Montag, 18. Oktober 2010

Hausaufgabe: Herzöffner

Heute Morgen habe ich die Meditationshausaufgabe durchlebt. Den rechten Arm über den Kopf halten und den linken am Körper anwinkeln ist für eine kurze Zeit leicht. Aber 11 Minuten! Als ich die 11 in den Timer eingab, schüttelte ich mit den Kopf. Das ist unmöglich. Ich kam mir vor wie ein zweifelnder Matrose bei Columbus an Bord. Aber einfach abspringen ging nicht mehr. Mein rechter Arm begann irgendwann an zu "brennen". Ich wollte aufhören, doch dann hörte ich Sahibs Stimme vom Ausbildungswochenende: "Deine Muskeln schaffen das locker, es sind nur Deine Nerven und Dein Verstand." Ich versuchte mich auf den Atemrhytmus zu konzentrieren. 5 Sekunden einatmen - 5 Sekunden halten - 5 Sekunden ausatmen. Es wurde besser. Aber dann war der Schmerz wieder da. Ich lauschte der CD mit dem Mantra "Gobinde - Mukande - Udare - Apare..." Es wurde besser für eine Weile. Als der Schmerz zurückkam ging es los. Mir liefen die Tränen über die Wangen. In mir tauchten Bilder und Sätze auf, die meinem Leben neuen Sinn gaben. Ach so, das ist das. Ach so, deshalb ist das.... Ich fand es magisch, dass durch die Tränen irgendwann der Schmerz im Arm weniger wurde. Wie eine Heilung fühlte es sich an. Langsam begreife ich, was es heißt sich seinen Ängsten zu stellen und sein Herz zu öffnen. Und das alles in nur 11 Minuten. Effektiver geht es nicht. 

Mal sehen, was morgen passiert. Vielleicht bekomme ich einen Lachanfall ... (oder vielleicht brülle ich bis die Nachbarn an der Tür klingeln - "Tschuldigung, ich meditiere nur." ...)

Sat Nam
 

3 Kommentare:

  1. Liebe Patricia, wie ich aus deinen Zeilen erkennen kann, gab es eine neue HS??? Ich hatte 2008 schon mit der Kinderausbidung angefangen und das zweite Wochenende damals schon erleben dürfen, daher habe ich diesmal mit Abwesenheit geglänzt. Ab November bin ich dann wieder dabei, soweit mir mein Arbeitgeber keinen Strich durch die Pläne macht.
    Könntest du mit bitte die HS kurz erklären? Danke!
    Ich lese deinen Blog immer mit Spannung und freue mich deine Erfahrung zulesen. Ich fühle mich weniger allein bei meinen eignen Gedanken.
    Fühle dich umarmt, SAT NAM Ines

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  2. Liebe Ines,

    ich freue mich sehr, dass Du mir schreibst und meinen Blog verfolgst. Ich mag den Austausch über die Erfahrungen mit Yoga sehr und fühle mich dann auch viel verbundener mit allen.

    Die Hausaufgabe besteht aus drei Teilen:
    Teil 1: In einfacher Sitzhaltung den rechten Arm heben und die Hand ca. 20 cm über die Kopfmitte halten. Vielleicht einmal vor dem Spiegel ausprobieren um die Mitte zu finden und dann zu spüren. Der linke Arm ist angewinkelt und liegt am Körper an, die Handfläche zeigt nach vorne. Die Augen sind geschlossen. Die Konzentration liegt auf der Mitte vom Kinn, d.h. einfach an diese Stelle denken, es ist der Lunapunkt. Wichtig ist der Atemryhtmus: 5 bis 20 Sekunden einatmen, die gleiche Zeit den Atem halten und in der gleichen Zeit ausatmen. Wir haben am Sonntag Gobinde - Mukande... dazu gehört. Dieser Teil dauert 11 Minuten
    Teil2: Von der Haltung in Teil 1 gehen Deine Arme nach vorne im 90 Grad Winkel, so als würdest Du den Boden segnen, die Handflächen zeigen nach unten. Du atmest lang und tief. 3 Minuten lang.
    Teil3: Von der Haltung in Teil 2 gehen die Arme nach oben, die Handflächen zeigen nach vorne. Wieder lang und tief atmen, 3 Minuten lang, dann einatmen, den Atmen 10 Sekunden halten und in derzeit alle Muskeln anspannen und wieder ausatmen. Das noch zweimal wiederholen und fertig!.

    Sahib meinte dazu, dass viele die das ausprobiert haben sehr beeindruckt waren von der Wirkung.

    Du kannst mir auch gerne Deine e-mail-Adresse geben, dann scanne ich die Zeichnung mit Beschreibung ein und maile es Dir zu.

    Freue mich, wenn Du im November wieder dabei bist.

    Fühle Dich umarmt
    Sat Nam
    Jagatpal

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  3. Liebe Jagatpal,

    danke für deine ausführliche Beschreibung der Meditation. Wahrscheinlich habe ich das Blatt schon irgendwo - ich schau mal, falls ich es nicht finden kann, melde ich mich bei dir. Heute geht es aber erstmal nach Japan bis zum Wochenende, solange werde ich eine andere Meditation machen (ich nutze die Zeit und bereite meine Unterrichtsstunde für Montag vor).

    Eine gute und intensive Zeit wünsche ich dir
    Sat Nam
    Siri Tapa

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