Gestern hatte ich von der Mutter und ihren abwertenden Kommentaren über Kinderyoga geschrieben. Heute Morgen kommt sie auf mich zu und sagt: "Sie (ihr Kind) will unbedingt kommen zu dem Kurs in den Ferien. Also, ich melde sie jetzt an." - "Gerne, allerdings ist der Kurs bereits ausgebucht." Großes Stauen, ungläubiges Gesicht. "Aber ich mache einen zweiten Kurs auf." - "Wann ist der?" Ich gebe ihr die Daten. Sie sind O.K. "Ich brauche allerdings noch zwei Anmeldungen damit der Kurs stattfindet." - "O.K." Stille. "Also ich hab' mit Yoga überhaupt nichts am Hut!" sagt sie forsch und stemmt ihre Hände in die Hüften. "Nein, muss man auch nicht. Meine Tochter bastelt auch leidenschaftlich gerne und ich kann mich da nicht wirklich für begeistern." Und dann haben wir gelacht.
Vielleicht habe ich die Frau falsch eingeschätzt, vielleicht redet sie gerne ein bisschen genervt oder ist von ihrem Kind genervt, das offenbar einen starken Willen hat.
Ich ging weiter ins Ortzentrum, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Sofort meldete sich der Affe auf der Rückbank: Und was machst Du, wenn sich niemand mehr anmeldet? Vielleicht solltest Du Dir einen größeren Raum suchen, dann kannst Du alle auf einmal unterrichten, denn es sind ja jetzt 13 und.... Stopp! Anschnallen! Freitag. Ich entscheide, was zu tun ist, wenn es Freitag ist. Bis dahin, lass ich mich treiben und vertraue, dass sich schon alles so ergibt, wie es gut ist. Der Affe fing nach einer Weile immer wieder an, aber mit dem "Mantra" Freitag, schnallte ich ihn wieder fest.
Bei Rossmann traf ich eine Frau, die ich flüchtig kenne, von der ich weiß, dass sie eine Tochter im Kinderyoga-Alter hat. Doch die Frau war sehr in Eile. Ja, ich hätte ihr ein Gespräch "aufzwingen" können, hätte ihr einen Vortrag über Kinderyoga halten können... Nein. Das wollte ich nicht. Ich will vertrauen und voller Liebe sein. Ich dachte an den Spruch, der heute Morgen an meinem Yogitee-Beutel klebte: "Behandle die anderen so, wie Du selbst behandelt werden willst." Ich möchte nicht, wenn ich es eilig habe, dass mich jemand "volllquatscht"... Ich ging nach Hause. Mein Affe zweifelte: Vielleicht wäre sie diejenige gewesen, die Dir noch gefehlt hätte zu dem Kurs. FREITAG! VERTRAUEN! Auf der Straße traf ich noch eine Mutter, mit der ich aber nie mehr als "Hallo" ausgetauscht habe. Ähnliche Situation wie vorher. Ich blieb geschmeidig. Früher (vor meinem Yoga-Leben) hätte ich mich bei beiden zum Affen gemacht.
Zu Hause tat ich konzentriert und gelassen Dinge, die erledigt werden mussten. Das Telefon klingelte, eine gute Freundin meldete ihr Kind an! 15 Minuten später klingelte es wieder, der Vater von einem Sohn, der in der Montessori-Schule in meinem Yogaunterricht war, meldete ihn an. Der zweite Ferienkurs findet statt...
Danke, liebes Universum.
Affe: Jetzt brauchst Du nur noch 5 Kinder, dann ist der zweite Kurs vollständig. SAT NAM (Affe ist wieder angeschnallt...)
Sat Nam
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