Dienstag, 22. Februar 2011

Selbstsicherheit

Am Ausbildungswochenende hat uns Sahib Kaur von ihren Frauenseminaren erzählt. Dabei tauchte auch das Thema Unsicherheit auf. Ein weibliches Phänomen. Eben noch fühlten wir uns sicher und selbstbewußt. Ja, genau das ist es. Doch dann passiert irgendetwas. Ein Anruf, ein Hinweis, ein Gefühl,... Und plötzlich ist alles dahin. Wie eine ehemals feste Sandburg, die von einer großen Welle verschluckt wird. Dabei war es tatsächlich nur ein kleiner Regentropfen, der uns in eine bodenlose Verunsicherung gestürzt hat. Im Nachhinein analysiere ich, wieso habe ich gleich alles in Frage gestellt, warum saß ich wie ein Kaninchen vor der Schlange und ging nicht einfach, etc.... Manchmal finde ich eine passende Erklärung, manchmal auch nicht. Nur mit dem bloßen Nachdenken darüber finde ich meistens keine Lösung für das nächste Mal.

Im Yoga gibt es eine kleine Übung (2x2 Minuten), die helfen kann. (Sie wird auch empfohlen in der Zeit vor der Menstruation, sie steht auch in dem kleinen Büchlein "Yoga für Frauen".):


1. Stelle Dich aufrecht hin. Knie und Fersen liegen aneinander (Fußspitzen dürfen etwas auseinander stehen für bessere Balance). Deine Arme strecke gerade über den Kopf. Die Oberarme liegen dicht an den Ohren. Handflächen zeigen nach vorne, Daumen sind ineinander verschränkt. In dieser Haltung beuge Dich soweit nach hinten (Kopf, Arme und Wirbesäule bilden einen Bogen) wie es schmerzfrei geht (ca. 20 Grad). 2 Minuten lang und tief durch die Nase atmen.
2. Langsam nach vorne beugen, so weit es geht, vielleicht berühren Deine Finger sogar den Boden. Die Arme bleiben an den Ohren. Atme ein und pumpe Deinen Bauchnabel so lange es geht. Atme aus und pumpe wieder. Atme ein und wiederhole. 2 Minuten.


Diese Übung erinnert an einen Grashalm, der sich im Sturm biegen kann, aber nicht bricht, weil er tief verwurzelt ist....


Tiefe feste Wurzeln wünsche ich uns.


Sat Nam

 

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