Im Moment wissen wir aufgrund der unsicheren beruflichen Situation meines Mannes überhaupt nicht, wo wir nächstes Jahr wohnen werden. Ob wir umziehen und wohin es geht steht absolut in den Sternen. Natürlich gibt es einen Herzenswunsch wohin wir gerne gehen würden, aber bisher gibt es keine konkreten Anzeichen in diese Richtung. Mein Ego will die Kontrolle, will wissen, was passieren wird. Aber es kann machen, was es will, es gibt keine Antwort und es gibt auch nichts zu tun. Einerseits kostet es Kraft diese Ungewißheit zu ertragen, nichts planen zu können. Andererseits stecken wir schon seit einem Jahr in diesem Zustand und ich merke, dass ich immer besser damit umgehen kann. Mein tägliches Yoga hilft mir sehr dabei. Es erinnert mich immer wieder an die Leere, die zwar bedrohlich und ängstlich wirken kann, aber auch etwas sehr liebevolles hat. Es flüstert mir zu: Lass einfach los, lass Dich treiben. Es ist alles gut und es wird alles gut.
Elizabeth Gilbert beschreibt in ihrem Buch einen wunderbaren Traum: Sie ist am Strand. Die Wellen kommen und gehen wie sie wollen. Ein Yogi schaut sie an und bittet sie, sie solle das doch aufhalten. Sie versucht Skizzen für einen Staudamm zu zeichnen, doch das Wasser ist immer stärker und spült ihre Pläne immer wieder weg. Irgendwann gibt sie verzweifelt auf und der Yogi lacht: "Wie um alles in der Welt willst Du das kontrollieren?"
Sat Nam
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