Heute früh war ich ziemlich genervt. Ich vertrötelte Zeit beim Mandelöl in die Haut reiben. (Bei der kalten Dusche passiert mir das komischer Weise nicht ;-)). In meiner persönlichen Kryia vergaß ich erst eine Übung und programmierte den Timer falsch. Ich verkrampfte mich zunehmens und war fest gefangen vom Teufel, der Perfektionismus heißt. Immerhin dachte ich daran den am Vortag liebevoll (ich rührte singend ein Mantra ein) gekochten ayurwedischen Pudding einzupacken. Aber ich war in Eile und war schon spät dran. Ich achtete nicht auf einen festen Sitzplatz für ihn. Als ich Dayajot abholte, war mir warm vor Aufregung und Wut über den verkrampften Start in den Morgen. Es geht zum Yoga, wo bleibt die Gelassenheit? Sie war einfach nicht zu finden. Wahrscheinlich saß sie auf der Rücksitzbank und wartete sehnsüchtig auf eine Gelegenheit. Keine Chance. Ich sah sie nicht. Ich riss für Dayajots Sachen den Kofferraum auf und schmiss genervt meine Jacke hinein. Dabei musste die Puddingschale in Schieflage geraten sein. Wahrscheinlich hatte die Gelassenheit genug von der Warterei und half etwas nach. Wenns hektisch wird, müssen Malheure her.
Leider konnte ich die Sauerei im Kofferaum nicht sofort beseitigen, weil sich die Yogalehrerinnen verfahren hatten und zu spät kamen. Die Tür war zu. Wir mussten warten und ich konnte die Pampe von Jacke, Korb, Decke und Boden nicht sofort reinigen. Ich musste warten und in diesem unperfekten Zustand ausharren. Har! Har! Har! Endlich öffnete sich mein Herz und ich konnte den Humor in allem erkennen. Es war herrlich mit Euch im Flur zu warten und Witze über diese Situation zu machen.
Mir hat das später beim Modellieren der Tonfiguren mit den verbunden Augen sehr geholfen. Ich konnte mich viel schneller als sonst unabhängig von Perfektion machen. Einfach machen und lachen, egal was dabei herauskommt. Und weil wir eine freie Atmosphäre in der Gruppe hatten (und haben), die das möglich macht.
Ich freue mich schon auf Euch!
Bis gleich...
Sat Nam
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