "um mit den Kindern Schritt zu halten" ist phänomenal. In der einfachen aufrechten Sitzhaltung beuge ich den Kopf nach vorne und halte an jeder Hand die Daumen mit den Zeigefingern zusammen. Beim Einatmen dachte ich Sa Ta, beim Ausatmen Na Ma. Auch wenn es nicht immer einfach war, mich 11 Minuten darauf zu konzentrieren, spüre ich trotzdem täglich den Erfolg. Ich kann mich viel besser in meine und andere Kinder hineinversetzen. Wenn ein Kind vor mir steht und wütend oder traurig ist, senke ich meinen Kopf genau wie in der Meditation, zusätzlich gehe ich oft in die Hocke, um mich mit dem Kind auf Augenhöhe zu treffen. Und dann geht es oft sehr leicht. Es ist, als würde eine Antenne auf meinem Kopf sein und durch das Runterbeugen berühre ich die Antenne von dem Kind auf seinem Kopf und wir verstehen uns besser. Es ist die bisher wirkungsvollste Meditation die ich für das Kinderyoga kennengelernt habe.


Yoga macht mein Leben definitv einfacher und leichter.

Sat Nam

 

Freitag, 1. April 2011

Chattara Chakara

Als ich gestern meinen Praktikumsbericht schrieb, stieß ich auf die Frage, ob es Situationen gab, wo ich Angst hatte. Es war die Situation kurz vor dem Unterricht, wo die Sportlehrerin die Kinder fragte, wer Lust auf Yoga hat. Obwohl ich fünfmal die Erfahrung machte, dass sich mehr als 10 Kinder gemeldet haben, hatte ich jedesmal Angst, dass sich niemand melden würde. Genauso geht es mir jetzt mit meinem geplanten Yogaferienkurs (Werden sich genügend anmelden?), der beruflichen weiterhin unsicheren Situation meines Mannes und dem AKW in Japan. Auch wenn die Ängste unterschiedlich stark ausgeprägt sind, so sind sie da. 

Zufällig fiel mir ein Zettel aus meiner Yogatasche in die Hände. Es stand ein Lied von der vorletzten Yogastunde bei Sant Subagh Kaur darauf. Wir hatten uns dazu "warm" getanzt und mir gefiel es sehr. Ich fand es auf mantra-download.de und lud es auf meinen PC. Ich drehte das Lied (Mantra "Chattara Chakara" von Satkirin Kaur) laut auf, tanzte dazu und fühlte mich viel besser. Ich hörte es den ganzen Tag nebenbei. Gerade eben schaute ich nach, was denn das Mantra bedeutet: ".... sehr wirksam gegen Furcht..." Manchmal ist es gespenstisch wie gut die Intuition funktioniert....

Sat Nam