Heute morgen machte ich gleich die Grace-Meditation: Du liegst und konzentrierst Dich auf Deine Finger. Du atmest tief ein, hälst den Atem und zählst an Deinen Fingern 10 mal das Mantra "I am (in the) grace of god" (Ich stehe in der Anmut Gottes). Dann atmest Du tief aus und bleibst im ausgeatmeten Zustand. Dabei zählst Du wieder 10 mal das Mantra mit angespannten Fingern. Insgesamt machst Du es 5 mal, so dass Du das Mantra 100 mal gedacht hast. Danach setzt Du Dich hin und hebst die linke Hand wie zu einem Schwur, die Finger zeigen nach oben. In der rechten Hand berühren sich Daumen und Zeigefinger. Du konzentrierst Dich auf Deinen linken kleinen Finger, der für Kommunikation steht, spannst ihn an und sagst laut fünfmal "I am grace of god". Dies machst Du mit all den anderen Fingern Deiner linken Hand, wobei Du immer an die Bedeutung denkst: Ringfinger = Schönheit; Mittelfinger = Hingabe, Geduld; Zeigefinger=Weisheit; Daumen = Kraft. Mehr dazu findest Du auf (incl. Video) http://harjiwanyoga.com/424/grace-of-god-meditation/
Dann stand ich auf, schaute im Spiegel in meine Augen und machte mich an den weiteren Teil der Empfehlung von der sat nam rasayan - Sitzung. Ich sagte zu mir: "Es ist schön, eine Frau zu sein." Unglaublich wie komisch ich mir vorkam. Ein bisschen albern fand ich es und dachte, so ein Quatsch. Was mache ich hier eigentlich? Doch dann schob ich meine Zweifel beiseite, ließ mich diesmal einfach darauf ein und sagte es noch einmal. Mein Gesichtsausdruck wurde viel weicher und ich erkannte mehr weibliche Gesichtszüge. Meine Lippen kamen mir viel sinnlicher vor.
Später ging ich in die Sauna. Ich verhielt mich diesmal ganz anders als sonst. Ich zog mich langsamer und anmutiger aus. Normalerweise versuche ich den Moment der Nacktheit so kurz wie möglich zu halten, d.h. ich schlüpfe so schnell es geht in den Bademantel und fühle mich die ganze Zeit vorher unwohl. Das war diesmal einfach weg! Ich dachte, hey, es ist schön, eine Frau zu sein. Ohne zu glauben, ich sei die Schönste der Welt. Ich war mir einfach nur meinen natürlichen weiblichen Rundungen bewußt. Ich fand auch all die anderen Frauen schön. Als ich dann in die Sauna ging und dort zwei Männer saßen, sagte ich einfach laut und deutlich: Guten Morgen! Ich murmelte nicht, wie sonst, verlegen in meinen nicht vorhandenen Bart hinein, sondern legte mich selbstbewußt auf eine Bank. Fast hätte ich gesagt: "Ich weiß nicht, ob Sie es schon wußten, aber ich bin eine Frau!" Da wäre ja sonst niemand drauf gekommen... Ich spürte auch den Blick eines Mannes auf meinem Körper und zu meinem Erstaunen, war es mir nicht unangenehm. Es war kein perverser lüstender unangenehmer Blick, sondern einfach nur ein kurzes Anschauen. Später schaute ich mir all die anderen Frauenkörper an und war fasziniert. Es gibt große und kleine Busen. Es gibt zarte und kräftige Popos. Es gibt kleine und große Bäuche. Aber alle sind herrlich weiblich rund! Wie schön wir doch sind.
Sat Nam
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