Heute habe ich meine erste Kinderyogaprobestunde vor den anderen angehenden Kinderyogalehrerinnen und der Ausbilderin gehalten. Letzte Nacht hatte ich vor Aufregung schlecht geschlafen und auch die Zeit vor der Stunde war ich sehr angespannt. Gott sei Dank hatte ich kein Bluthochdruckmessgerät dabei, es hätte bestimmt die ganze Zeit piepende Warnsignale abgegeben.
Ich hatte mir sehr viel vorgenommen. Zum einen hatte ich keine Geschichte vorbereitet, sondern nur ein paar Karten aus einem Memory-Spiel als Anregung mitgenommen. Ich wollte wissen, ob es stimmt, was während der Ausbildung immer wieder gesagt wurde: "Du kannst auf den Moment vertrauen. Stimme Dich ein und der Rest ergibt sich von allein." Hurra! Es stimmt. Es funktioniert. Vorbereitung ist gut, aber ich brauche mich nicht verrückt machen, sondern einfach nur VERTRAUEN: in die eigenen Fähigkeiten und in das Universum, das jede unterstützt, die die Absicht hat Gutes zu tun.
Zum anderen hatte ich noch nie vor "fremden" Leuten Gitarre gespielt, geschweige denn eine Gitarrenunterrichtsstunde genommen. Als ich Schulkind war, riet meine Musiklehrerin meinen Eltern, ich solle lieber etwas anderes machen. Nun dachte ich mir, es sei der Zeitpunkt gekommen, mich diesem Schattenthema zu stellen. Denn ich liebe Musik und habe sie immer geliebt. Warum sollte ich unmusikalisch sein? Ich glaube sogar, dass es so etwas wie Unmusikalität gar nicht gibt. Seit einem Jahr habe ich im stillen Kämmerchen vor mich hin geklimpert. Mit einem Buch habe ich mir ein paar Akkorde beigebracht. Ich will keine schwierigen Songs spielen oder Noten lesen. Ich will einfach nur Spaß haben am Musik machen. Die Mantren vom Yoga sind sehr gut zum Üben, weil es viele gleiche Wiederholungen gibt. Ich habe das Mantra "Ich bin glücklich, ich bin gut" vorgespielt. Ich dachte mir in diesem geschützten Rahmen in dieser tollen Gruppe von Menschen, die ehrlich und gleichzeitig liebevoll sind, kann ich es wagen. Es war eine tolle Erfahrung, dass es geklappt hat! Ganz lieben Dank für Eure offene Herzen. Ihr habt mir sehr geholfen, meinen Schatten zu erhellen. Wahe Guru!
Sat Nam
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen