Dienstag, 11. Januar 2011

Von Karotten, Eichhörnchen und Yoga-Enten

Pure Lebensfreude von Kindern ist etwas unglaubliches. Gerade robbt meine Kleine durchs Wohnzimmer, wirft eine Trillerpfeife vor sich hin und ruft: "Karotte! Karotte!" Dann schleicht sie hinterher, nimmt die Pfeife, steckt sie sich kurz in den Mund und ruft dann: "Karotte! Ich bin ein Eichhörnchen." Es ist ihr egal, dass Eichhörnchen eine Haselnuss bevorzugen würden oder dass es albern ist, sich auf dem Bauch über den Boden zu ziehen wie ein einsamer letzter Wehrdienstleistender. Sie hat einfach nur Spaß.

Ich kann beim Mittagessen gelangweilt meine Nudeln hineinstopfen oder mit ihnen einen Kreis legen und sie mit Erbsen drapieren wie eine Königskrone mit Perlen. Es liegt an mir, ob und wie ich die Freude im Alltag finde und gestalte. Und falls es mir schwer fällt in diese Stimmung zu kommen, brauche ich nur ein paar Yogaübungen machen. Zum Beispiel in der Hocke gehen und wie eine Ente loswatscheln. Ich habe es jedenfalls noch nie geschafft mich so zu bewegen ohne zu lachen.

Sat Nam

   

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