In vielen Yogaübungen heißt es: "und nun konzentriere Dich auf das dritte Auge". Gemeint ist der Punkt zwischen den Augenbrauen. Wenn ich dort hinspüre, kann ich tiefer in die Übung hineingehen und verliere mich weniger in Grübeleien oder Gedankenspielen. In dem Kundalini-Grundlagen Buch von Satya Singh ist auf einer Zeichnung die Verbindung vom dritten Augen zum Kronenchakra (höchster Punkt auf dem Kopf) zu sehen. Von dort können wir uns leichter mit dem höheren Selbst verbinden, deshalb wird das dritte Auge auch das Tor zum Universum genannt. Ich finde, es ist als würde ich durch einen Tunnel gehen oder schauen. Egal, was es wirklich ist oder bedeuten mag, es ist entspannend sich darauf einzulassen.
Es funktioniert auch sehr gut bei Kopfschmerzen (besonders wenn der Druck auf der Stirn liegt). Anstatt sofort zur Tablette zu greifen, kann ich mich auf mein drittes Auge konzentrieren und warten was passiert. Es hat mich heute etwas Überwindung gekostet, weil ich doch einfach schnell diesen Schmerz los werden wollte. Sofort! Doch dann schloss ich die Augen und legte los. Begleitet von tiefen Atemzügen wurde der Schmerz erst einmal für einen kurzen Moment größer, weil ich ihn bewusster wahrnahm. Rechts und links neben dem dritten Auge spürte ich ein pulsieren. Wie zwei Flügeltüren in einem Westernfilm gingen sie auf und zu. Dahinter verbarg sich ein Licht. Umso mehr ich mich darauf fokussierte, um so ruhiger und bedeutungsloser wurden die Türen. Meine Schultern, mein Nacken und mein Kiefer entspannten sich ebenfalls. Der Kopfschmerz wurde weniger.
Das dritte Auge kann wirken wie ein Yoga-Aspirin...
Sat Nam
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