Donnerstag, 20. Januar 2011

Grace im Alltag

Grace = Grazie = Anmut. Es ist schon etwas anderes, ob ich mit Anmut Auto fahre, gehe, koche, denke.... Heute kam mir der Idee, dass ich für wenigstens einen Tag mit Anmut essen möchte. Genußvoll, mit allen Sinnen und vor allem im Sitzen. Mir ist aufgefallen, wie oft ich mir zwischendurch etwas in den Mund schiebe. Nun ist es nicht ganz einfach am Tisch mit den Kindern zu sitzen ohne zwischendurch aufzustehen (Marmelade, Brotbox, Lappen holen...). Deshalb stand ich immer nur dann auf, wenn ich meinen Bissen in Ruhe zu Ende gekaut hatte. Erstaunlich, wie anders das Frühstück war. Viel entspannter und gelassener war ich. Viel stärker im Moment. Jetzt esse ich und ich mache nichts anders. Punkt. Für mich ist Anmut der Mut zum Sein. Keine Hetze, sondern Wertschätzung des Augenblicks und des Herzens, das bekanntlich unter Streß leidet. Die Körperhaltung ist eine ganz andere. Die Brust ist viel erhobener, das Herz hat mehr Raum und der Busen darf sich zeigen. Meine Kinder kann ich dadurch viel liebevoller ansehen, habe Zeit ihnen in die Augen zu schauen und zu fühlen, was sie gerade bewegt, was wirklich hinter ihren Aussagen und Gesten steckt und was für mich gerade wichtig ist. Ich fühle mich viel klarer in meinen Handlungen.

Sat Nam             

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