Heute wurde ich durch ein Telefonat liebevoll aufmerksam gemacht auf das Thema: "Manchmal ist Dein Blog ganz schön spirituell." Ja, manchmal denke ich auch, wohin kann einen das Yoga führen? Yoga verändert. Seit ich täglich Yoga mache, esse ich kein Fleisch mehr, trinke kein Alkohol mehr und rege mich weniger auf. Das sind natürlich keine schlimmen Folgen, aber es kann auch Angst machen. Gestern Abend hatte ich Besuch von Freunden. Ich bot ihnen einen Sekt an. Sie freuten sich und stießen miteinander an. Nur ich stand da mit meinem Yogitee in der Hand und fühlte mich etwas isoliert. Früher hatte ich keine Gelegenheit ausgelassen mit Alkohol zu feiern und war eher genervt von diesen Spaßbremsen, die an ihrem stillen Wasser nippten und aussahen, als würden sie zum Lachen in den Keller gehen. Und jetzt? Jetzt muss ich gestehen, dass so einfach schwarz-weiß die Welt nicht ist. Ich mag die gelöste und entspannte Stimmung in einer Gruppe. Sie kann entstehen durch ein Gläschen Sekt, einen wandernden Joint, eine Kundalini-Yoga-Stunde, einen ansprechenden Vortrag, ein schönes Musikkonzert, ein interessantes Seminar, etc.... Es gibt soviele Wege zu sein und zu leben, wie es Sterne am Himmel gibt. Gestern früh war ich mit ein paar Frauen zum Sektfrühstück zusammen und habe es auch sehr genoßen, mich wohl gefühlt und wir haben viel gelacht.
Solange ich das kann, bin ich auf einem guten Weg.
Falls mich jemand in einer Fußgängerpassage auf einem Blumenkübel stehen sieht, wie ich laut brüllend "Wasser und Katze-Kuh" predige, holt mich bitte sofort runter.
Sat Nam
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen