Nachdem wir am letzten Wochenende über "Streß bei Kindern und wie kann Yoga helfen" gesprochen hatten, bearbeiteten wir auch unseren eigenen Streß. Nach einer Meditation füllten wir für uns privat einen Fragebogen aus, der uns bewusst machte, in welchen Situationen wir in Streß geraten und wie wir uns da hinaus bewegen können. Und dann wurde es ernst. Wir stellten uns im Kreis auf und jede sagte laut, welchen Schritt sie als erstes unternehmen wird (nicht würde) damit sie weniger Streß im Leben hat. Dazu gab jede einen Zettel mit ihrer Unterschrift als Bestätigung in die Mitte in eine Schale. Sahib erklärte, sie würde die Zettel in der Erde vergraben. Und obwohl das "eigentlich" vom Kopf her doch egal sein könnte, ob die Zettel nun vergraben werden oder nicht, gab es bei einigen von uns den Reflex: "Oh, darf ich den Zettel doch wieder haben?" Sahib meinte, wir sollten in nächster Zeit darauf achten, ob sich etwas verändert. Ich kann sagen: Oh ja! Mir fällt viel schneller auf, wenn ich wieder in den Streß gehe. Das Hinausgehen fällt mir noch nicht so leicht, weil alte Gewohnheiten nicht per Schalter umgelegt werden können, aber der Anfang ist gemacht. Ich bin sehr erstaunt, dass dieses einfache Ritual solche Wirkung hat. Ich glaube, es ist ein ähnlicher Effekt wie bei Weight Watchers: In der Gruppe geht vieles viel leichter.
Es ist, als hätte mein Vorhaben durch die anderen die vielfache Kraft bekommen, als würde ich getragen werden.
Wie geht es Euch mit Eurem Streß?
Sat Nam
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