Seit drei Tagen mache ich nun die kleine Kryia zur Selbstsicherheit (siehe Eintrag vom 22.02.) und ich bin sehr erstaunt, wie gut sie schon wirkt. Durch den kleinen Bogen (durch Arme, Kopf und Rücken) nach hinten komme ich dem Gefühl von Zurücklehnen und Vertrauen näher. Als ich mich heute morgen nach der Übung in die einfache Sitzhaltung setzte, dachte ich: Nanu, was ist das?! Ich saß anders. Als hätte ich eine Stuhllehne hinter mir. Eine Wärme zog sich von den Brustwirbeln nach unten bis in den Lendenbereich. Der Unterleib und die Nieren werden besser durchblutet. Zurücklehnen und vertrauen schafft Selbstsicherheit. Es findet ihren Ausdruck in der Körperhaltung.
Den ganzen Tag über habe ich damit experimentiert: Ich saß im Auto und schaute auf die Uhr. Noch 50 Minuten bis zur Kindergartenabholzeit. Schaffe ich es vorher noch zum DM und zum Tengelmann? Welches ist wichtiger? Oder fahre ich zum DM und gehe zum AEZ daneben, dann muss ich nicht noch einmal weiterfahren. AEZ ist aber riesig. Weite Wege. Dauert bestimmt länger.... Der Quark im Kopf wackelte fröhlich vor sich in. Stopp. Nach hinten lehnen und durchatmen. Einfach losfahren zum DM und dann schauen, wieviel Zeit noch bleibt. Punkt! Beim DM war an der Kasse eine lange Schlange. Ich wurde etwas nervös. Stopp. Zurücklehnen und durchatmen. Die Kundin vor mir schob ihren Einkaufswagen zur Seite, sie hatte noch etwas vergessen. Eine zweite Kasse wurde auch noch geöffnet....
Es ist nicht wichtig, ob ich in einer bestimmten Zeit viel oder wenig schaffe, es ist ein großer Unterschied, ob ich die Dinge sicher und gelassen erledige oder gehetzt und unsicher.
Sat Nam
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