Meine erste Kinderyogastunde habe ich heute tatsächlich geben können. Die Umstände waren etwas schwierig, weil der ruhige Gymnastikraum außerplanmäßig plötzlich belegt war. Die Lehrer von der Montessori-Schule ließen deshalb eine Trennwand in der großen Sporthalle hinunter. Es war trotzdem noch ein riesiger Raum und die Geräuschkulisse war bewegend. Die anderen Schüler spielten nebenan Basketball oder turnten an den Geräten. Meine kleine Musikanlage ließ ich gleich in der Tasche und nutzte das große Platzangebot für den Flieger als Aufwärmübung. Der Funke sprang sofort über und sie liefen mit erhobenen "Tragflächen" (Armen) durch die Halle. Zwei Jungs hatten zunächst ein wenig Probleme in die Konzentration zu kommen, aber irgendwann klappte auch das. Eine Sportlehrerin, die auch Yogalehrerin ist, war fast die ganze Zeit mit dabei und erzählte mir hinterher, dass der eine Junge sehr schwierig sein kann und sie erstaunt war, wie er dann doch hinein fand. Es war gut, dass ich nicht vorher wusste, welche Kinder von der Gruppe "Problemkinder" waren und welche nicht.
Meine Aufregung vorher hielt sich in Grenzen. Ich war froh, dass ich im Rahmen der Ausbildung schon einmal eine Stunde vor den Erwachsenen gegeben hatte, so fühlte ich mich nicht ganz so "nackt". Durch die ganzen Ausbildungswochenenden fühlte ich mich gut vorbereitet und getragen. Es ist faszinierend wie gut Kinderyoga wirkt und wieviel Spaß es macht. Aber ich war hinterher auch erst einmal "geschafft", setzte mich zu Hause auf die Terrasse in den Hängesitz, genoss die erste herrliche Märzsonne in diesem Jahr und atmete tief durch. Endlich. Der Anfang ist gemacht....
Sat Nam
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