Donnerstag, 30. September 2010

Achtung Außenwirkung!

Erstmal lieben Dank für die schönen Kommentare. Es tut gut, wenn man nicht alleine ist und es Euch ähnlich geht. Danke auch für den Tipp mit der CD.

Heute traf ich zwei Freundinnen, die mich fragten, was denn mein Yoga so macht. Ich schwärmte und erzählte von dem herrlichen Wohlfühlgefühl, das entsteht. Sie freuten sich für mich und fragten nach, wie ich denn all die Übungen in meinen Alltag integriere. Als ich erzählte, dass ich um 5 Uhr aufstehe, erntete ich irritierte Blicke. "Um 5?" - "Ja." Ich fühlte mich plötzlich ganz unwohl. Ich hatte das Gefühl, sie denken: Jetzt spinnt sie total. "Und das jeden Tag?" - "Ja." Dann prasselten weitere Fragen auf mich ein. "Und Alkohol trinkst Du auch nicht mehr?" - "Nein." - "Und Fleisch isst Du auch nicht mehr." - "Nein. Ich fühle mich gut damit." Mein Puls erhöhte sich, mein Atem wurde flach. Zwei Seiten kämpften in mir. Die eine Seite wollte am liebsten einfach abhauen oder zumindest für eine lange Sitzung auf der Toilette verschwinden. Die andere Seite wollte einen Vortrag halten. Auf Mission gehen und verkünden, ja, und das solltet Ihr auch machen! Ich verlor mich zunächst weiter in Schwärmerein. Wie gut es mir seit dem täglichen Yoga geht, dass ich viel weniger Schlaf brauche, zufriedener und gelassener bin. Doch ich spürte, dass ich mich eigentlich nur rechtfertigte. Und dann war sie wieder da. Die vertraute Stimme, die einfach sang: Ich bin glücklich - Ich bin gut.... Ich beruhigte mich, atmete tiefer und bekam wieder mehr Halt. Ich stellte mir vor, dass ich den Baum mache. Ich suchte wieder Blickkontakt und Austausch. Nach einer Weile wurde ich wieder leichter und es wurde ein gutes lockeres Gespräch. Ich bin gut - Du bist gut. Jede wie sie gerade ist.


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