Gerade habe ich mir die Lieder und Videos von Rai Kaur für Kinderyoga auf ihrer Webseite angesehen. Es ist so rührend die Kinder beim Yoga zu sehen. Voller Konzentration und gleichzeitig entspannt. In dem einen Lied kommt die Zeile vor: Yoga macht stark und sanft. Ich dachte, ja genau so ist das. Durch die Übungen und Meditationen finde ich meine Kraft und innere Stärke, gleichzeitig öffnet es mein Herz durch eine veränderte Körperwahrnehmung und tiefen Atmen. Hart zu meinem Umfeld bin ich, wenn ich hart zu mir und verkrampft bin. Gelöst und frei kann ich sanfter zu mir und zu anderen sein. Nervenstärke entsteht, wenn ich mich kraftvoll fühle. Hektisch und nervös werde ich, wenn ich Angst habe, dass ich den Alltag nicht bewältigen kann. Fühle ich mich stark und gelassen, kann ich mitfühlend und sanft sein.
Trotzdem wurde ich gerade sehr laut, weil die Kinder in der Küche eine Riesensauerei veranstaltet haben. Nach dem Aufräumen haben wir uns wieder inn die Arme genommen und ich habe mich entschuldigt, dass ich so laut war. Die große sagte nur: "Ach, Mama, dass geht mir doch selbst auch manchmal so."
Wenn ich glaube, dass ich durch Yoga immer die Nerven behalten muss, kann ich mich damit auch unter Druck setzen und gerate in einen Teufelskreis von Streß durch nicht-Streß haben dürfen.
Nobody's perfect.
Sat Nam
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