Mittwoch, 20. Oktober 2010

Unvollkommenheit

Heute Morgen bei der Meditation dachte ich, wie furchtbar unvollkommen doch alles ist. Wut stieg wieder in mir auf. Egal was ich mache, immer gibt es etwas zu verbessern. Beispielsweise kann ich unendlich Saubermachen. Ich kann immer etwas finden, was noch nicht "richtig" sauber ist. Genauso ist es mit Aufräumen. Ich kann die Perfektion anstreben, aber ich werde sie niemals finden. In den Augen der Kinder ist das alles ganz anders. Wenn ich meiner Großen sage, sie soll doch bitte ihr Zimmer aufräumen, schaut sie mich fragend an. Nur wenn ich ihr sage, räume Dein Spielzeug zurück, sammle die Papierschnippsel auf, lege die Bücher ins Regal, weiß sie, was zu tun ist. Für sie ist es immer vollkommen, egal ob es aufgeräumt ist oder nicht. Wie weise. 

Später war ich in der Sauna und sah all die vollkommenen bzw. unperfekten Körper. Je nachdem welche Perspektive ich einnehme. Es kommt darauf an, welche festen Bilder ich im Kopf habe, wie etwas zu sein hat. Ich schloß beim Entspannen auf der Liege die Augen und dachte an das Gefühl in der Meditation. Eine Frage tauchte auf: Was ist, wenn alles gut ist? Was ist, wenn alles genauso gut ist, wie es jetzt gerade ist? 


Oje, dann kann ich mich ja völlig entspannen und glücklich sein. 


Sat Nam

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