Als ich mich über SNR informiert habe, stand im Flyer dass sich auch die Lebensfreude steigern kann. Mir ist im ersten Moment nicht klar gewesen, was das miteinander zu tun hat. Jetzt weiß ich es. Heute Morgen war ich sehr gut gelaunt. Das war ich vorher auch ohne SNR, aber es war anders. Ich habe mich mehr auf das bewußte Wahrnehmen im Alltag eingelassen, mehr darauf geachtet wie sich das Leben anfühlt. Beim Duschen das Prickeln auf der Haut, den Duft das Shampoos, beim Abtrocknen die Wärme durch das Rubbeln mit dem Handtuch, den nackten Fuß auf dem kalten Boden, auf dem Teppich und dann in den Socken. Fantasien tauchten auf: Der Fuß kriecht in eine kuschelige Höhle, ist umgeben von sanften Stoff und wird warm. Beim Frühstück, wie sich das Essen im Magen ausdehnt und ein Gefühl der Schwere auftaucht. Mal schlang ich ganz bewußt einen großen Happen hinunter und dachte: Ja, das ist schlingen. Und dann kaute ich ganz intensiv und dachte: Ja, das ist gründlich. Nichts davon ist schlecht oder gut, es ist einfach. Und wie faszinierend Wahrnehmungen sind!
Mit den Kindern habe ich einen heiden Spaß gehabt, weil wir uns herrlich verrückte Geschichten erzählt haben. Von Äpfeln, die aus unserem Telefonhörer kriechen, weil es ihnen im Supermarkt zu langweilig war. Von 1000 Millionen Kerzen, die man zu einem großen Turm stapelt und wofür man einen Kran braucht.... Wie ist es, wenn etwas gaaaanz groß ist? Wie ist es, wenn etwas gaaaanz klein ist? Nicht warum und weshalb, sondern einfach nur spüren und staunen....
Sat Nam
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