Freitag, 12. November 2010

Game over

Nach einer Übungsreihe zur Stärkung der Aura fühlte ich mich viel kraftvoller als sonst. Es ging darum mehr Raum einzunehmen. Von innen nach außen zu strahlen. Aus der eigenen Mitte schöpfen und nach außen verteilen. Dabei immer mit dem Kern verbunden sein. Wie ein Rad, dass sich dreht und dessen Kraftzentrum die Mitte bleibt. Das ist ein herrliches Gefühl, wenn ich mich auf diese Energie konzentrieren kann. Ich weiß dann, was mir wichtig ist, bin im Augenblick und erkenne, was genau jetzt zu tun ist (und was nicht). 

Das drückt sich aus in positiver Eigendrehung, d.h. ich kümmere mich selbst um das, was mir gut tut. Gestalte mein Leben aktiv. Seit ein paar Tagen wollte ich eine Saite meiner Gitarre neu bespannen lassen. Immer wieder schob ich es vor mich hin und bremste mich selbst durch Vorannahmen aus. Wahrscheinlich hat das Geschäft eh heute zu, bestimmt muss ich ewig warten, viel Geld bezahlen oder die Gitarre für lange Zeit weggeben. Zwischendurch kamen Nörgeleien wie "toll gerade jetzt hätte ich Zeit zum Spielen und nun ist sie kaputt". Ich spielte gnadenlos gut das "Jammer-Game". Ich wollte eine intakte Gitarre ohne etwas dafür zu tun. Wie im Schlaraffenland sollten mir die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Irgendwann kam der Punkt, wo ich wütend wurde: Jetzt fahr' endlich los.

Das Geschäft war offen, der Inhaber reparierte sofort und verlangte lediglich 2 Euro für die Kaffeekasse!

Jammer-Game: Game over...

Hätte ich doch bloß mehr Zeit zum Spielen, würde ich es bloß besser können, ich lerne das ja eh nicht,..... Jammer-Game: Level 1 gestartet.

Stopp!!!

Sat Nam

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