Freitag, 22. Oktober 2010

Gongmeditation und Tod

Gestern war ich beim Yoga (sehr schöne Kryia mit Sant Subagh Kaur!) mit anschließender Gongmeditation in Gröbenzell. Es war für mich das erste Mal und eine sehr beeindruckende Erfahrung. Es war so wahnsinnig intensiv und ich bin danach auf einer großen Wolke mit fester Bindung zum Boden nach Hause geschwebt. Satya Singh hat den Gong wundervoll geschlagen und uns erklärt, dass die Klangwellen ein Gefühl erzeugen, dass wir von unserer Zeit im Mutterleib kennen. Die totale Geborgenheit. Er erzählte auch, dass wir eine starke Sehnsucht in uns tragen, in dieses Gefühl zurückzukommen. Deshalb buchen wir Wellnessurlaube, Massagen und legen uns in Salzwasserbecken. Ich musste dabei an Christine Nirankar Kaur denken, die mir am letzten Wochenende erklärt hat, dass es eine Todessehnsucht in uns gibt. Und ich spürte nun, was sie damit meinte. Das ist auch ein Zurückkommen zum Ursprung. Ich plädiere damit nicht für Selbstmord. Nein, ich bin der Meinung, man sollte das Leben ausquetschen wie eine Zitrone und es so intensiv leben, wie es geht. Aber es tröstet mich und nimmt mir die Angst vor dem Tod bei mir und bei meinen Angehörigen.

"Zufällig" hatten wir heute beim Mittagessen das Thema. Meine 6jährige meinte: "Also, Mama, wenn wir Kind sind, dann werden wir Erwachsen." - "Mhm." - "Und wenn wir Erwachsen sind, dann werden wir alte Leute." - "Mhm." - "Und dann sterben wir." Darauf empörte sich die 3jährige: "Nein, ich will nicht, dass Ihr sterbt!" - "Aber das ist so", erklärt die Schwester. "Nein, das will ich nicht. Das hat die Polizei verbietet!" Wir lesen im Moment ein Buch mit Engelgeschichten. Daran erinnerte sich die Große: "Aber es ist nicht schlimm. Du fliegst dann zurück zum großen Atem. Dann kannst Du Dir überlegen, ob Du vielleicht ein Schutzengel wirst und gehst in die Engelschule." Das beruhigte die Kleine. Ich lehnte mich zurück und war fasziniert, wie Kinder mit diesem Thema umgehen. Da kann ich noch eine Menge lernen...

Sat Nam

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