Heute hatte ich meine beiden letzten Kinderyogastunden im Rahmen des Praktikums in der Montessori-Schule. Es lief wieder richtig gut. Wieder hatten sich einmal 14 und einmal 12 Schüler gemeldet. Schön war, dass mittlerweile viele bekannte Gesichter dabei waren. Ich hatte die Geschichte vom letzten Ausbildungswochenende genommen, wo wir ans Meer reisen und einem Vogelei aus dem Wasser helfen. Nach der Entspannung spielte ich mit der Gitarre "Ich bin glücklich - Ich bin gut ...". Anfangs waren sie etwas zaghaft, doch dann sprang der Funke über und sie wurden immer lauter und begeisteter. Es war sehr rührend wie die Herzen sich öffneten und die Kinderaugen leuchteten. Mir stieg ein wenig Tränenwasser in die Augen. Doch plötzlich sah ich Blutspritzer auf meiner Yogahose. Ich erschrak. Weitere Spritzer entdeckte ich auf der Gitarre und dann sah ich, dass Blut über meinen Daumen lief. Ich hatte wohl zu heftig (oder im unglücklichen Winkel) auf die Gitarrensaiten geschlagen. Es hatte sich eine winzige Blase auf der Haut gebildet, die aufgesprungen war. Das war mir echt unangenehm. Vor Schreck hörte ich abruppt auf zu spielen und holte mir ein Pflaster aus der Tasche. Das Gute war, dass wir eh in der letzten Strophe waren, aber die Kinder schauten etwas irritiert. (Hätte ich vorher eine Horror-Geschichte mit ihnen gemacht, wären sie wahrscheinlich schreiend hinaus gelaufen.) Ich klärte sie auf und ging einfach weiter zum Ausstimmen. Im Kinderyoga kann ich Sachen erleben... Ich musste an Vera denken, die am letzten Wochenende so herrlich die Geschichte von dem kleinen Mädchen erzählt hat, die sich mit der Wasserflasche nass gemacht hatte und plötzlich nackt durch den Raum lief... Wahe Guru!
Sat Nam
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