Donnerstag, 3. Februar 2011

Weibliche Konzentration

Im Jetzt sein, sich auf das Wesentliche konzentrieren, auf den Augenblick achten,.... Das hört sich so leicht an, aber in der Praxis sieht es manchmal anders aus. Yoga hilft. Mantren helfen. Und heute habe ich festgestellt, dass es auch besser geht, wenn ich mich mit dem weiblichen Bewusstsein verbinde. Am Morgen hatte ich den Kopf voll mit Dingen und Ideen, was ich alles heute unbedingt noch erledigen muss. Und natürlich war es wieder viel mehr als in der Zeit möglich war. Ich fing an zu hetzen. Ich überlegte, wenn ich X ganz schnell erledige, dann schaffe ich Y und Z ganz sicher. Zwischendurch saß ich im Auto und blickte auf den kleinen Luftballon, der auf meinem Beifahrersitz fröhlich vor sich hin schaukelte. Ach, da war ja noch was. Tief ein- und ausatmen. Ich spürte wie verspannt mein unterer Rücken und Beckenboden von der Hetzerei schon waren. Und ich fragte mich: Wo ist die Anmut? Wo ist die Gelassenheit? Wo ist das Vertrauen? Ich bin doch eine Frau. Diese Eigenschaften sind in mir. Ich brauche sie nur zulassen und fühlen. Ich machte noch ein paar tiefe Atemzüge und spürte wie die Anspannung weniger wurde. Es kribbelte bis hinunter in meine Füße. Vielleicht haben wir Frauen deshalb so oft kalte Füße. Ich entschied mich Z aufzugeben und verfolgte Y in entspannter Haltung. 

Es ist schön, gelassen zu sein.

Sat Nam

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