Sonntag, 24. Oktober 2010

Mudra für das Ego

Letzte Woche bei der Gongmeditation hat der Gongschlagende Satya Singh erklärt, dass es sein kann, das wir während der Meditation Angst bekommen vor den Auswirkungen der Klangwellen. Tatsächlich ist es absolut ungefährlich, aber das Ego kann sich mit Sorgen melden. Oje, der Gong ist zu laut, meine Ohren könnten platzen oder mein Popo einen unkontrollierten Pups lassen. Um es zu besänftigen sollten wir es machen wie kleine Säuglinge: Den Daumen anwinkeln und in die Faust schieben. Ich hatte große Angst am Anfang des Gongklangs und nahm sofort vorsorglich das Mudra ein. Ich weiß nicht, ob es daran lag, aber meine Ängst wurden weniger und ich ließ irgendwann auch die Haltung los.

Heute hatte ich eine schöne Gelegenheit ein süßes knapp drei Monate altes Baby zu beobachten. Es lag auf dem Bauch, legte seine Daumen in seine Fäuste und stützte seinen Kopf mutig und stark nach oben. Ich war schwer beeindruckt. Vielleicht war es Zufall, vielleicht auch nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Idee gefällt, durch ein einfaches Mudra Ängste einzudämmen. Ich werde nach weiteren Situationen Ausschau halten...

Sat Nam   

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