Heute Morgen hatte ich mir viel vorgenommen. Die typischen klassischen Haushaltsthemen wie Aufräumen, Saugen, Wischen, etc. standen an. Doch es kam alles anders als geplant. Statt schrumpelige Finger vom Wischwasser hatte ich rote Ohren vom Telefonieren mit Freunden. Herrlich. Und wieso eigentlich gründlich Putzen? Im November, wo keine Sonne scheint, da sieht man den Dreck eh weniger. Ich liebe den November!
Am Nachmittag kündigten sich unerwartet Kinder zum Spielen an und ich hatte Zeit die Grundreinigung zu erledigen. Doch dann holte mich der Planungswahn wieder ein. Ich erwartete zwei Freundinnen zum Abendplausch und überlegte mir, wo wir im Wohnzimmer bequem sitzen konnten. Normalerweise sitzen wir am Eßtisch, was Schade ist, weil wir von dort den Kaminofen nicht sehen können. Am Besten wäre es, wenn wir einfach auf dem Boden vor dem Ofen sitzen würden. Aber ich kann doch nicht einfach zum Besuch sagen: "Ach, ich habe mir überlegt, der Boden ist gerade einigermaßen sauber, wollt Ihr Euch nicht einfach darauf setzen?" Also rückte ich die Sofas hin und her. Schob den Ecktisch vor und zurück und raufte mir die Haare. Es sah einfach nicht wirklich einladend aus. Langsam wurde ich nervös. Die Uhr tickte bedrohlich schnell auf acht Uhr zu und ich hatte noch keine Lösung. Plötzlich meldete sich eine innere Stimme: "Was ist, wenn Du es einfach auf Dich zukommen läßt?"
Gerade sind die beiden gegangen. Wir saßen die ganze Zeit gemütlich auf dem Boden und haben ein Novemberpicknick vor dem Feuer gemacht. Weil es sich so ergeben hat...
Und was hat das alles mit Yoga zu tun? Wir saßen auf Yogakissen und haben Yogitee getrunken...
Sat Nam
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