Samstag, 22. Januar 2011

SNR

Gestern hatte ich über die Bewertungen geschrieben, was weiblich ist, was weiblich sein kann und wie wir uns fühlen. Dies war eine gute Vorbereitung für heute, meinen ersten SNR - Ausbildungstag. Wir haben geübt einfach wahrzunehmen ohne zu bewerten. Ich spüre in meinen Körper und nehme einfach wahr, was ich fühle ohne zu fragen, warum ich das fühle. Ich spüre beispielsweise, dass mein Nacken angespannt ist. PUNKT. Ich fixiere mich nicht auf diesen Eindruck sondern nehme einfach wahr und warte ab, was als nächstes kommt. Vielleicht spüre ich dann ein kleines Kribbeln in meiner Nase oder Wärme an meinen Händen, u.s.w. Dann versuche ich all diese Eindrücke gleichzeitig zu empfinden. Der Ausbilder hat dazu einen tollen Vergleich gemacht: Wenn ich auf eine Party gehe, kann ich jeden einzelnen (Peter, Paul, Mary...) wahrnehmen und ich kann die ganze Gruppe wahrnehmen (Party neigt sich schon dem Ende zu....). Und wenn ich diese ganzheitliche Wahrnehmung einfach nur annehme komme ich in einen neutralen Zustand. Das ist der 1. Schritt. Im zweiten wende ich mich der Patientin zu, d.h. sie liegt und ich sitze daneben. Ich berühre sie leicht und versuche in dem neutralen Zustand zu bleiben. Wenn Zweifel, Ängste, etc. hochkommen, so nehme ich sie einfach wahr ohne Bewertung, so dass ich wieder in den neutralen Zustand komme. Dann entscheide ich mich die andere Person wahrzunehmen und warte ab, was an Wahrnehmungen in mir aufsteigt. Wichtig ist und das haben wir heute viel geübt, die Vielzahl der Wahrnehmungsmöglichkeiten zu kennen: Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören, Sehen (wobei die Augen geschlossen sind) und die Achtsamkeit auf Grundzustände: wo gibt es Wärme, Kälte, Schwere, Wasser, Luft auf der Haut, etc... Die eigene Bandbreite der Wahrnehmungen zu erweitern...

Der Anfang ist gemacht.

Sat Nam 

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