Heute zeigte mir meine 6jährige ihre in der Schule gelösten und korrigierten Rechenaufgaben. Es war eine strahlende Sonne von der Lehrerin darunter gemalt und es stand "Super", aber auch achte auf die Spiegelzahlen darunter. Sie hatte ein paar Zahlen spiegelverkehrt geschrieben. Ich lobte sie für das tolle Ergebnis und freute mich für sie. Doch sie war enttäuscht. "Ich kann das alles gar nicht. Ich schreibe immer alles verkehrt herum." Ich atmete tief durch und versuchte den Fokus auf die vielen richtigen Aufgaben zu lenken. Sie verstand vom Kopf her, was ich meinte, aber sie fühlte es nicht wirklich. Ich erzählte ihr, dass es normal ist, dass man nicht gleich alles kann und dass man deshalb in die Schule geht um zu lernen, etc... Aber ich kam nicht wirklich zu ihr durch. Gemeinsam starrten wir auf das Blatt. Ich wartete und hoffte auf eine Eingebung. "Ich bin glücklich - Ich bin gut..." tauchte in mir auf und bahnte sich über meinen Mund den Weg nach draußen. Sie hörte mir zu, sie kennt das Mantra und plötzlich war es da, das Gefühl miteinander verbunden zu sein, zu fühlen, was wirklich gemeint ist. Ich sagte nichts mehr. Sie sagte: "O.K., Mama, aber dann musst Du meine neuen Hausaufgaben anschauen und mir sagen, wo ich Spiegelzahlen habe..." Sie hatte eine gesund Distanz zu ihrer Leistung bekommen. Ich möchte, dass mein Kind ein Selbstwertgefühl entwickelt was unabhängig von guter oder schlechter Leistung ist und mir ist klar geworden, wie sehr dieses Mantra dieses Gefühl ausdrückt.
Yoga ist so herrlich praktisch.
Sat Nam
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