Dienstag, 1. Februar 2011

Die wahre weibliche Natur

Mir ist aufgefallen, wie weiblich es ist, nicht zu denken, sondern nur zu sein, d.h. hauptsächlich spüren und fühlen. Das ganze Rattern im Kopf entsteht weil wir soviele Dinge gleichzeitig wahrnehmen können. Wenn dann die Angst dazu kommt, wir könnten etwas vergessen, etwas nicht schaffen, dann läuft der Kopf auf Hochtouren, will kontrollieren und verfängt sich in der Illusion durch Denken alles richtig zu machen. Die Wahrheit ist, dass nur die Konzentration auf den Augenblick und das Vertrauen in unsere Verbundenheit mit dem Göttlichen uns Gelassenheit und Anmut gibt. 

In der Praxis fängt das beim Zuhören an. Wenn mir jemand sein Herz ausschüttet, reicht es vollkommen, wenn ich einfach nur fühle. In dem Moment wo ich denke, oje, was könnte ich dazu am Besten sagen und womöglich schon im Kopf vorformuliere, bin ich nicht mehr präsent. Es reicht mit dem Herzen zu hören und darauf zu vertrauen, dass in der Redepause einem schon die richtigen Worte einfallen werden.

Wenn ich in der Küche stehe und das Essen koche, kann ich dabei gelassen Mantren singen oder meine Energie in den Kopf stecken. Analysieren, was ich nachher noch einkaufen will, mit wem ich am Abend telefonieren werde, was ich mache, wenn ein ersehnter Brief heute immer noch nicht kommt, ... Dass diese Gedanken auftauchen ist in Ordnung. Wichtig ist, immer wieder in den ruhigen Zustand zurückzukehren. Das seelige Gefühl nach einer Yogastunde, oder nach einer Meditation ist dann auch im Alltag realisierbar. Und wenn ich mir meine Kinder anschaue so weiß ich, dass wir genau mit diesem Gefühl geboren werden. Wir brauchen einfach nur da wieder zurückgehen.

Einfach? Ja. Es klingt schwer. Was es nur deshalb ist, weil uns das Knattern im Kopf so vertraut geworden ist. In Wahrheit ist das ständige Sorgen, Analysieren und Bewerten viel anstrengender. 

Let the love flow.

Sat Nam 

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